Geschäftsführer Bob Hanning spricht häufig von einem Sticker-Album, bei welchem nur noch der Pokal für die Königsklasse fehlt. DHB-Pokal, Deutsche Meisterschaft, Super Cup, EHF European League respektive EHF Cup sowie die Vereinsweltmeisterschaft haben die Füchse Berlin in der Vergangenheit bereits gewonnen, nun soll auch das letzte Bild eingeklebt werden. An diesem Wochenende kommt es in Köln, genauer gesagt in der Lanxess Arena, zum Highlight und endgültigen Abschluss der Saison: Das TruckScout24 EHF FINAL4 steht an. Vier Mannschaften haben sich durch starke Leistungen in der Machineseeker EHF Champions League für das finale Turnier qualifiziert: Aalborg Håndbold, der FC Barcelona, der SC Magdeburg und eben die Füchse Berlin.
Letztere beiden, die deutschen Vertreter, treffen derweil in der Wiederauflage des Vorjahres-Endspiels im diesjährigen Halbfinale aufeinander. 20000 Zuschauer werden am Samstag, 13. Juni, die Begegnung ab 15 Uhr live in der Halle sehen, alle weiteren können die Livestreams von DYN und DAZN verfolgen. Voller Vorfreude blicken die Füchse um Kapitän Max Darj auf die Partie voraus, auch wenn die beiden Liga-Duelle gegen die Mannen aus Sachsen-Anhalt verloren gingen. Zuletzt war es allerdings ein knappes 33:35 bei den Magdeburgern, welches gezeigt hat, dass die Teams auf Augenhöhe agieren können.
Die Füchse beendeten ihre Gruppe A in der Machineseeker EHF Champions League derweil als Erste, der SCM als Zweiter. Im Viertelfinale schaltete der Hauptstadt-Club nach zwei nervenaufreibenden Spielen Veszprém im Siebenmeter-Werfen aus. Magdeburg hingegen bezwang zweimal Szeged. In der DAIKIN Handball-Bundesliga haben sich beide Vereine indes erneut für die Königsklasse qualifiziert. Die Kontrahenten aus Sachsen-Anhalt haben die Meisterschale von den Berlinern übernommen, während sich diese wiederum Platz zwei sicherten. Ein hochkarätiges Halbfinalspiel darf also erwartet werden.
Gleiches gilt indes auch für die zweite Begegnung am Samstag, 13. Juni. Dann kämpfen von 18 Uhr an Aalborg und Barça um den Einzug in das Finale. Dieses beginnt dann genau 24 Stunden später am Sonntag, 14. Juni, eben um 18 Uhr. Alle vier Teams wollen genau dorthin und um die begehrte Trophäe kämpfen. Dazu kann es in den Halbfinals und dem Endspiel bei Gleichstand nach 60 Minuten im Übrigen zu einer Verlängerung von zweimal fünf Minuten kommen. Ist der Spielstand dann immer noch ausgeglichen, geht es ins Siebenmeterwerfen. Einzige Ausnahme ist das Spiel um Platz drei, das am Sonntag, 14. Juni um 15 Uhr beginnt und in dem es direkt an den Siebenmeterstrich geht.
Trainer Nicolej Krickau: „Unsere Vorfreude ist natürlich riesig. Das ist ein Highlight für jeden Handballer, in Köln sein zu dürfen. Jetzt haben wir dieselbe Möglichkeit wie die anderen drei Mannschaften. Ich denke, dass es ein enges FINAL4 wird, alle vier Mannschaften haben das Recht, davon zu träumen, am Ende ganz oben zu stehen, das können wir auch. Deswegen sind wir im Moment tief in unserer Vorbereitung und freuen uns auf das Halbfinale gegen Magdeburg. Das ist natürlich eine große Aufgabe, aber wir wissen, dass wir die Aufgabe an einem richtigen Tag lösen können. Ganz viel muss klappen, das wissen wir. Wir müssen über 60 Minuten stabil sein und die Energie auf höchstem Niveau behalten. Wenn wir das hinbekommen, haben wir eine gute Chance, Magdeburg zu schlagen und das wäre natürlich sehr schön in Köln.“
Geschäftsführer Bob Hanning: „Ich finde es gut, dass wir das Halbfinale gegen den SCM haben, das ist ein guter Start in das Turnier, besser als ein deutsches Finale. Die Spieler sind hochfokussiert. Man hat das schon im Flensburg Spiel gesehen, da war einiges noch mit Spaß überragend gespielt und ich glaube, das wenn der Ernst noch dazukommt, dass wir das Wochenende dann positiv gestalten können. So ein Wochenende kann in viele Richtungen gehen, da ist es nicht die beste Mannschaft, die gewinnt, sondern die, die in den 48 Stunden die beste Leistung zeigt. Und dass wir das Potenzial haben, die Champions League zu gewinnen, ist außer jeder Frage. Trotzdem ist es nicht selbstverständlich. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, was den Umgang in der Mannschaft angeht, was die Führung meines Trainers angeht.“