„Finale wir kommen“, lautete das Motto bei den Jungfüchsen an diesem Samstagmittag. Die U18-Truppe der Füchse Berlin darf nämlich am morgigen Sonntag, 14. Juni, in der großen Lanxess Arena im Finale der EHF Youth Club Trophy gegen GOG antreten. Ein Highlight, das sich beide Mannschaften redlich erarbeitet haben. Die Vorjahressieger aus Dänemark schalteten am Morgen Barcelona aus, wenig später besiegten die deutschen Hauptstädter das Team der Veszprém Handball Academy mit 35:27 (19:14). Bester Werfer war einmal mehr Ausnahmetalent Leo Nowak, der das Netz zwölfmal hatte zappeln lassen.
Zwischen den Pfosten glänzte indes auch Matteo Agostinelli, mit zwölf Paraden wurde er immer wieder der Spielverderber für die ungarischen Angreifer. Auch Ole Krake war achtmal zur Stelle, während auf dem Spielfeld Malte Lorz (sechs Tore), Joscha Gehann (fünf) und Gustav Salokat (vier) ebenfalls in Trefferlaune waren. Über eine gute Abwehrarbeit gelang der Grundstein, noch vor dem Seitenwechsel setzten sich die Jungfüchse allmählich ab. Der überragende Start aus der Kabine heraus brachte das Team von Trainer Bob Hanning endgültig auf die Siegerstraße.
So liefen die 60 Minuten in Dormagen
Nachdem die Jungfüchse den ersten Angriff ohne Erfolg gestalteten, konnte auch Veszprém kein Profit daraus schlagen. Deshalb konnten die Berliner sogar mit 2:0 davonziehen, Leo Nowak und Gustav Salokat netzten für das Team von Trainer Bob Hanning ein. Als sich die Ungarn dann auf die Anzeigetafel brachten, konnte die deutsche U18-Auswahl dagegenhalten, unter anderem mit einem Treffer von Philipp Anastassiadis. Nachdem der italienische Füchse-Torhüter Matteo Agostinelli mit mehreren Paraden für Entlastung sorgte, stellte Leo Tautenhahn nach einem Gegenstoß auf 9:6 (17.). Mit seinem bereits fünften Treffer machte Nowak kurz darauf die Zehn voll.
Als Veszprém auf Minus eins verkürzte, nahm Hanning eine Auszeit, welche kurz darauf Malte Lorz veredelte und zum 11:9 traf (20.), Nowak erhöhte direkt auf Plus drei. Auch Jugend-Nationalspieler Dominik Barth trug sich in die Torschützenliste ein, während sich die Jungfüchse allmählich ein wenig absetzen konnten. Mit der Halbzeitsirene netzte derweil noch einmal Nowak zum 19:14 ein. Nach dem Seitenwechsel war es Salokat, der den ersten Treffer platzierte und die Führung für die Berliner erhöhte, Joscha Gehann erzielte sogar das 21:14 (34.). Spätestens Nowaks Treffer zum 22:14 (35.) machte den super Start der Jungfüchse in Durchgang zwei perfekt, auch wenn Keeper Agostinelli kurz darauf mit seinem Torversuch scheiterte.
Dafür konnte er weiter mit vielen Paraden glänzen und hielt so den Puffer auf Veszprém konstant auf einem hohen Niveau. Malte Lorz stellte zwischenzeitlich auf 25:17 (41.), es sah gut aus für die Truppe aus der Hauptstadt, mit seinem elften Tor erhöhte Nowak noch einmal auf Plus neun. Die Berliner Teenager ließen nicht locker und spielten die Partie mit Blick auf die Bedeutung des Sieges mit Bedacht und voller Konzentration zu Ende. Einige Spieler konnten sich wieder als Torjäger im TSV Bayer Sportcenter feiern lassen, sodass am Ende schließlich das 35:27 den Einzug in das Finale bedeutete. Dieses steigt am morgigen Sonntag, 14. Juni, ab 11.30 Uhr in der großen Lanxess Arena. Gegner ist dann GOG, das über Barça siegreich war. DYN überträgt die Partie wieder live.
Stimme und Statistik
Trainer Bob Hanning: „Das war die beste erste Halbzeit, die ich in den letzten vier Jahren gesehen habe. Es war sehr nahe an dem dran, was unser goldener Jahrgang gespielt hat, in Form von Dynamik, Körperlichkeit und Willen. Da kann ich der Mannschaft nur den größten Respekt zollen. Ich bin sehr glücklich. In der zweiten Halbzeit hatten wir frühzeitig die Möglichkeit zu wechseln. Wir hatten außerdem eine Torhütersituation, die ich in meinem Leben nicht so oft erlebe. Matteo mit 47 Prozent und Ole mit 50 Prozent, das war wirklich herausragend.“
Füchse Berlin: Krake (8 Paraden), Agostinelli (12 ), Wiegran; Tautenhahn (2), Nowak (12), Schmidt, Lorz (6), Anastassiadis (2), Körber, Knust, Salokat (4), Gehann (5), Brodier, Barth (2), Leyendecker (1), Witt (1).
Veszprém Handball Academy: Szentner (13 Paraden), Bai (1); Szabó (1), Iváncsik (3), Sterbik (4), Fehér, Vers (4), Körösi (4), Kiss, Gulyás (4), Bóna, Tóth (1), Schmidt, Hranóczi, Harmat (1), Juhász-Tóth (5).