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18.01.2026|Jugend|pst

So lief Krickaus Einsatz in Liga drei

Während der Bundesliga-Trainer bei der zweiten Mannschaft der Füchse Berlin an der Seitenlinie aushalf, konnte er mit dem Team nicht den erhofften Sieg im Topspiel einfahren. Dennoch haben die Jungfüchse einiges gelernt und Nicolej Krickau selbst sah potenzielle zukünftige Profi-Schützlinge in echter Aktion.

Nicolej Krickau gibt Lucas Mohr, Lauro Pichiri und Felix Bernkop-Schnürch (v.r.) Anweisungen mit auf den Weg.
© Bildnachweis: Köppen

Weil Per Oke Kohnagel, der eigentliche Trainer der Füchse Berlin II, als Videocoach unter Bob Hanning mit der italienischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Schweden ist, musste Ersatz für den Januar her. Und diesen gab es beim Heimspiel der 3. Liga Nord-Ost an diesem Samstag aus dem obersten Regal: Profi-Chef Nicolej Krickau stand beim Heimspiel gegen den HC Eintracht Hildesheim an der Seitenlinie in der Lilli-Henoch-Halle. Die Jungfüchse gingen als Herbstmeister in die Partie gegen den aktuellen Tabellenführer, der nur vor den Hauptstädtern war, weil er bereits ein Spiel mehr absolviert hatte. Klar war indes, dass Krickau von seinen heutigen Schützlingen genau dieselbe Energie erwartete, wie von den Bundesliga-Akteuren. Einige des FUX2-Kaders spielten in dieser Saison bei den Profis mit: Pius Joppich, Lauro Pichiri, Felix Bernkop-Schnürch, Gabriel und Jonas Kofler.

Nachdem die Gäste den ersten Angriff ohne Erfolg beendeten, warf Jan Grüner vom Strich aus das 1:0. Der Linksaußen gehörte wegen anhaltender Verletzungspausen der letztjährigen Meistermannschaft an und lief beim TruckScout24 EHF FINAL4 der Machineseeker EHF Champions League auf. Den Siebenmeter holte Julian Kusche heraus, der mit Grüner gemeinsam sein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) auf der Geschäftsstelle der Füchse absolviert. Die gesamte erste Halbzeit über konnten sich die Berliner auf starke Paraden Joppichs verlassen und hatte dadurch durchgehend einen kleinen Vorsprung. Krickau testete mit den Jungfüchsen dann sogar das Sieben-gegen-Sechs in der Offensive. In die Halbzeitpause ging es mit einer 14:13-Führung.

Aus der Kabine kamen die Jungfüchse denkbar schlecht. Nach einer umstrittenen Zwei-Minuten-Strafe für Berlins Pichiri spielten die Gastgeber ohne Torhüter im Angriff, und kassierten so meist auf das verwaiste Gehäuse einen 0:5-Lauf, welchen Gabriel Kofler in der 36. Minute beendete. Dennoch liefen die Hausherren nun dem Rückstand hinterher, Minus fünf war es zwischenzeitlich. Das brachte Krickau zu weiteren taktischen Kniffen, sodass die Jungfüchse mit vier Rückraumspielern und ohne Kreisläufer offensiv agierten. Den ersten dieser Angriffe vollendete der 17 Jahre alte A-Jugendspieler und U17-Weltmeister Leo Nowak. Und die Zweitvertretung des Deutschen Meisters machte es tatsächlich noch einmal spannend, hatte vier Minuten vor dem Ende die Chance auf den Ausgleich. Dieser blieb allerdings aus, und am Ende mussten die Jungfüchse die 28:32-Niederlage hinnehmen. Dennoch blieb ein Spiel, aus dem Lehren zu ziehen sind.

Am kommenden Wochenende steht das erste Auswärtsspiel des Jahres auf dem Programm. Am Samstag, 24. Januar, geht es zur HSG Eider Harde. Wenn ab 19.15 Uhr Anwurf ist, wird Krickaus Co-Trainer Max Rinderle an der Seitenlinie stehen.

Trainer Nicolej Krickau: „Das war ein echter Fight, ganz intensiv, und dadurch eine gute Möglichkeit, viel zu lernen. Hildesheim war in der Aggressivität einen Schritt voraus in der zweiten Halbzeit. Die Lücke haben sie gerissen, nachdem wir unsere Ruhe ein bisschen verloren und ein paar unprofessionelle Fehler in Unterzahl gemacht haben. Dennoch haben die Jungs einiges lernen können: Wie arbeitet man als Angriff gegen eine solch offensive Abwehr, wie kann man die Coolness behalten, wenn es aggressiv wird – und zweitens, das war für mich die beste Erfahrung, es ist schön, die Jungs nicht nur auf Trainingsebene zu sehen, sondern auch im Pflichtspiel. Ich konnte sehen, wie sie in besonderen Situationen reagieren, davon habe ich viel mitbekommen. Ich habe auf jeden Fall gesehen, dass die Jungs super darin ausgebildet sind, alles auf der Platte liegen zu lassen. Heute hat es fachlich vielleicht nicht ganz gereicht, aber kämpferisch war es sehr in Ordnung. Das ist eine gute Basis.“




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