Lade Daten...
Logo Füchse BerlinLogo Füchse Berlin
Füchse Berlin live und auf Abruf bei Dyn
13.10.2026|Information|pst

Danke für 20 Jahre, Doci!

20 Jahre lang war Dr. Jürgen Bentzin der Mannschaftsarzt der Füchse Berlin. Vor dem Heimspiel gegen Lemgo am Sonntag wurde er offiziell verabschiedet. Der Fuchsbau zollte ihm Tribut, im Gespräch erzählt er, warum die Arbeit bei den Handballern so faszinierend ist und wie es dazu kam.

Bob Hanning bedankte sich im fast ausverkauften Fuchsbau bei Dr. Jürgen Bentzin für 20 Jahre als Mannschaftsarzt.
© Bildnachweis: Hasper

„Jürgen, du warst wirklich immer für unsere Spieler da. Und nicht nur das: Auch für alle Jugenden und auch die Familien unserer Jungs“, sagte Bob Hanning am Sonntag in der fast ausverkauften Max-Schmeling-Halle kurz vor dem Spielbeginn der HBL-Partie gegen Lemgo. „Vor fast 9000 Zuschauern ist es würdig, dir ein riesiges Dankeschön auszusprechen.“ Präsente, eine Umarmung Hannings und das Abklatschen mit allen Spielern rundeten den Abschied von Jürgen Bentzin ab, der 20 Jahre lang als Mannschaftsarzt der Füchse Berlin tätig war.

In der Saison 2006/07 begann er seine Aufgabe bei den Füchsen. Hanning und der damalige Trainer Jörn-Uwe Lommel hatten Bentzin gefragt, ob er sich das vorstellen könne. „Ich hätte fast den ersten Austausch versäumt. Es war Fußball-WM 2006 und ich auf der Fanmeile als mich Bob anrief und fragte: ‚Wo bist du denn?‘“, verrät der Sportmediziner heute. „Der Treffpunkt war eine Kneipe in der Nähe meiner Praxis, dann bin ich schnell dorthin zurück. Bob und Jörn-Uwe haben mir die Perspektive gezeigt bei den Füchsen, das Programm.“ Und das hat den Mann überzeugt, der zuvor schon 20 Jahre im Eishockey, Fußball und Hockey als Teamarzt im Einsatz war. „Ich war frei, hatte die Zulassungen der Berufsgenossenschaften, also wollte ich es machen“, sagt Bentzin.

Für ihn war es faszinierend, mit Weltklasse-Handballern zu arbeiten. Es sei etwas anderes als der normale Alltag in seiner Praxis am Rüdesheimer Platz. „Es war eine Ehre und eine Faszination, mit ihnen zusammenzuarbeiten“, dabei hat er auch die Nachwuchsathleten aus Füchse Town stetig betreut, manche Akteure ihre gesamte Karriere über begleitet. So beispielsweise auch Paul Drux, der mit 17 Jahren zum ersten Mal bei „Doci“ aufkreuzte wegen einer Verletzung am Knie, und auch vor zwei Jahren beim vorzeitigen Ende seiner Laufbahn kam Drux zu Bentzin. „Du brauchst das Vertrauen des Spielers, das ist das Allerwichtigste“, erklärt er und freut sich, Jungfüchse wie Fabian Wiede zu Nationalspielern reifen gesehen zu haben. Immer nah an der Mannschaft lässt er Revue passieren: „Das faszinierendste Erlebnis war ganz sicher 2014 der erste Pokalsieg in Hamburg. Das war das Highlight und das werde ich nie vergessen, diese Stimmung.“ Auch die Deutsche Meisterschaft 2025 sowie die Teilnahme an der EHF Champions League sind für ihn ebenso besondere Highlights in seinen 20 Jahren bei den Füchsen.

Auf sportmedizinischer Ebene hat Bentzin einiges an Entwicklung mitgemacht. War es 2006 nur ein Physiotherapeut, käme man heute gar nicht damit zurecht. „Mittlerweile ist es so professionalisiert worden. Heute weiß man, wie wichtig Rehabilitation und Prävention sind und geht da professionell an die Sache heran. Das hat sich enorm entwickelt“, sagt er und lobt den Reha-Trainer Carsten Köhrbrück sowie das Netzwerk, welches die Berliner mittlerweile aufgebaut haben.

Auch in Zukunft wird Dr. Jürgen Bentzin bei den Heimspielen im Fuchsbau zu Gast sein. Dann aber eben nicht mehr ganz so nah an der Mannschaft dran. „Ich freue mich riesig darauf, weiterhin in den Fuchsbau zu kommen, eben ein paar Reihen weiter hinten“, scherzt er. Immer war auch die Betreuung der gegnerischen Teams seine Aufgabe, nun hat dies offiziell Dr. Sebastian Bierke übernommen. Er ist mittlerweile nicht nur der Nachfolger in Bentzins Praxis, sondern der neue Mannschaftsarzt der Füchse Berlin. Unterstützt wird er dabei von Dr. Mats Bentzin. Der Sohn des Original-„Docis“ hatte bereits in den vergangenen Jahren reingeschnuppert und von Papa gelernt. „Das liegt in guten Händen“, resümiert der Arzt, dem die Füchse für 20 Jahre danken.




Weitere News

13.10.2026|Information|pst

Danke für 20 Jahre, Doci!

20 Jahre lang war Dr. Jürgen Bentzin der Mannschaftsarzt der Füchse Berlin. Vor dem Heimspiel gegen Lemgo am Sonntag wurde er offiziell verabschiedet. Der Fuchsbau zollte ihm Tribut, im Gespräch erzählt er, warum die Arbeit bei den Handballern so faszinierend ist und wie es dazu kam.

11.10.2026|Spielbericht|pst

Zu viele Gegentore bei Heimpleite gegen Lemgo

Die beiden vergangenen Niederlagen zuhause in der Opel Handball-Bundesliga mussten die Füchse Berlin gegen den TBV Lemgo Lippe hinnehmen. An diesem Sonntag war es ein 36:37 (19:17), bei welchem die Defensivleistung nicht stimmte, ein Offensivakteur konnte aber immerhin eine persönliche ...

11.10.2026|Information|BEW/pst

Gemeinsam für Berlin: BEW und Füchse verlängern Partnerschaft bis 2030

Die BEW Berliner Energie und Wärme GmbH und die Füchse Berlin verlängern ihre 2025 gestartete Partnerschaft um drei weitere Spielzeiten. Der neue Vertrag gilt vom 1. Juli 2027 bis zum 30. Juni 2030. Im Mittelpunkt der weiteren Zusammenarbeit stehen das Engagement für Berlin, die Wärmewende und ...

09.10.2026|Vorbericht|pg

Fuchs Simak empfängt seinen Ex-Club

Auf die Füchse Berlin wartet das dritte Heimspiel in der Opel Handball-Bundesliga. Dabei empfangen die Männer um Trainer Nicolej Krickau ein Team, welches sie noch bestens aus der vergangenen Spielzeit kennen. Im Rahmen des 8. Spieltags gastiert am Sonntag, 11. Oktober, ab 18 Uhr der TBV Lemgo ...

08.10.2026|Spielbericht|pst

Gidsel stellt bei 40-Tore-Spektakel CL-Rekord ein

17 Treffer in einem einzigen Spiel der EHF Champions League – das ist zuvor nur einem anderen Spieler gelungen. Am heutigen Donnerstagabend überragte Mathias Gidsel bei den Füchsen Berlin mit dieser Ausbeute, welche am 3. Spieltag der Königsklassen-Gruppenphase in einem 40:32 (20:17) gegen den ...