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06.04.2025|Jugend|pst

„Die Gidsels und Lichtleins von morgen sehen“

Am 17. und 18. April steigt eines der vier Qualifikationsturniere der EHF Youth Club Trophy in Potsdam. Die Füchse Berlin als Ausrichter treffen im Final4-Format auf die U18-Teams von GOG, IK Sävehof und des SC Magdeburg. Geschäftsführer Bob Hanning, der als Trainer fungieren wird, erzählt im Interview, warum ihm das Turnier so wichtig ist und worauf sich Zuschauer freuen können.

Häufig besucht Geschäftsführer Bob Hanning die Spiele seiner Jugendmannschaften, um die Entwicklung seiner Philosophie zu beobachten.
© Bildnachweis: Göres

Die EHF veranstaltet erstmals eine Art Nachwuchs-Champions-League. Der Modus der sogenannten „EHF Youth Club Trophy“ sieht dabei wie folgt aus: 16 Teams erspielen in vier Vorrunden-Turnieren je einen Sieger. Dieser darf im Rahmen des Profi-Final-Fours in Köln am 14./15. Juni erneut an einem Vierer-Turnier teilnehmen, in welchem der Gesamt-Champion gekürt wird.

Die 16 Teams sollten gleich des Profi-Teilnehmerfeldes sein, doch in Aalborg (DEN), Fredericia (DEN) und Kolstad (NOR) verzichten drei Clubs, sodass GOG (DEN), Vojvodina (SRB) und IK Sävehof (SWE) nachrücken. Gemeldet werden Mannschaften der Altersklasse U18. Eines der Qualifikationsturniere richten dabei die Füchse Berlin aus. Dieses wird am 17. Und 18. April in der MBS Arena in Potsdam ausgetragen. Neben den Füchsen nehmen auch GOG aus Dänemark, die Schweden IK Sävehof sowie der SC Magdeburg teil.

Im Halbfinale stehen sich die Füchse, trainiert von Geschäftsführer Bob Hanning, und Sävehof am Donnerstag, 17. April, um 13.30 Uhr gegenüber. Ab 16 Uhr duellieren sich der SCM und GOG. Einen Tag später steigt zunächst um 11 Uhr das Spiel um Platz drei, darauf folgt von 13.30 Uhr an das Finale. Der Sieger darf nach Köln. Tagestickets für das Turnier in Potsdam sind hier erhältlich. Füchse-Geschäftsführer und Trainer der Turniermannschaft Bob Hanning spricht im Interview über seine Freude, Hoffnung und Erwartung.

Wie sehr freust du dich auf das Turnier?
Ich bin gespannt, wie sich unsere Spieler in einem internationalen Umfeld bewegen werden. Nicht nur weil die Jahrgänge auseinandergerissen sind, neue Teamkollegen miteinander auflaufen und wir auf viele Leistungsträger verzichten müssen, ist es eine riesige Herausforderung. Dennoch wird es durchaus spannend zu beobachten sein, was sich daraus entwickeln lässt.

Wie wichtig sind solch internationale Vergleiche?
Sich international auf hohem Niveau zu messen, ist immer von Vorteil in mehreren Bereichen. Sowohl in den Junioren-Nationalmannschaften als auch in Vereinswettbewerben ist das von elementarer Bedeutung. Hinzu kommt, dass Spieler insbesondere in Turnieren dieser Art lernen, mit Druck umzugehen. Das kurbelt den Prozess des Weiterentwickelns zusätzlich an.

Auf welche Teams freust du dich besonders?
Ich freue mich auf alle vier Mannschaften. Zum einen darauf, unsere Mannschaft zu sehen, wie sehr sie in der Lage sind, damit umzugehen. Ob auch einzelne Spieler in der neuen Konstellation dazu bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Spiele gegen Magdeburg sind auch im Jugendbereich seit vielen Jahren von sportlicher Rivalität, doch zugleich vom fairen und freundschaftlichen Umgang geprägt. Der internationale Vergleich gegen Sävehof wird spannend. Wir haben schon häufig gegen schwedische Mannschaften gespielt, und waren dabei oft begeistert. GOG ist derweil der Top-Favorit auf all das, was da kommt. Über die herausragende Ausbildung in Dänemark brauchen wir wohl nicht reden.

Wie stehen die Chancen für die Füchse Berlin?
Das kann ich gar nicht abschätzen. Ich glaube, dass es mit der neuen Zusammensetzung der Jahrgänge schwierig sein wird. Für uns ist dennoch immer der Wunsch vorhanden, die Spiele zu gewinnen. So ist unsere DNA bei den Jungfüchsen. Nichtsdestotrotz ist GOG der Favorit. Wir wollen erst einmal ins Finale einziehen und dann schauen, was geht.

Du wirst an der Seitenlinie stehen: Was wird die Marschroute sein?
Wir arbeiten schon sehr lange und intensiv mit unseren Talenten in Füchse Town. Dieses Turnier ist für mich noch einmal die Möglichkeit, als ihr Trainer ein bisschen näher an das Talent heranzurücken. Mit Per Kohnagel steht mir ein Co-Trainer an der Seite, der die Mannschaft noch viel besser kennt als ich.

Auf was dürfen sich die Zuschauer in der MBS Arena freuen?
Ich bin der Meinung, dass man im Jugendhandball Dinge sehen kann, die man im Profisport nicht so oft zu sehen bekommt. Von daher bin ich mir sicher, dass sich ein Kommen eines jeden einzelnen lohnt, weil man die Talente von morgen, die Gidsels und die Lichtleins dieser Welt, schon frühzeitig entdeckt. Sie vorher einmal spielen zu sehen, macht Freude. Ich spreche aus Erfahrung. Manchmal ist es doch schön, wenn man gleich von Anfang an dran ist.

Tickets für die EHF Youth Club Trophy in Potsdam können im Ticketshop der Füchse Berlin erworben werden.




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