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02.05.2013|Information|ATz

"Es geht jetzt wieder bei Null los" - Jungfuchs Jaron Siewert vor dem Viertelfinale

Jaron Siewert ist ein echtes Füchse-Eigengewächs. In Reinickendorf geboren, bereits seit dem Mini-Alter im Verein hat der Spielmacher nun bereits drei Deutsche Meistertitel mit seinem Verein gewonnen. Im Interview spricht er über die bevorstehenden Aufgaben in den KO-Spielen um die Deutsche Meisterschaft und seine persönliche Zukunft.

Jaron, seit dem jüngsten Kindesalter spielst du Handball. Welche Rolle spielt der Sport für dich?
 
Handball ist für mich mittlerweile mehr als nur ein Hobby, es ist ein fester Bestandteil meines Alltags geworden. Los ging es mit kleinen Erfolgen wie bspw. ein Staffelsieg in den unteren Ligen. Mittlerweile bin ich drei Mal Deutscher Meister in der Jugend geworden und habe mit dem Junioren-Europameistertitel bereits eine internationale Medaille holen können. Handball ist ein fester Bestandteil meines Lebens. 

Wie kommt man als junger Spieler dahin, wo du jetzt bist?
 
Ich habe alle Fördersysteme durchlaufen. Angefangen hat es mit Stützpunkttrainings in Nordberlin, dann kam die Auswahl und dann die individuelle Förderung im Füchse-Nachwuchszentrum. So hochwertiges Training findet man sonst einfach nicht. Ich lerne im Training immer dazu, nehme das für mich an und versuche es für mich umzusetzen. 

Bob Hanning trainiert dich jetzt fünf Jahre. Welche Rolle spielt der Trainer auf dem Weg zum Erfolg?
 
Ich habe gemeinsam mit Bob in unseren gemeinsamen fünf Jahren erst drei Ligaspiele verloren, das ist eine Statistik, auf die wir natürlich stolz sind. Er schenkt mir sein Vertrauen und ich versuche es mit meiner Leistung zurückzuzahlen. Und ich hoffe und gebe alles, dass sich unsere Statistik auch in der letzten Saison als Jugendspieler nicht mehr verschlechtert! 

In jungen Jahren spielt die Schule immer eine wichtige Rolle. Wie bekommst du Schule und Handball unter einen Hut?
 
Derzeit bin ich in den letzten Zügen des Abiturs. Nur noch die mündliche Prüfung fehlt mir und dann die fünfte Prüfungsleistung in Form eines Vortrags. Wir bekommen optimale Unterstützung durch das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin. Ich bin fürs Abi ganz optimistisch, in der Schule hatte ich nie viele Probleme. In der Abiturphase ist kein regulärer Schulbetrieb mehr, da hat man viele Freiräume zum lernen, die ich auch nutze.

Am Wochenende steht das Viertelfinalhinspiel in Bremen an, am Dienstag dann deine mündliche Abiturprüfung. Das werden ereignisreiche Tage für dich, oder?
 
Am Freitag und am Samstag liegt mein kompletter Fokus auf dem Spiel. Ab Sonntag widme ich mich dann wieder der Erdkunde und bereite mich weiter für die Prüfung vor.

Ihr habt es verlustpunktfrei in das Viertelfinale geschafft. Wie beurteilst du den Saisonverlauf?
 
Bislang lief die Saison für uns erfolgreich, immerhin haben wir keinen Punkt abgegeben. Wir konnten die Dominanz, die wir ausstrahlen wollten, auch unter Beweis stellen. 

Wie siehst du die Viertelfinalspiele gegen Bremen?
 
Es geht jetzt wieder bei Null los. Der Staffelsieg zählt am Wochenende nicht mehr und das ist uns auch bewusst. Wir werden uns jetzt komplett fokussieren. Bremen spielt sehr dynamisch und ist im Rückraum gut besetzt. Wir wollen zwei Siege, um dann nach vorne schauen zu können. 

Hast du besondere Rituale, um bei solchen Spielen in die Konzentration zu finden?
 
Nicht wirklich, ich bin da eher ein schlichter Spieler. Mir helfen die vorgegebenen Abläufe, bspw. das wir einen Tag vorher anreisen, gemeinsam essen, spazieren gehen und uns 45 Minuten vor dem Spiel besprechen. Dieser Plan ist im Kopf drin und nimmt uns die Nervosität. So sind wir auf der Platte voll fokussiert und in der Vergangenheit hat das ja auch ganz gut geklappt. 

Wie geht es für dich nach deinem Abitur weiter?
 
Ich möchte gerne Biotechnologie studieren, das ist eine Welt, die mich fasziniert. Ich werde nach meinem Abitur in Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt versuchen, einen Studienplatz an der Beuth-Hochschule zu bekommen. Der OSP berät mich in dieser Hinsicht optimal. 

Was sind deine handballerischen Pläne?
 
Ich möchte natürlich die Chance der Füchse-Anschlussförderung in der zweiten Männermannschaft nutzen. Auch in dieser Saison konnte ich schon erste Erfahrungen dort sammeln. Vielleicht ergibt sich zusätzlich die Chance, dass ich im Trainerbereich in unserer Nachwuchsabteilung eine Aufgabe bekomme, um mein Wissen weiterzugeben. Ein Training unserer B-Jugend durfte ich schon einmal alleine leiten. 




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