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01.08.2019|Jugend|tfo

Maxim Orlov hat nach dem EYOF die Meisterschaft und die Schul-WM im Blick

Drei Jungfüchse konnten beim European Youth Olympic Festival die Silbermedaille erringen. Einer von ihnen ist Neuzugang Maxim Orlov. Orlov kam von GWD Minden und ist sozusagen der Königstransfer der Jungfüchse, denn als Jugend-Nationalspieler und als Teil des Allstar-Teams des Deutschland-Cups bringt er eine Menge Qualität mit. In seinem ersten Jahr als Jungfuchs hat er natürlich ambitionierte Ziele und wird uns nun genaueres darüber berichten.

Jungfüchse-Neuzugang Maxim Orlov im DHB-Trikot
© Bildnachweis: Füchse

In der letzten Saison hast du noch mit der B-Jugend von GWD Minden gegen die Jungfüchse gespielt. Im Anschluss hast du dich dem Team aus Berlin angeschlossen. Was hat zu deiner Entscheidung geführt und wann war endgültig klar für dich, dass Berlin die beste Lösung für deine persönliche Entwicklung ist?

Maxim Orlov:
Die Entscheidung habe ich im letzten Jahr getroffen, weil ich die Entwicklung der einzelnen Jungfüchse meines Jahrgangs, wie zum Beispiel Nils Lichtlein oder Matthes Langhoff, genau beobachtet habe und zu dem Schluss gekommen bin, dass sich deren Fähigkeiten deutlich schneller entwickelt haben als meine eigenen. Das war dann auch der ausschlaggebende Punkt, der mich dann nach dem Achtelfinalspiel der Deutschen Meisterschaft dazu gebracht hat, mich für die Füchse zu entscheiden.

Bevor du in die Vorbereitung mit der A-Jugend starten konntest, nahmst du mit der deutschen U17-Nationalmannschaft am European Youth Olympic Festival in Baku teil. Wie lief das Turnier für dich persönlich und wie zufrieden bist du mit der errungenen Silbermedaille?

Maxim Orlov:
Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Turnier zufrieden. Wir sind gegen Aserbaidschan und Serbien gut gestartet, haben dann aber gegen Dänemark hoch verloren. Im Nachhinein denke ich, dass das dem Turnierverlauf aber förderlich war, da wir viel aus der Niederlage lernen konnten. Im Halbfinale trafen wir dann auf Frankreich. Das war ein Gegner den wir schon gut kannten, da wir schon ein paar Länderspiele gegeneinander hatten. In dem umkämpften Spiel konnten wir uns aber recht deutlich durchsetzen. Es ist natürlich bitter dann gegen Kroatien Gold so knapp zu verpassen. Wenn man aber mit ein bisschen Distanz darauf schaut, können wir die Silbermedaille als Erfolg werten. Persönlich habe ich mich in der Abwehr weiterentwickelt und konnte auch im Angriff meine Akzente setzen. Jetzt freue ich mich auf die Saison und die nächsten Maßnahmen mit dem DHB.

Nun bist du mittlerweile wieder in Berlin und hast dich dem Team der A-Jugend angeschlossen. Eine ereignisreiche Saison wartet auf dich. Was erhoffst du dir von den Füchsen und was denkst du, wie weit es für euch in der Meisterschaft gehen wird?

Maxim Orlov:
Ich freue mich sehr auf die Saison und auch darauf mit meinen neuen Teamkameraden zu spielen. Dem Moment, wenn ich das erste Mal das Füchse-Dress überziehen kann, fiebere ich auch schon entgegen. Ich hoffe natürlich, dass ich mich gut in der Mannschaft einlebe und meine Rolle etablieren kann. Somit möchte ich dem Team helfen und hoffe auch von den Stärken meiner Mitspieler zu lernen und unterstützt zu werden. Natürlich ist dann das große Ziel die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen. Ich finde aber, dass man sich Etappenziele setzen sollte und zunächst die Hinrunde im neuen System der A-Jugend-Bundesliga gut zu überstehen, um sich dann immer weiter zu verbessern und dann am Ende dem großen Ziel immer näher zu kommen. Schließlich spielen wir alle, um zu gewinnen.

2020 steht ein ganz besonderes Highlight an. In Belgrad wird die Schul-WM gespielt und du nimmst gemeinsam mit deinen Teamkollegen daran teil. Wie groß ist die Vorfreude auf das Turnier? Hast du dich bereits mit Mannschaftskollegen, wie zum Beispiel Nils Lichtlein, die an dem Turnier bereits teilnahmen, ausgetauscht?

Maxim Orlov:
Die Vorfreude ist riesengroß! Auch wenn ich jetzt das EYOF gespielt habe, ist eine WM nochmal was anderes. Mit meinem Team dann dort hinzufliegen ist etwas ganz Großes. Auch wenn es noch eine Weile hin ist, ist die Anspannung jetzt schon riesig. Der absolute Höhepunkt wäre dann natürlich der Titel. Dafür wird jeder aus dem Team alles geben. Ich habe mich in der Tat schon mit einigen Spielern unterhalten und habe gehört, dass die letzte Schul-WM in Katar ein sehr tolles Event war. Auch wenn man Ende im Finale verloren hat, hat jeder etwas Positives aus dem Turnier mitgenommen.

Zu guter Letzt die Frage nach deiner Zukunft. Wo siehst du dich selbst in fünf Jahren und was sind deine großen Karriereziele?

Maxim Orlov:
Man weiß im Sport ja nie, was auf einen zukommt, aber mein großes Ziel ist es dann mit 22 schon in der Bundesliga zu spielen und vor allem verletzungsfrei zu bleiben. Am besten natürlich bei den Füchsen! Außerhalb des Handballs strebe ich zunächst einen guten Abiturschnitt an. Anschließend möchte ich dann studieren und hoffe, dass ich Handball und Studium unter einen Hut bekomme.




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