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02.07.2023|Jugend|DHB/khe

U21 wird Weltmeister in Berlin

2009 in Kairo, 2011 in Thessaloniki - und nun 2023 in Berlin: Deutschland ist zum dritten Mal U21-Weltmeister. Am Sonntagabend enterte die DHB-Auswahl nach einem hochklassigen und intensiven WM-Finale das Siegerpodest. Die Spieler konnten es teilweise nicht fassen., dass der Traum vom Titel wahr wurde. Als der Abpfiff um exakt 19:26 Uhr ertönte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr: Fans und Spieler waren in Partylaune. Matchwinner beim 30:23 (14:11)-Finalsieg über Ungarn waren erneut Torwart David Späth und Elias Scholtes, der mit sechs Treffern das Spiel seines Lebens machte, sowie der unaufhaltsame Kreisläufer Justus Fischer mit ebenfalls sechs Treffern.

Titelgewinn bei der Heim-WM in Berlin
© Bildnachweis: Marco Wolf

Es war der dritte U21-WM-Titel für Martin Heuberger, der den Triumpf mit seinen Assistenten Carsten Lichtlein und Klaus-Dieter Petersen sichtlich genoss. Insgesamt hat Heuberger zum sechsten Mal eine DHB-Nachwuchsmannschaft zu einem Titel geführt, inklusive dreimal EM-Gold. Der Finaltriumpf war der achte Sieg im achten WM-Spiel und der 15. Erfolg im 15. Länderspiel des Jahres 2023. Ein Heimsieg war es auch für die ingesamt sechs Füchse-Spieler, deren langer Weg der Entwicklung durch Mentor Bob Hanning nun die Krönung fand. Nils Lichtlein, Matthes Langhoff, Max Beneke, Moritz Sauter, Tim Freihöfer und Lasse Ludwig durften sich von "ihrem Publikum" feiern lassen.

Vor 8235 Fans in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle neutralisierten sich beide Mannschaften lange Zeit vor der Pause, aber auf höchstem Niveau. Beste Spieler vor dem Seitenwechsel waren die Torhüter David Späth und der Ungar Kristof Palacsics. Weil dazu auch beide Defensiven stark waren, blieben die ersten 20 Minuten recht torarm. Ungarn war nur einmal, beim 5:4, in Führung, sonst lag die DHB-Auswahl vorne, die zuvor keines der letzten drei Duelle gegen die Magyaren gewinnen konnte.

Die individuell starken Ungarn, die wie Deutschland alle sieben vorherigen Partien gewonnen hatten, waren der mit Abstand beste WM-Gegner der deutschen Mannschaft. Aber die DHB-Auswahl setzte wieder einmal auf ihre Breite im Kader, zur Pause hatten sich bereits acht Spieler in die Torschützenliste eingetragen, angeführt von Nils Lichtlein, der dreimal traf. Das 9:7 war die erste Zwei-Tore-Führung und als Elias Scholtes mit dem Pausenpfiff das 14:11 erzielte, kochte die Halle wie schon im Halb- und Viertelfinale.

Innerhalb von nur zwei Minuten erhöhten Mattes Langhoff und erneut Scholtes auf 17:12. Beim 18:13 (35.) nahmen die Ungarn ihre frühe Auszeit, nachdem sie zuvor das Tempo deutlich herausgenommen hatten und ihre Angriffe lange ausspielten. Späth blieb auch in dieser Phase der Turm in der Schlacht - und Elias Scholtes traf aus allen Lagen, zeigte im Finale seine beste WM-Leistung. Einziges Problem: schon nach 39 Minuten kassierte Kreisläufer und Abwehrspezialist Justus Fischer seine zweite Zeitstrafe.

Die Ungarn nutzten die Überzahl, um durch drei Treffer in Folge auf 16:19 zu verkürzen - und auch Heuberger zückte seine Auszeit-Karte in der 41. Minute. Deutschland hatte dann aber seine kurze Schwächephase schnell beendet. Späths Paraden gaben Sicherheit, und aus diesen Ballgewinnen resultierten viele Gegenstöße. Dank Tempo und einem nun wieder sehr präzisen und effektiven Positionsangriff wuchs der Vorsprung wieder deutlich an - elf Minuten vor dem Ende erhöhte Fischer mit seinem vierten Tor auf 25:18 - die WM-Trophäe war schon in Sichtweite. Und als erneut Fischer zum 29:21 traf war klar: Deutschland ist Weltmeister! Schon in Minute 57 sangen die Fans „Oh, wie ist das schön" - Berlin war eine einzige Handballparty.

In Berlin: Deutschland - Ungarn 30:23 (14:11)

Deutschland: Späth, Ludwig; Freihöfer (3), Lichtlein (3), Häseler (2), Sauter, Seitz, Langhoff (3), Pregler, Kranzmann (2), Heitkamp (1), Uscins (4), Wilhelm, Fischer (6), Beneke, Scholtes (6) - bester Werfer Ungarn: Imre (5)

Schiedsrichter: Sosa/Lemes (Uruguay) - Zuschauer: 8235 (ausverkauft)




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