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16.10.2017|Jugend|pb

Caillat-Crew quält sich im Derby in Schöneberg zum sechsten Saisonsieg

Von Sebastian Butzke

Die zweite Mannschaft der Füchse Berlin bleibt in der Oberliga Ostsee-Spree ungeschlagen. Das Team von Trainer Christian Caillat schlug die SG OSF Berlin mit 30:27 (12:13), musste sich für den sechsten Saisonsieg aber gewaltig ins Zeug legen.

© Bildnachweis: Düren

Es war wahrlich kein Augenschmaus, was wir am Samstag in der Sporthalle Schöneberg zustande brachten. Wie angekündigt, machte uns vor allem das Haftmittelverbot in der Heimspielstätte der SG OSF mächtig zu schaffen. Die Partie bot von Anfang an Spannung pur. In einem regelrechten Schlagabtausch machten unsere Gastgeber schnell klar, dass vor ihnen jemand steht, der uns an diesem Handballabend die Stirn bieten wollte.

Nach 16 gespielten Minuten stand es 8:8. Anschließend gerieten wir zum ersten Mal in dieser Saison mitten in einer Begegnung in Rückstand. Eins muss man den Schönbergern durchaus lassen: Sie bestraften konsequent jegliche Fehlwürfe, technische Fehler und grobe Abwehrfehler unsererseits und kamen über einen wurfgewaltigen Rückraum und einen sehr sicheren Linksaußen immer wieder zu erfolgreichen Torabschlüssen. Dazu kam noch, dass auch die Leistung unserer Torhüter mitunter zu wünschen übrig ließ. Auch zur Halbzeit hatten wir die Führung noch nicht zurück und gingen mit einem ernüchternden 12:13-Rückstand in die Kabine.

Nach der Halbzeit fingen wir uns wieder und kamen sehr viel besser als die noch kurz zuvor erstarkten Schöneberger ins Spiel. Das sicherte uns nach 35 Minuten erstmal wieder die Führung mit 16:15. Die bauten wir noch auf zwei Tore aus und stolperten mit diesem dünnen Polster auf die Schlussphase der Partie zu. Ich kann mir nicht erklären, warum wir erst in der 45. Minuten das Wundermittel für haftmittelfreie Spiele fanden. Anstatt sich fast schon grob-koordinativ im Ball-Handling mit Positionsangriffen abzuquälen, fingen wir endlich an, über Gegenstoßtore zum Erfolg zu kommen. Ich benenne jetzt einfach mal die 53. Minute als die Entscheidung des Spiels. Mit einem 30:22 schafften wir die Vorentscheidung.

Als wir alle zusammen nach dem Spiel in der Kabine saßen und auf das Schlusswort des Trainers warteten, war sichtlich jedem die Erleichterung anzusehen. Ähnlich gelassen fiel auch das Resümee von Trainer Christian Caillat aus. Es ging eben um nichts als diese zwei Punkte im Derby. Bei einem solch unästhetischen Handball kann man halt auch mal beide Augen zudrücken, wenn es sein muss.

Statistik: Mißling (4), Schröder (4), Schauer (5), Düren(3), Gliese (3), Akakpo (3), Simak (8), Deisting, Matzken, Luberecki, Bielzer, Genz




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