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14.05.2026|Jugend|pst

U17 der Füchse ist Deutscher Meister

Die B-Jugend aus Berlin hat sich im Rückspiel des Finales beim THW Kiel mit 36:31 (19:15) durchgesetzt und damit den nationalen Titel in ihrer Altersklasse errungen. In einer hochklassigen Partie konnten die Jungfüchse bereits in Halbzeit eins Oberwasser gewinnen und am Ende die Trophäe in die Höhe recken.

Hier war der Jubel groß: Die Füchse Berlin haben sich den Titel des Deutschen U17-Meisters ergattert.
© Bildnachweis: Hundt

An diesem Donnerstag, 14. Mai, haben die Füchse Berlin die 18. Deutsche Jugendmeisterschaft bejubelt, die neunte in der Altersklasse U17. Der Feiertag konnte nach 60 intensiven Minuten also wörtlich genommen werden bei der B-Jugend des Hauptstadt-Clubs, zudem waren mehr als 250 Anhänger mitgereist und sorgten gemeinsam mit dem Heim-Publikum für eine tolle Atmosphäre. Kapitän Sebastian Blasek bekam die Trophäe und den Meisterwimpel überreicht und feierte daraufhin mit seinen medaillendekorierten Mitspielern den Coup in der Edgar-Meschkat-Halle in Altenholz. Dort war der Siebenmeterschütze mit zwölf Toren im Final-Rückspiel auch der beste Werfer, als die Jungfüchse die Altersgenossen des THW Kiel mit 36:31 (19:15) besiegten.

Das Hinspiel am vergangenen Samstag im Berliner Horst-Korber-Sportzentrum ging noch 36:36 unentschieden aus, sodass die Ausgangslage sehr simpel zu berechnen war an diesem Donnerstagnachmittag. Mit großer Offensivpower vor allem in der ersten Halbzeit und mit einer stets kämpferischen Abwehrleistung gelang der Titelgewinn. Torhüter Matteo Agostinelli hatte mit 13 Paraden ebenfalls großen Anteil. In der Vorsaison verpasste die Berliner U17 die Meisterschaft vergleichsweise klar, schied im Viertelfinale aus, nach 2024 durfte aber endlich wieder gefeiert werden. Das Team von Trainer Anian Eckardt hat es einmal mehr über die mannschaftliche Geschlossenheit gelöst und darf nun auf eine überragende Saison die Krone aufsetzen. In allen 26 Partien dieser Spielzeit gingen sie nie als Verlierer von der Platte, das einzige Remis gab es im Hinspiel gegen die Zebras.

So lief das Final-Rückspiel der U17

Erst nach gut zwei Minuten fiel der erste Treffer der Partie. Malte Lorz war per Siebenmeter für die Füchse Berlin erfolgreich, doch die Kontrahenten des THW Kiel konnten ebenfalls die passenden Antworten finden. Nach etwa zehn Minuten bekamen die gastgebenden Zebras in der Edgar-Meschkat-Halle einen Knick, was an der starken Abwehrarbeit der Gäste aus der Hauptstädter lag. Unter anderem durch einen Block von Jugendnationalspieler Dominik Barth und Paraden des italienischen Torhüters Matteo Agostinelli zogen die Jungfüchse bis auf 9:3 davon. In jener 12. Minute nahm der THW-Coach Hendrik Hell die erste Auszeit, Berlins Trainer Anian Eckardt dürfte zufrieden gewesen sein. Trotz einer nicht immer souveränen Phase konnten seine Schützlinge die komfortable Führung weitestgehend verteidigen und schließlich mit einem 19:15 in die Kabine gehen.

Die Kieler fanden oft keine regelkonformen Mittel gegen die Berliner Offensive, deshalb kam Siebenmeterschütze Lorz bereits im ersten Durchgang auf acht Tore, fünf davon vom Strich. Nach dem Seitenwechsel war es Sebastian Blasek mit dem 20. Tor für den Hauptstadt-Club. Infolgedessen zeigte sich, dass der THW-Nachwuchs dieses Endspiel nicht herschenken wollte und alles reinwarf. Doch die Mannen um Abwehrchef Maxime Brodier blieben cool. Nach Agostinellis nächster Tat vollendete Marvin Knust etwa eine Viertelstunde vor dem Spielende zum 26:20. Ungenauigkeiten führten daraufhin allerdings dazu, dass es die Jungfüchse noch einmal spannend machten. Die Zebras kamen auf drei Tore heran (50.). Lange blieb es dann auch bei diesem Abstand, doch weil Agsotinelli wieder zur Stelle war, erhöhte der Mann des Tages, Kapitän Lorz, vier Minuten vor der Schlusssirene auf 33:28. Beim Ertönen jener war es ein 36:31 für die Berliner, für die es dann kein Halten mehr gab!

Stimmen und Statistiken

Geschäftsführer Bob Hanning: „Es waren tolle Resultate der A- und B-Jugend-Mannschaften des THW Kiel gegen die Füchse Berlin. Absoluten Respekt für den THW Kiel, nun aber mit einem verdienten Deutschen Meistertitel für die Füchse Berlin. Das war eine überragende erste Halbzeit mit tollem Tempo und einer starken Abwehr. Beides hat dazu geführt, das Spiel über 60 Minuten zu kontrollieren. Die Mannschaft hat dem THW Kiel und der vollen Halle nicht das Gefühl gegeben, das Spiel noch einmal drehen zu können. Danke auch an unsere mehr als 250 Fans, die für Stimmengleichheit haben sorgen können.“

Trainer Anian Eckardt: „Wir sind überglücklich und mega stolz auf die Jungs, wie sie diesem Druck standgehalten haben. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir mit dem Start eine überragende Mentalitätsleistung hingelegt. Da hat man gesehen, wie reif und klar im Kopf die Jungs sind. Auch handballerisch waren wir über 60 Minuten das bessere Team. Dominik Barth und Maxime Brodier haben einen überragenden Innenblock gestellt, Matteo Agostinelli hatte wichtige Paraden und vorne lösen wir es über das Kollektiv extrem gut. Alle konnten ihre Akzente setzen, das war eine unfassbare Mannschaftsleistung. Und jetzt werden wir den Meistertitel gebührend feiern.“

Füchse Berlin: Agostinelli (13 Paraden), Wiegran; Barth (3), Lorz (12/8), Fröhlich, Anastassiadis (1), Körber (3), Leyendecker, Knust (4), Wilke (3), Salokat, Gehann (2), Brodier (4), Blasek (4), Perschke, Witt.




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