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18.06.2026|Jugend|pg

Jungfüchse blicken auf eine erfolgreiche Saison zurück

Nicht nur die Profis der Füchse Berlin genießen ihre wohlverdiente Sommerpause, sondern auch die Nachwuchsakteure des Hauptstadt-Clubs befinden sich in der pflichtspielfreien Zeit. Von der U23 bis hin zur D-Jugend haben alle Mannschaften ihre Fußabdrücke in der Saison 2025/26 hinterlassen. Dabei können die Teams unterschiedliche Erfolge aufweisen.

Viele Meisterjungs der B-Jugend liefen auch im Endspiel der EHF Youth Club Trophy auf.
© Bildnachweis: Göres

Eine Spielzeit 2025/26 mit einer großen Anzahl an positiven Ergebnissen auf dem Konto absolvierte die zweite Mannschaft der Füchse Berlin. Unter Trainer Per Kohnagel, der mitten in der Saison das Team übernommen hatte, als der vorherige Coach Kenji Hövels seinen nächsten Karriereschritt ging und zu TuSEM Essen wechselte, belegte die U23 der Hauptstädter Rang drei, konnte sich vorher sogar in der 3. Liga Nord-Ost die Herbstmeisterschaft sichern. Dies ist gleichbedeutend das beste Endergebnis einer zweiten Herrenmannschaft in der Vereinsgeschichte der Berliner. In diesem Fall sticht Jan Grüner heraus. Der Linksaußen der Berliner, der außerdem für den 1. VfL Potsdam in der 2. Bundesliga zum Einsatz kam, netzte den Ball insgesamt 167-mal in das gegnerische Gehäuse ein. Dabei zeigte er sich auch vom Siebenmeterstrich erfolgreich, von welchem der Linksaußen in 45 Fällen den Torhüter überwinden konnte. Auch Lauro Pichiri ist zu erwähnen. Der Rückraum-Linke war als Kapitän von FUX2 in das Spieljahr gestartet, wurde dann jedoch im Laufe der Saison Teil der Profimannschaft.

Der bereits angesprochene Kooperationsverein aus Potsdam erreichte in der 2. Handball-Bundesliga einen guten 4. Platz in der Abschlusstabelle. Dazu beigetragen haben einige Akteure aus der Füchse-Akademie, unter anderem Frederik Höler, William Reichardt, Max Günther und Tim Schröder. Alle vier Athleten standen während der Saison zwischenzeitlich ebenfalls im Kader der Profimannschaft der Berliner. Im Team von Emir Kurtagic und Co-Trainer Marko Kopljar, welcher sieben Jahre lang das grüne Trikot trug, präsentierten sich die vier Athleten als elementare Leistungsträger.

Bis in das Halbfinale der Deutschen Meisterschaft schaffte es die A-Jugend. Nach zwei deutlichen Triumphen gegen die Vertretung des TSV Bayer Dormagen im Viertelfinale, endete die Reise der U19-Auswahl nach zwei umkämpften Partien gegen den THW Kiel. Bevor das Team von Geschäftsführer Bob Hanning, der wiederum im Laufe der Spielzeit den eigentlichen Coach Kohnagel ersetzte, in die K.o.-Runde startete, beendeten die Jungfüchse die Ligaphase mit 28:8 Punkten auf dem zweiten Rang, einen Zähler hinter der TSV Burgdorf sowie punktgleich mit dem SC Magdeburg und den Zebras. Herausstechender Torschütze: Leo Nowak. Der Spieler auf Rückraum Links überwindete den gegnerischen Torhüter in 22 Spielen insgesamt 262-mal. Während der Ligaphase hatte Nowak einen Vorsprung von 65 Toren auf den Zweitplatzierten. Im Durchschnitt erzielte der Torgarant rund elf Tore pro Begegnung.

