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31.03.2005|Information|on

Findet die Erfolgsserie in Dessau eine Fortsetzung?

Spaß am Handball wolle man jetzt haben, sagte Füchse-Coach Georgi Sviridenko, nachdem die Punkte 28 und 29 der Saisonbilanz des Hauptstadtklubs gutgeschrieben wurden. Sieben Spieltage vor Saisonende stehen die Füchse sicher in der Zweiten Liga Nord und werden erstmals seit dem Wiederaufstieg nichts mit der Abstiegsfrage zu tun haben. Ganz anders ergeht es da dem nächsten Gegner der Berliner: Der Dessauer HV holte nur vier Punkte aus den letzten 10 Spielen und benötigt gegen die Füchse dringend ein Erfolgserlebnis.


Dies würde den Sachsen-Anhaltinern nicht nur im Kampf gegen den Abstieg helfen, sondern auch die Bilanz gegen die Füchse verbessern. Nur einen Sieg in fünf Spielen konnte der DHV verbuchen, als man im November 2003 knapp das Heimspiel mit 20:19 gewann. Von einem Schlüsselspiel ist in Dessau vor der Partie gegen die Füchse die Rede, man benötige dringend die zwei Punkte, um sich weiter von den drei im Tabellenkeller stehenden Teams absetzen zu können. Derzeit rangiert Dessau auf Platz 15 mit einem Punkt Vorsprung auf den LTV Wuppertal.

Überragender Torschütze bei den Anhaltinern ist der aus Werratal im Februar gewechselte Franzose Anthony Pistolesi, der in sechs Spielen schon 52 Tore erzielen konnte. Der rechte Rückraumspieler warf beim Unentschieden auf der Insel Usedom 11/3 Tore und sorgte mit seinem Treffer zum 31:31 wenige Sekunden vor dem Abpfiff für das vorläufige Verlassen der Abstiegsränge.

Die Füchse werden sich in Dessau also erneut auf ihre grandiose Abwehr verlassen müssen, um am Sonntag nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. Interessant dürfte das Duell zwischen Berlins Torwarthelden Carsten Ohle und Dessaus Siebenmeterschütze Anthony Pistolesi werden. Ohle ist zweitbester Siebenmeterkiller der Liga, Pistolesi mauserte sich in Dessau zum sicheren Werfer vom Punkt.

„Pistolesi ist ein bisschen wie Christian Zeitz, entweder spielt er top oder flop“, sagt Svirideko über den wurfgewaltigen Franzosen. Man werde natürlich versuchen, ihn weitestgehend aus dem Spiel zu nehmen, ohne den Kreisläufer zu vernachlässigen. „Wir wissen, wie Dessau spielt und das es ein gefährlicher Gegner ist, zumal sie einen Sieg dringend benötigen“, sagt der Füchse-Coach, der nach den letzten Erfolgen auch in der Muldestadt auf Sieg setzt. „Wir haben nach den letzten Spielen eine sehr gute Mannschaftsstimmung, trotz aller Probleme, die wir in Berlin haben.“

Überhaupt die Mannschaft: Georgi Sviridenko gerät fast ins Schwärmen, wenn er den Charakter seiner Spieler anspricht. „Ich bin sehr stolz auf das, was die Jungs leisten, man muss wirklich den Hut ziehen vor deren Einstellung und Leistung.“ Man habe soviel Potenzial nach oben, leider fehle es in Berlin am nötigen Geld. „Die potentiellen Sponsoren haben das Potential leider noch nicht erkannt“, hofft der Trainer aber weiterhin auf Unterstützung durch die Berliner Wirtschaft.

Und so will die Mannschaft weiterhin sportlich überzeugen und auch in Dessau keine Geschenke verteilen. Anwurf ist am Sonntag um 17.00 Uhr.




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