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14.03.2009|Spielbericht|RM - handball-world.com

Füchse Berlin können sich erst nach der Pause gegen den TVG behaupten

Die Füchse Berlin unterlagen am Samstagabend bei ihrem direkten Verfolger TV Großwallstadt mit 28:31 (12:17). Als Tabellenzehnter waren die Füchse Berlin nach Elsenfeld im Spessart gereist um bei ihrem direkten Tabellennachbarn TV Großwallstadt anzutreten. Trotz der Auswärtsniederlage konnten die Hauptstädter ihren zehnten Platz gegen die Mainfranken verteidigen, liegen nun aber drei Punkte zurück auf die obere Tabellenhälfte. Vor knapp 2.500 Zuschauer hatten die Füchse von Beginn an keine Chance gegen die Hausherren. Erfolgreichste Werfer waren Andreas Kunz (9/6) bei den Gastgebern und Kjetil Strand (8/2) bei den Füchsen.

Neben dem seit der WM verletzten Bartlomiej Jaszka mussten die Füchse Berlin bei ihrem Gastspiel beim TV Großwallstadt auch noch auf Konrad Wilczynski verzichten. "Konrad Wilczynski hat einen Muskelabriss und kann heute nicht dabei sein, mit Bartlomiej Jaszka, unserem Mittelmann und Spielgestalter, fehlt unser Kopf des Spiels. Der Trainer hat es da nicht so einfach, da er keine echten Alternativen hat" war sich Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning im Interview mit hbl.tv bereits vor dem Spiel bewusst, wie schwer diese Ausfälle wiegen werden. "Wir dürfen gespannt sein, wie wir das kompensieren können, Jaszka war insbesondere auswärts stark" stand auch Trainer Jörn-Uwe Lommel vor einer schweren Aufgabe.

Beide Teams begannen aber zunächst druckvoll und temporeich, nach zehn Minuten stand es bereits 6:4. Schlagartig ging aber auf beiden Seiten die Torfrequenz nach unten, beim Gastgeber TVG hatte sich die Abwehr ebenso stabilisiert wie bei den Füchsen. Während der TVG sich aber noch die Lücken in der Berliner Abwehr erarbeitete und Torhüter Petr Stochl überwinden konnte, rannten sich die Füchse im Großwallstädter Bollwerk fest und scheiterten anschließend auch noch an einem glänzend aufgelegten Torhüter Mattias Andersson.

Angeführt von Nationalspieler Michael Müller, der sich vor der Länderspielwoche vor den Augen von Bundestrainer Heiner Brand beweisen wollte, nutzte der TVG die Fehler der Füchse aus. "Wir haben zwölf Tore über Gegenstoß und schnelle Mitte bekommen", hatte Bob Hanning mitgezählt und die Schwachstellen der Berliner ausgemacht, "Großwallstadt hat unseren 2-Mann-Wechsel ausgenutzt." Zudem scheiterte nach Kjetil Strand auch noch Michal Kubisztal bei einem Strafwurf an Andersson, der Pole bekam wenigstens den Abpraller in die Hand und verwandelte im Nachsetzen sicher zum 9:7. Danach kam der TVG aber richtig in Fahrt, mit einem Schlagwurf zum 11:7 zwang Müller die Gäste zur Auszeit.

Füchse-Trainer Jörn-Uwe Lommel versuchte das Team zwar neu zu ordnen, die Regie führten aber weiterhin die Gastgeber. Bis auf 13:7 konnten die Mainfranken erhöhen, dann zeigte die Umstellung bei den Füchsen ihre Wirkung. Kjetil Strand war in den rechten Rückraum gewechselt und ersetzte Mark Bult, während Michal Bruna auf der Mitte aktiv war. Die beiden gelernten Spielmacher harmonierten und beschleunigten das Berliner Spiel. Nach dem 13:9 hatten die Gäste sogar mehrfach die Chance auf drei Tore Rückstand zu verkürzen, verpassten es aber das eigene Überzahlspiel zu nutzen und gingen mit 12:17 in die Pause.

Bereits vor dem Pausenpfiff der souverän und unaufgeregt leitenden Unparteiischen Martin Harms und Jörg Mahlich musste Martin Murawski nach einem Zusammenprall mit Müller pausieren. So kam auf Linksaußen Alexander Voß zu seinem Bundesligadebut, der Nachwuchsspieler durfte auch nach der Pause auflaufen, verpasste allerdings sein erstes Tor. Insgesamt präsentierten sich die Gäste nach der Pause stabiler. "In der zweiten Halbzeit haben wir deutlich besser gespielt" zeigte sich ihr Geschäftsführer Bob Hanning dann auch versöhnlich.

Der TVG, der bereits unter der Woche nach deutlichem Rückstand noch gegen den SC Magdeburg gewann, gab dennoch das Heft nicht aus der Hand. Großwallstadt hatte zwar nun mehr Schwierigkeiten mit der Gästeabwehr, bremste aber weiter den gegnerischen Angriff aus und konnte den Vorsprung halten. Neben Michael Müller zeigte auch Stefan Kneer ein druckvolles Spiel aus dem Rückraum und kam am Ende auf acht Tore, so dass die Berliner von beiden Halbpositionen unter Druck gesetzt wurden. "Wir kämpfen, es ist alles da und dann schießen wir uns wieder weg" haderte Füchse-Trainer Jörn-Uwe Lommel dann auch in seiner Auszeit in der 46. Minute vor allem mit der Chancenauswertung.

Am Ende setzte sich der TVG zwar nur knapp mit 30:28 gegen die Füchse durch, der Endstand täuscht allerdings über den Spielstand hinweg. Beim 29:24 hatten die Gastgeber in der 55. Minute noch mit fünf Toren geführt, so dass den Gästen am Ende nur noch Ergebniskosmetik für das Torverhältnis gelang. In der Tabelle bleiben die Füchse allerdings weiter auf dem zehnten Rang, der TVG als direkter Verfolger konnte mit dem Heimsieg lediglich den Rückstand auf drei Punkte verkürzen. Ebenfalls drei Punkte beträgt weiterhin der Rückstand der Füchse auf den VfL Gummersbach, die beid er MT Melsungen verloren.




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