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02.07.2026|Jugend|HBL

Füchse wieder bester Ausbilder der HBL

Während die Füchse Berlin ihren Titel als „Meister“ in der Opel HBL-Ausbildungstabelle zum zweiten Mal verteidigen, weil sie zu großen Teilen auf eigens ausgebildete Talente setzen, hat auch der Kooperationspartner 1. VfL Potsdam erneut ein tolles Ergebnis erzielt.

Matthes Langhoff ist einer von vielen U23-Spielern, die bei den Füchse-Profis spielen und in Berlin ausgebildet wurden.
© Bildnachweis: Köppen

Die HBL GmbH hat die ordentliche Mitgliederversammlung des HBL e. V. in Köln genutzt, um den Bundesligisten die Abschlusstabelle des HBL-Ausbildungsbonus vorzustellen. Grund zur Freude gab es wegen der sehr positiven Entwicklung des finanziellen Volumens des „Fonds“, der zu 100 Prozent den Clubs beider Profiligen zusätzlich zugutekommt. Waren es im zweiten von insgesamt drei Jahren des Ausbildungsbonus immerhin bereits insgesamt 800.000 Euro, konnte die HBL in diesem Jahr pro Bundesliga die Rekordsumme von jeweils 450.000 Euro zur Verfügung stellen.

Die HBL honoriert anhand eines Punktesystems Clubs in Abstufungen für die erfolgreiche lokale Ausbildung von Nachwuchshandballern. Ein wichtiges Kriterium ist dabei die aktive Einsatzzeit von U23-Spielern in den Profiteams der „stärksten Liga der Welt“ und 2. HBL, die für die angehenden Handballprofis und Leistungsträger die beste Schule sind.

Kontinuität an der Spitze: Ausbildungs-Meister bleiben die Füchse Berlin mit 16.535 Punkten in der Opel Handball-Bundesliga, in Euro umgerechnet sind das etwa 75.000 Euro. Zum dritten Mal wird der Ausbildungsbonus ausgeschüttet, zum dritten Mal steht der amtierende Pokalsieger ganz oben. Der TSV Bayer Dormagen ist Dominator bei der Nachwuchsentwicklung in der 2. HBL. Dort belegt der 1. VfL Potsdam mit sehr guten 14.504 Punkten den zweiten Platz vor dem abermals drittplatzierten TuSEM Essen (11.984 Punkte). In der Opel HBL folgen auf die Füchse Berlin die TSV Hannover-Burgdorf (8.984 Punkte) auf Rang zwei und die diesjährig drittplatzierten Rhein-Neckar Löwen (8.697 Punkte).

Frank Bohmann, Geschäftsführer der HBL GmbH: „Dieses Ergebnis ist ein wichtiger Bestandteil unserer Rekordsaison. Ich freue mich sehr darüber, dass die Entwicklung von Nachwuchshandballern bei den Bundesligisten eine wachsende Bedeutung hat. Wer hier Personal und Know-how entwickelt, investiert in die Zukunft der gesamten Wertschöpfungskette des Handballs. Vom Spieler, über den Club, die Nationalteams, bis ins Medienprodukt.“

Bob Hanning, Geschäftsführer der Füchse Berlin: „Platz eins im Ausbildungs-Ranking der HBL zu verteidigen, freut uns. Beim Anspruch, den die Füchse Berlin im Grundsatz haben, ist das eigentlich Besondere jedoch, gemeinsam mit dem 1. VfL Potsdam gemeinsam fast 130.000 Euro zu bekommen. Das zeigt, wie gut der Weg ist, den wir zusammen im Thema Nachwuchsarbeit gehen. Es ist nicht das Geld, was mich glücklich macht, sondern meine Spieler spielen zu sehen – und das nicht nur in Berlin und Potsdam.“

Paul Drux, Mitglied der Füchse-Geschäftsführung: „Dass die Jugendarbeit bei den Füchsen inklusive Übergang zu den Profis herausragend ist, habe ich selbst erfahren dürfen. Es ist schön, dass im Konstrukt mit den Potsdamern eine solche Förderung nicht nur möglich ist, sondern auch seine Früchte trägt. Neben den sportlichen Erfolgen ist die Auszeichnung der HBL eine tolle Wertschätzung. Dass die stärkste Liga der Welt so stark auf die Nachwuchsarbeit in den Clubs setzt, ist ein starkes Zeichen und wir freuen uns, mit beiden Vereinen kontinuierlich an der Spitze zu stehen.“

Transparentes Punktesystem als Grundlage der Bewertung: Die Vergabe des Ausbildungsbonus basiert auf einem definierten, zweistufigen Punktesystem. Kategorie 1 erfasst die tatsächlich absolvierte Spielzeit lokal ausgebildeter U23-Spieler im Ligabetrieb der Saison 2025/26: Pro angefangene Spielminute erhält der Club einen Punkt. In der zweiten Kategorie fließen Punkte anteilig auch an frühere Ausbildungsclubs, gewichtet mit einem Erfolgsfaktor, der Tabellenplatz und DHB-Kaderstatus des jeweiligen Spielers berücksichtigt. Die Einbindung des DHB-Nationalmannschaftssystems als Qualitätsmerkmal macht den Bonus dabei zu mehr als einem reinen Spielzeitindikator: Er misst die Güte der Ausbildung, nicht nur ihre Quantität.

Mattes Rogowski, HBL-Geschäftsleitung Sport und Lizenzen: „Der Ausbildungsbonus ist wichtiger Bestandteil und zunehmend Anreiz für das Bekenntnis der Liga zur nachhaltigen Nachwuchsentwicklung. Wer jungen Spielern systematisch Spielzeit gibt und sie konsequent fördert, schafft die Grundlage dafür, dass aus Talenten Bundesliga- und Nationalspieler werden. Das ist an sich bereits ein sehr hoher Wert für uns alle und wir sind sehr froh, dass wir mit der diesjährigen Rekordsumme von 900.000 Euro einen attraktiven Anreiz bieten können.”

Finanzielles Fundament ist die „Move Your Sport"-Initiative: Von jedem Dyn-Abonnement kommen 10 Prozent der Nachwuchsentwicklung zugute. Der Kunde muss dazu lediglich beim Abschluss ein Häkchen setzen – der Preis des Abos bleibt gleich. Diese Mittel, die sich bei der HBL mittlerweile auf zusätzliche 900.000 Euro belaufen, investiert die HBL GmbH zweckgebunden in die Nachwuchsförderung. Im vergangenen Jahr waren 800.000 Euro solidarisch zwischen den beiden Ligen aufgeteilt worden. Die Bundesligisten sind angehalten, die Mittel in ihre Nachwuchsarbeit zu reinvestieren, etwa in die Beschäftigung und Ausbildung von Nachwuchstrainerinnen und -trainern. Die Initiative gilt auch für die anderen Dyn-Sportarten. Informationen unter www.moveyour.sport.

Ausbildungsbonus als Teil eines umfassenden Nachwuchskonzepts: Der HBL-Ausbildungsbonus ergänzt weitere etablierte Förderinstrumente der HBL GmbH, darunter das Jugendzertifikat, das seit 2007 jährlich an Clubs mit vorbildlicher Nachwuchsarbeit vergeben wird, sowie die individuellen Auszeichnungen für den Nachwuchsspieler und die Nachwuchstrainerin bzw. den Nachwuchstrainer der Saison. Gemeinsam bilden diese Bausteine ein System, das Qualität in der Ausbildung sichtbar und vergleichbar macht und gezielt honoriert.

© Bildnachweis: HBL



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