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19.04.2009|Spielbericht|ATz/MaK

Füchse müssen sich Göppingen 22:26 geschlagen geben

Das Duell zweier starker Deckungsreihen konnten am Ende die Gäste von Frisch Auf Göppingen für sich entscheiden. Die Hauptstädter Erstligahandballer scheitertenin der zweiten Hälfte immer wieder am stark aufgelegten Enid Tahirovic. Vor allem Mark Bult wusste noch als Torschütze zu überzeugen um kam am Ende auf 7/2 Treffer. 

Die Gäste aus Göppingen kamen gerade in der Defensive besser in die Partie. Füchse-Kreisläufer Rico Göde wie auch der Rückraum mit Kubisztal, Bruna und Bult waren anfangs weitgehend abgemeldet. Michal Bruna suchte immer wieder Göde, allerdings kam von Michal Kubisztal zu wenig, der Pole suchte nicht konsequent genug die Lücke in der Abwehr. Hinzu kamen zu viele kleine Fehler im Angriff der Gastgeber, die auch nach dem Konter von Manojlovic mit 0:2 im Hintertreffen sahen. Berlin brauchte einige Anlaufzeit, ehe sich der Angriff und vor allem die offensiver ausgerichtete Deckung mit der Spitze Bruna gefunden hatte.

Immer weniger Bewegung, zu viel eins gegen eins mit dem oftmals einzigen Resultat Foul und Freiwurf, Göppingen musste die Füchse kommen lassen. Nach einer Viertelstunde glich Bult per Strafwurf zum 7:7 aus, Konrad Wilczynski legte die Führung nach. Beide Teams ließen dabei einige Bälle liegen, sowohl Enid Tahirovic wie auch der Berliner Keeper Petr Stochl egalisierten einige Torchancen. In der Überzahl zeigte sich FAG in dieser Phase besser, so gingen die Gäste mit 9:10 in Führung.

Wenig später kam Kjetil Strand, der sofort von Nikola Manojlovic mit offensiver Deckung unter Druck gesetzt wurde. Damit allerdings ergaben sich Räume für den Rest des Gastgeber, die Maßnahme zeigte zunächst wenig Erfolg. Mit der Verletzung von Kai Häfner – Verdacht auf Außenbandriss – der beim Abräumen von Rechtsaußen stürzte, musste FAG einen Rückschlag wegstecken, allerdings behauptetet FAG die Führung bis zur Pause. Petr Stochl konnte eine höhere Führung unterbinden, indem er Manojlovic einen freien Wurf abkaufte.

Im zweiten Durchgang wurde aus einen durchaus ansehnlichen Spiel immer mehr ein Werfer- und Kämpferspiel. Beide Abwehrreihen dominierten, das Duell der Keeper sollte klar an Enid Tahirovic gehen. Die Füchse hatten nun auch immer mehr ein Aufstellungsproblem, da Christian Caillat nach seiner Suspendierung nicht mehr zur Verfügung stand, musste nun Comebacker Bartlomiej Jaszka die Ideen liefern. Der Pole versuchte Struktur in den Angriff zu bringen, doch ihm fehlte nach seiner langen Pause noch Spielpraxis.

Auch Rene Boese fand nicht gut ins Spiel und fand in Tahirovic seinen Meister. Ausgerechnet in Unterzahl packte Horak das 12:15 drauf, Berlins Coach Jörn-Uwe Lommel wechselte nun immer schneller auf der Suche nach einer funktionierenden Aufstellung. Es sollte allerdings nicht gelingen, die Göppinger Deckung stand sicher und im Angriff konnte FAG immer dann, wenn es nötig war, einen Treffer setzen. Zwei Zeitstrafen gegen Detlof nutzte Göppingen zum 13:18 (42.), Tahirovic kassierte den Siebenmeter von Bult, die Gäste hatten jetzt Oberwasser. Das einzige was bei den Füchsen noch ging, waren tolle Schlagwürfe von Mark Bult, der Niederländer war die personifizierte Torgefahr bei den Füchsen. Spielerisch war es trotzdem zu wenig, auch weil Berlin die ganze Partie über zu wenig mit dem Kreis spielte.

Ein Knickwurf von Jaszka brachte Berlin beim 21:23 noch einmal heran und die Zuschauer sahen noch eine Chance für die Gastgeber. Als Enid Tahirovic 90 Sekunden vor dem Ende den Wurf von Kubisztal hielt, war das Spiel durch, auch wenn Spielleiter Peter Rauchfuß dem mitfiebernden Velimir Petkovic knapp eine Minute vor dem Ende zwei Minuten verpassen ließ. Am Ende holten die Schwaben die wichtigen Punkte um den Europapokal und gehen nun in eine 4-wöchige Pause. Für die Füchse Berlin steht, nach nur zwei Tagen Regeneration, am kommenden Mittwoch die Auswärtspartie bei den dezimierten Nordhornern an. 


Stimmen zum Spiel:

Velimir Petkovic (Trainer Frisch Auf! Göppingen):
Ich bin absolut kaputt und leer, aber sehr zufrieden mit den zwei Punkten aus diesem entscheidenden Spiel. Ich habe großen Respekt vor meiner Mannschaft, sie war bereit, zu kämpfen. Ich war zwar mit unserer Angriffsleistung nicht zufrieden, die Abwehr war hingegen sehr gut. Das Spiel hier zu gewinnen, war nicht einfach, es war offen bis kurz vor Schluß.

Jörn-Uwe Lommel (Trainer Füchse Berlin):
Ich bin enttäuscht, wir hatten uns sehr viel vorgenommen. In Lemgo haben wir gut und als Einheit gespielt und wollten diese positiven Aspekte mitnehmen. Wir haben eine hohe Bereitschaft zu kämpfen an den Tag gelegt, unser defensives Spiel war in Ordnung. Allerdings haben wir unsere Führung nicht mitgenommen in die zweite Hälfte und sind leichtfertig mit unseren Chancen umgegangen, haben zu viele hundertprozentige nicht verwandelt. Die Bälle von Außen muß man reinmachen, wir sind am Schluß auch am Torhüter gescheitert.




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