Die Trophäe der Deutschen Jugend-Meisterschaft in die Höhe strecken durfte indes die U17 des Hauptstadt-Clubs. Nach einer makellosen Vor- sowie Meisterrunde, in welcher die Berliner beide Male ohne Punktverlust den Platz an der Sonne vor den Adlern aus Potsdam einnahmen, konnten die Drittältesten auch ihre K.o.-Duelle am Ende allesamt für sich entscheiden. Dadurch, dass die Hürden aus Friesenheim-Hochdorf und Essen im Viertel- sowie Halbfinale souverän gemeistert wurden, wartete in der Paarung zum Endspiel die Jugend der Kieler. Reichte es in eigener Halle zunächst nur für ein Unentschieden, wurde der Traum vom Titel im Rückspiel wahr. Vor fremden Rängen, aber gleichzeitig vor 250 Füchse-Fans, sorgte ein willensstarker 36:31-Auswärtserfolg dafür, dass nach einem Jahr Abstinenz sich der Meistertitel der U17 nun erneut in der Hauptstadt befindet. Hinzu kommt eine sensationelle Bilanz: Aus 26 Spielen konnte die Mannschaft von Trainer Anian Eckardt 25 Siege einfahren.

Einen sehr besonderen Auftritt erlebte ebenfalls der Mix aus der A- und B-Jugend. Die U18-Auswahl feierte die Silbermedaille bei der zweiten Ausgabe der EHF Youth Club Trophy. Unter Hanning konnten sich die Nachwuchsathleten mit zwei erfolgreichen Aufeinandertreffen zunächst im Qualifikations-Turnier im kroatischen Porec gegen den HC Zagreb sowie den HC Eurofarm Pelister durchsetzen. Das gebuchte Ticket für das Jugend-FINAL4 lösten die Jungfüchse direkt im Halbfinale gegen die Veszprém Handball Academy ein. Ein 35:27, das alle Erwartungen übertraf, bescherte den Finalauftritt in der größten Arena Deutschlands, der Kölner Lanxess Arena. Zwar mussten sich die Nachwuchshandballer gegen die Auswahl des dänischen Topvereins GOG geschlagen geben, trotzdem blickten die Finalteilnehmer stolz auf das Erreichte zurück.

Mit einem Lächeln kann auch die C- sowie die D-Jugend das Spieljahr Revue passieren lassen. Beide Teams krönten sich zum HVB-Pokalsieger. Außerdem konnten sich die D-Füchse in der Bestenermittlung der Nordostdeutschen Bundesländer den vierten Platz sichern. Die C-Jugendlichen konnten dieses Resultat noch überbieten – die Handballer des Trainergespanns Nick Poethke und Thomas Weber sicherten sich die Silbermedaille in der Bestenermittlung der NODM. Alle Mannschaften der Jungfüchse feierten in der Saison 2025/26 ihre Erfolge, sodass das Saisonfazit ähnlich wie bei den Profis mit einem positiven Blick gezogen wird.

Nachwuchskoordinator Anian Eckardt: „Wir können auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken – mit den Highlights des Deutschen Meistertitels in der B-Jugend sowie der Finalteilnahme in der EHF Youth Club Trophy. Das waren zwei sehr prägende und herausragende Ereignisse, wodurch wir sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene die Nachwuchsarbeit der Füchse Berlin präsentieren konnten. Unsere zweite Mannschaft hat eine phänomenale Hinrunde gespielt. Auch, dass viele Spieler den Weg in die 2. Bundesliga zum 1. VfL Potsdam gehen konnten, macht uns stolz. In der A-Jugend haben wir uns zwar etwas schwerer getan, dennoch konnten wir sehr gute Entwicklungstendenzen zeigen. In der U17 haben wir ungeschlagen in verschiedensten Konstellationen gespielt. Durch die Tatsache, dass viele Jungs schon in der U19 spielen durften, haben wiederrum viele jüngere Akteure Verantwortung übernehmen dürfen. Bei der C-Jugend mussten wir uns im Finale der NODM ersatzgeschwächt knapp dem SC Magdeburg geschlagen geben. In der D-Jugend ist das Ergebnis nur zweitrangig. Dort steht klar die individuelle Entwicklung im Vordergrund, sodass wir nun viele Jungs in die C-Jugend integrieren können.“




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