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13.03.2010|Spielbericht|RM - handball-world.com

Füchse feiern sechsten Auswärtssieg in Burgdorf

Die Füchse Berlin konnten bei der TSV Hannover-Burgdorf den sechsten Auswärtssieg der laufenden Saison feiern. Der 28:26 (16:14)-Sieg stand allerdings erst in der Schlussminute fest, nachdem Silvio Heinevetter mit seinen Paraden eine Führung der Gastgeber verhindert hatte. Ein erfolgreicher Strafwurf von Kjetil Strand und das achte Tor von Michal Kubisztal brachten dann den Sieg. Die Füchse rangieren damit weiterhin auf dem neunten Platz, der TV Großwallstadt und der VfL Gummersbach davor punkteten ebenfalls am Wochenende.

Unter der Woche hatten die Füchse Berlin beim HSV Hamburg zwar ein überzeugendes Spiel abgeliefert, am Ende aber mit 32:24 verloren. Trainer Dagur Sigurdsson hatte im Anschluss davor gewarnt das Spiel beim Aufsteiger TSV Hannover-Burgdorf auf die leichte Schulter zu nehmen, zumal dem Gastgeber eine englische Woche erspart blieb. Die TSV Hannover-Burgdorf wiederum hatte durch die letzten Heimsiege Selbstbewusstsein getankt und wollte ihre Heimstärke auch gegen die Hauptstädter unter Beweis stellen.

Den Gastgebern gelang es dann auch engagiert ins Spiel zu gehen und die Gäste aus dem Konzept zu bringen. Nur anfangs konnten die Füchse ausgleichen, nach dem 2:2 durch Mark Bult trafen für Burgdorf nacheinander Torge Johannsen, Jacek Bedzikowski und der Ex-Fuchs Andrius Stelmokas. Füchse-Coach Dagur Sigurdsson reagierte mit einer Auszeit, konnte aber auch in der Folge die Dominanz der Niedersachsen nicht verhindern. Erst als Stelmokas in der 13. Minute beim 7:4 mit einer Zeitstrafe das Feld verlassen musste, witterten die Füchse ihre Chance. Ivan Nincevic verwandelte souverän den Strafwurf, außerdem sorgten Michal Kubisztal und Torsten Laen dafür, dass die Berliner ihre Überzahl mit 3:0 Toren abschließen konnten.

Die Berliner ließen noch einen vierten Treffer folgen, Michal Kubisztal erzielte beim 7:8 die erste Gästeführung in der 16. Minute. Der Polen im linken Rückraum war nicht zu bezwingen, agierte nach Belieben und hatte mit seinem Landsmann Bartlomiej Jaszka einen Regisseur, der ihn gekonnt in Szene setzten. Die Verunsicherung war nun bei der TSV angekommen, deren Spiel zu statisch ausgelegt war. Sie erzeugten im Angriff zu wenig Druck, scheiterten mehrfach an Silvio Heinevetter und konnten ihrerseits in der Abwehr keine Aggressivität aufbauen. Bei den Füchsen war nun auch noch Kjetil Strand im Wurf und erzielte mit seinen gefürchteten Schlagwürfen zwei Tore.

Dass die Füchse nach dem 16:12 nur mit 16:14 in die Pause gingen war der Cleverness der Gastgeber zu verdanken, die die Zeitstrafe gegen Torge Johannsen unbeschadet überstanden und stattdessen die Strafe gegen den Berliner Mark Bult nutzten um zu verkürzen. TSV-Coach Frank Carstens hatte in der Pause offenbar die Defizite seines Teams treffend analysiert und die Schwachpunkte des Gegners erkannt. Bei den Berlinern war das gesamte Spiel auf die sich abwechselnden Spielmacher Kjetil Strand und Bartlomiej Jaszka sowie den Haupttorschützen Michal Kubisztal ausgerichtet. Mit einer offensiven Abwehr gegen den mittleren und linken Rückraum der Gäste unterband die TSV nach der Pause die Berliner Torgefährlichkeit.

Nutzen ziehen konnte die TSV aus der neuen Abwehrformation allerdings nicht, trotz des eingewechselten und sich steigernden Torhüters Jendrik Meyer. Die Füchse behaupteten die Führung, auch wenn das Tempo aus dem Spiel genommen war. Erst nach rund zehn Minuten der zweiten Halbzeit gelang Torge Johannsen der Ausgleich zum 19:19, postwendend konterten Ivan Nincevic mit einem Strafwurf und Kjetil Strand mit einem weiteren Treffer zum 19:21. Nach einem weiteren Treffer von Johannsen ließen die Berliner vier Treffer am Stück folgen, die Füchse hatten nun beim 20:24 eine komfortable Führung.

Für eine Siegesfeier bei den Gästen war es allerdings noch zu früh, die TSV Hannover-Burgdorf gab nicht auf und kämpfte sich nochmals heran. In der 56. Minute erzielte Lars Friedrich den Ausgleich zum 25:25, die erste TSV-Führung seit der Startphase verhinderte dann allerdings Silvio Heinevetter. Nach zuvor fünf erfolgreichen Strafwürfen verwarf Ivan Nincevic ausgerechnet in dieser Phase und die Gastgeber witterten nochmals ihre Chance. Nincevic glich seinen Fehler allerdings mit dem Treffer zum 26:25 aus, noch einmal konnte Johannsen ausgleichen. Wieder parierte Silvio Heinevetter und in der Folge war Strand beim Strafwurf erfolgreicher, 63 Sekunden vor Schluss erzielte er das 27:26. Den Siegtreffer markierte am Ende dann Michal Kubisztal mit seinem achten Treffer.




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