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14.06.2026|Jugend|pst

Stolz auf Platz zwei in Europas Jugend

Für die Jungfüchse endet eine lange Saison mit einem Highlight, doch das Happy End ist ausgeblieben. Trotzdem können die Berliner mit erhobenem Haupte in die Sommerpause gehen, denn es war eine starke Spielzeit, bei der das Finale der EHF Youth Club Trophy gegen GOG mit 26:32 (9:15) verloren ging.

Die Jungfüchse haben das Finale der EHF Youth Club Trophy verloren.
© Bildnachweis: Göres

Wie so oft waren es am Ende Kleinigkeiten, die über Sieg und Niederlage entschieden haben. An diesem Sonntagvormittag sollte es nicht sein für die U18-Auswahl der Füchse Berlin, das Finale der EHF Youth Club Trophy haben sie mit 26:32 (9:15) verloren, dies aber gegen eine starke Truppe aus Dänemark. GOG hatte bereits im Vorjahr die Erstausgabe der Jugend-Königsklasse gewonnen. Das Event war für die Nachwuchshandballer dennoch ein unvergessliches Erlebnis, spielten sie doch in der großen Lanxess Arena, in der bei verringerter Kapazität der Ansturm auf die Tickets groß war. Fast 800 Fans hatten bei den Füchsen Karten angefragt.

In der Anfangsphase fand das Team von Trainer und Geschäftsführer Bob Hanning gut in die Partie, doch vor dem Seitenwechsel erwischte die Mannschaft aus der Hauptstadt mit 14 torlosen Minuten eine rabenschwarze Phase, GOG entwischte. Im zweiten Spielabschnitt gaben die Jungfüchse nie auf und waren immer wieder in Situationen, das Momentum kippen zu können. Doch schlussendlich gelang der Turnaround nicht mehr. Leo Nowak war indes wieder einmal der beste Werfer, im Finale netzte er neunmal ein. Mit zehn Paraden bekam auch Torhüter Matteo Agostinelli immer wieder seinen Körper zwischen Ball und Tornetz.

Die 60 Minuten im Finale der EHF Youth Club Trophy

Das erste Ausrufezeichen für die Füchse Berlin zeigte Joscha Gehann, der einen Pass der GOG-Offensive abfing. Weil der erste Angriff der Deutschen aber ebenfalls nicht von Erfolg geprägt war, traf nach einem dänischen Tor Leo Nowak erstmals für sein Team. Der Kapitän sah dann auch früh die erste Parade seines Keepers Matteo Agostinelli, der die Jungfüchse in einer ausbaufähigen Anfangsphase im Spiel hielt. Aus Minus zwei machten nämlich Nowak und Maxime Brodier ein 3:3 (7.). Leo Tautenhahn sorgte nach einer Viertelstunde für den erneuten Ausgleich – 8:8. Trotz mehreren Agostinelli-Paraden konnten sich die Hauptstädter allerdings nicht von den Jungs aus Gudme absetzen, trafen selbst nicht. Stattdessen zog GOG auf vier Tore davon.

Weil es weiterhin nicht mit guten Abschlüssen funktionierte, blieben die Jungfüchse 14 Minuten ohne eigenen Treffer. In einem kampfbetonten Spiel war es schwer, gegen die GOG-Abwehr durchzukommen. Nowak war es kurz vor der Pause, der den Bann durchbrach, trotzdem ging es mit einer 9:15-Hypothek in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel drehte vor allem der Rückraum-Linke Marvin Knust auf, Nic Körber verkürzte auf 14:18 (37.). Nowak legte im Tempogegenstoß nach, nachdem Agostinelli einmal mehr zur Stelle war. Trotz des Rückstands gaben sich die Schützlinge von Trainer Bob Hanning nie auf und schnupperten weiter am Comeback.

Tautenhahn eröffnete mit einer schönen und schnellen Bewegung die Crunchtime, in der die Berliner weiter alles gaben, jedoch nicht entscheidend herankamen. Gehann, Nowak und Co. trugen sich zwar noch einmal in die Torschützenliste ein, aber GOG konnte den Abstand konstant komfortabel halten. Auch Dominik Barth setzte sich stark durch zum 22:25 (51.). Bei Minus drei, zwei roten Karten für die Dänen und noch neun Minuten zu spielen keimte neue Hoffnung auf. Allerdings fehlte am Ende der letzte Punch, sodass es eine 26:23-Finalniederlage wurde.

Stimme und Statistik

Trainer Bob Hanning: „Die Niederlage war am Ende verdient, GOG hat das wirklich gut gemacht. Außerdem hatten sie den Vorteil, dass sie bereits im vergangenen Jahr dies große Bühne erlebt haben. Bis zum 8:8 war es von uns wirklich in Ordnung, die Phase bis zur Halbzeit hat uns aber gebrochen. Da wir das leere Tor mehrmals nicht getroffen haben, konnten wir das Momentum nicht auf unsere Seite ziehen. Trotzdem ist das ein toller Erfolg und wir kommen im nächsten Jahr wieder.“

Füchse Berlin: Krake (1 Parade), Agostinelli (10), Wiegran; Tautenhahn (5), Nowak (9/1), Schmidt, Lorz, Anastassiadis, Körber (3), Knust (3), Salokat, Gehann (2), Brodier (1), Barth (2), Leyendecker (1), Witt.

GOG: Underbjerg (2 Paraden), Krusenst Jerna-Hafstrøm (13); Bak (12/3), Jacobsen (1), Laursen (2), Morgensen, Larsen (2), Christensen (4), Andersen, Rasmussen, Hedberg (5), Knudsen (4), Larsen, Kristensen (2).




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