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15.09.2004|Information|on

Heimpremiere im Fuchsbau: Altenholz kommt

Der TSV Altenholz gibt am kommenden Freitag (19.30 Uhr) seine Visitenkarte bei den Füchsen ab. Die Mannschaft von Ex-Nationalspieler Wolfgang Schwenke hat drei Spieler in den Reihen, die beim großen THW Kiel ein Zweitspielrecht besitzen. Gegen Aufsteiger Usedom setzte es für den TSVA allerdings am ersten Spieltag eine bittere Heimpleite.


Der TSV Altenholz schloss die letzte Saison als Siebenter ab und hat durchaus das Potential, diesen Platz zu verbessern. Mit sehenswertem Tempohandball stürmte der Kieler Vorortklub in der letzten Saison nach einem gelungenen Saisonauftakt so manche Halle, u.a. auch den Fuchsbau, wo die Füchse nach großem Kampf mit 29:33 verloren. Größtes Manko damals: schlechte Abwehr und mangelnde Chancenverwertung.

Die Abwehr der Füchse scheint mittlerweile stabil zu sein, in den ersten beiden Pflichtspielen der Saison kassierten die Berliner nur 22 (in Augustdorf) bzw 24 Tore (in Aurich). Dass es damit trotzdem nicht zum Sieg reichte, lag an der teilweise eklatanten Abschlussschwäche sowie Fehlern beim Wechsel von Abwehr auf Angriff.

Die Mannschaft hat in einer Teamsitzung zusammen mit dem Trainer die Fehler analysiert und versucht seit Dienstag, Mittel und Wege zu finden, die helfen, die Fehlerquote mindestens zu halbieren. „Es waren nicht nur ein oder zwei Spieler, die Fehler gemacht haben in Aurich oder Augustdorf, es war die ganze Mannschaft. Das macht mir viel größere Sorgen, als wenn nur ein Spieler nicht auf der Höhe wäre“, so Georgi Sviridenko, der aber zuversichtlich ist, dass nach den Teambesprechungen Besserung eintritt.

Der Einstatz von Stefan Matz, der an einer Wadenverletzung leidet (derzeit schwankt die Diagnose zwischen Wadenzerrung und Muskelfaserriss), ist noch unklar, aber mit Marc Pieper steht nach langer Verletzungspause ein junger Mann im Kader, der das Zeug dazu hat, irgendwann in die Fußstapfen des Toptorjägers der Füchse zu treten. „Marc Pieper ist in jedem Fall eine Alternative zu Stefan“, findet der Trainer.

Zu Jonathan Riveras Vorstellung in Aurich verliert Sviridenko wenig Worte. „Ich hoffe, er zeigt am Freitag, was er kann.“ Der Spanier sagte nach dem Spiel in Aurich, dass er – auch für ihn völlig überraschend – überhaupt nicht ins Spiel gefunden habe. Er habe sich sehr unwohl gefühlt und war wohl zu nervös. Vor heimischer Kulisse wird er sich sicherlich besser aufgehoben fühlen können.

Während die ostfriesische Presse den Sieg des OHV Aurich zu einer Demonstration des heimischen Handballs hochstilisierte, sieht man in Berlin die Sache nüchterner. Es war ein Spiel zwischen zwei schwachen Mannschaften, wobei die Füchse insbesondere im Angriff jegliche Durchschlagskraft vermissen ließen.

Altenholz wurde beim Saisonauftakt gegen Aufsteiger Usedom Opfer der eigenen Überheblichkeit. Nach einer 6-Tore-Führung wollte man für die Galerie spielen, versuchte Zaubertricks und Traumtore. Dies misslang gründlich, Usedom konnte Tor um Tor aufholen und schließlich glücklich den ersten Sieg in der Zweiten Liga einfahren, nachdem Altenholz in den letzten 40 Sekunden einen 7m und zwei freie Bälle zum Ausgleich vergeben hatte.

Gewonnen haben die Füchse gegen den TSV in den letzten beiden Jahren noch nie. „Altenholz ist eine gute Mannschaft ohne Stars. Sie sind hervorragend eingespielt und hatten letztes Jahr einen Lauf, begünstigt durch einen gelungenen Saisonstart“, hat Sviridenko Respekt vor dem Gegner. Allerdings begann für den TSVA diese Saison weniger erfolgreich. Nach dem Pokalaus gegen den Regionalligisten Burgdorf und der Heimniederlage gegen Usedom kommt ein angeschlagener Wolf in den Fuchsbau.

Die Mannschaft hofft am Freitag auf eine Unterstützung durch das Berliner Publikum, damit die ersten Punkte der Saison eingefahren werden können. Denn dass lautstarke Zuschauer einen Spielausgang beeinflussen können, wurde schon oft bewiesen.




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