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03.12.2008|Spielbericht|handball-world.com

Füchse schlagen sich in Flensburg achtbar

Vor sechs Wochen hatte die SG Flensburg-Handewitt den Füchsen Berlin das Pokal-Aus im heimischen Horst-Korber-Zentrum beschert. Beim Ligaspiel an der dänischen Grenze hofften die Berliner auf eine Revanche, gingen allerdings als klarer Außenseiter in die Partie. Am Ende schlugen sich die Hauptstädter achtbar und unterlagen am Ende mit 31:37 (14:19). Erfolgreichste Torschützen waren dabei Mark Bult (6 Tore) und Michal Kubisztal mit 5/1 Treffern.

„Zu sagen, dass wir hier punkten können, wäre vermessen. Aber Flensburg soll sich mal ordentlich anstrengen um gegen uns zu gewinnen" kündigte Füchse-Trainer Jörn-Uwe Lommel vor der Partie an den Favoriten möglichst lange ärgern zu wollen. Dementsprechend motiviert gingen die Füchse Berlin auch in die Partie. Lommel musste dabei allerdings weiterhin auf Spielmacher Kjetil Strand verzichten, der zunächst von Jonathan Rivera vertreten wurde. Auf der linken Außenbahn startete außerdem Martin Murawsi, Torschützenkönig Konrad Wilczynski kam erst Mitte der ersten Halbzeit ins Spiel.

Das Spiel startete bereits mit einem sehr hohen Tempo auf beiden Seiten. Bis zum 3:4 in der 4. Minute waren es demzufolge auch die Gäste die immer wieder in Führung gehen konnten. Torhüter Petr Stochl fand zudem gut in die Partie und Michal Kubisztal erzielte die ersten drei Füchsetreffer. Doch die Flensburger hatten ihre Startschwierigkeiten schnell überwunden und gingen in der 12. Minute folgerichtig mit 8:6 in Führung. Der Mann zwischen den Pfosten der Gastgeber zeigte bereits beim zweiten Strafwurf, dass er gut aufgelegt ist. Dan Beutler parierte gegen Michal Kubisztal, der Konrad Wilczynski bei den 7m-Würfen entlastete. Kurz nach der Auszeit von Füchse-Coach Lommel musste aber auch der österreichische Nationalspieler dieselbe Erfahrung machen. Beutler parierte den Strafwurf und den Nachwurf, nachdem Wilczynski der Ball wieder in die Hände sprang.

Die Abwehr der SG Flensburg/Handewitt packte in der Folge nun auch entschlossener zu und so konnte der Vorsprung bis zur Pause noch vergrößert werden. Im Angriff glänzte bis dahin vor allem Thomas Mogensen mit seinen Treffern und indem er seine Nebenleute erfolgreich in Szene setzte. Der Däne steuerte in der ersten Hälfte sieben Treffer bei. Somit fiel die Halbzeitführung mit 19:14 recht deutlich aus. Jens Vortmann, der zweite Torhüter der Füchse Berlin, sah die Probleme in Abwehr und Angriff: „Wir müssen in der Abwehr wieder aggressiver sein und vorne unsere klaren Chancen rein machen. Durch die dreiwöchige Pause haben wir doch noch ein paar Abstimmungsprobleme", so der 21-jährige.

Füchse kommen beim 34:30 nochmals heran

Nach der Halbzeitpause waren es wieder die Gäste die etwas wacher zurück in die Partie kamen. Wilczynski konnte sich am Siebenmeterpunkt nun gegen Beutler durchsetzen und El Fakharany war vom Kreis erfolgreich. Dadurch betrug der Abstand nach 34 Minuten beim 19:16 nur noch drei Tore. Doch Beutler brachte die Spieler aus der Hauptstadt immer wieder an den Rand der Verzweiflung. Nachdem er schon mit zwei starken Paraden gestartet war, parierte er auch einen Gegenstoß von Rene Boese, der zwischenzeitlich für Markus Richwien im Spiel war. Dadurch erhöhten die Flensburger ihre Führung wieder auf sechs Treffer.

In der 42. Minute mussten die Berliner zudem auf Kapitän Stochl verzichten. Er reklamierte gegen die Schiedsrichter, nachdem er Michael Knudsen bei einem Torwurf im 6m-Kreis gesehen hatte. Sein Gegenüber verbuchte hingegen zur gleichen Zeit bereits die 20. Parade in der Statistik. Bei den Füchsen kristallisierte sich zudem kein überragender Akteur im Angriff heraus, dafür konnten sich fast alle Spieler in die Torschützenliste eintragen. Beim Spielstand von 30:27 versuchte Jörn-Uwe Lommel sein Team dann noch einmal neu zu ordnen, Thomas Mogensen sollte mit einer 5:1-Abwehr neutralisiert werden.

Immerhin konnten die Berliner so verhindern, dass die Flensburger ihren Vorsprung weiter vergrößerten. Zwischenzeitlich kamen sie sogar wieder auf vier Tore heran. Doch immer wieder war es Beutler, der den Werfern den Schneid abkaufte.  Aber auch Füchse-Torhüter Petr Stochl tat sein Möglichstes. Die grüne Karte von Kent-Harry Andersson in der 57. Minute beim 34:30 sollte wohl verhindern, dass die Füchse einen ähnlichen Endspurt wie in Hamburg auf das Parkett legen. Dort hatten sie aus einem 34:31 zwei Minuten vor Schluss noch ein Unentschieden gemacht. Doch dieses Schicksal blieb den heutigen Gastgebern erspart. Rene Boese scheiterte in der 58. Minute erneut im Gegenstoß an Dan Beutler und auch Mark Bult verwarf kurz darauf. Am Ende gewinnt die SG Flensburg/Handewitt mit 37:31 souverän gegen die Gäste aus Berlin.




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