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23.05.2010|Spielbericht|RM - handball-world.com

Sensation in Karlsruhe: Füchse gewinnen bei den Rhein-Neckar Löwen

Die Überraschung ist den Füchsen geglückt. Nach dem Überraschungssieg in der wurden die Rhein-Neckar Löwen auch beim Auswärtsspiel besiegt. Mit 33:26 (14:13) setzten sich die Berliner in der Europahalle Karlsruhe, dem Ausweichquartier der Badener während der Eishockey-WM, durch. Taktisch überraschte Dagur Sigurdsson die Löwen mit einer offensiven Abwehr hinter der Silvio Heinevetter einen Ball nach dem anderen hielt. Das ganze Team trat diszipliniert auf, nutzte seine Chancen und verunsicherte die Hausherren immer mehr. Erfolgreichste Torschützen warten Michal Kubisztal (8), Johannes Sellin (8/1) und Ivan Nincevic (7/1).

Gleich zu Beginn gelang den Gästen die Überraschung mit einer ungewohnten Abwehrformation: Mit einer offensiven Variante versuchte Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson den wurfgewaltigen Rückraum der Löwen erst gar nicht ins Spiel kommen zu lassen. Die Taktik ging auf, die Rhein-Neckar Löwen ließen sich von Beginn an verunsichern und auf der anderen Seite verwandelten die Gäste jeden Ballgewinn und Gegenstoß in ein Tor. Die ersten beiden Tore gingen dabei auf Ivan Nincevic, den dritten Treffer erzielte Bartlomiej Jaszka, bevor Michal Kubisztal auf 4:2 erhöhte. Spätestens mit diesem gelungenen Start etablierte sich dabei das Selbstbewusstsein bei den forsch auftretenden Füchsen.

Bereits früh wechselt Löwen-Trainer Ola Lindgren im Tor von Slawomir Szmal zu Henning Fritz. Die Defizite der Gastgeber lagen aber vor allem im Angriffsspiel. Zu zögerlich agierte der Rückraum, weder Karol Bielecki noch Michael Müller fanden ins Spiel. Erst als die Berliner zwei Angriffe in Folge nicht verwandeln konnten gelang Michael Müller mit seinem ersten Treffer der Ausgleich zum 7:7. Das Spiel verlor nun auf beiden Seiten an Dynamik, die Angriffsreihen liefen sich in der gegnerischen Abwehr fest und beide Mannschaften erlaubten sich Ballverluste. Bei den Löwen wussten fast ausschließlich die Außen Patrick Groetzki und Uwe Gensheimer zu punkten: Gensheimer gelang dann mit einem Tempogegenstoß auch die erste und einzige Löwen-Führung zum 8:7.

Es war nur ein kurzes Strohfeuer auf Seiten der Hausherren, beim 9:8 durch Ivan Nincevic lagen die Füchse wieder in Führung. Auch die Einwechslung von Gregorz Tkaczyzk auf der Mittelposition brachte den Löwen nicht den Aufschwung. Die ließen sich immer weiter verunsichern, während die Füchse ihre Dominanz inzwischen registrierten und befreit aufspielten. Mit einer ansehnlichen Ballstaffette beim Tempogegenstoß spielten Ivan Nincevic und Johannes Sellin die Löwen-Abwehr aus, bevor Sellin zum 11:9 traf. Dem Nachwuchsspieler, der auf Rechtsaußen den verletzten Markus Richwien vertrat, gelang auch der Treffer zum 13:10, erstmals lagen die Berliner mit drei Toren in Führung. Rechtzeitig zur Pausensirene verkürzte Michael Müller nochmals auf 13:14, einen direkten Freiwurf von Kubisztal konnte Fritz abwehren. Die Fans der Löwen in Karlsruhe hofften auf den zweiten Abschnitt.

Die Aufholjagd in den beiden Minuten vor der Pause brachte aber weder den Gastgebern das Selbstvertrauen zurück, noch schien es die Berliner zu verunsichern. Im Gegenteil, die Dominanz der Gäste verstärkte sich gegenüber dem ersten Durchgang sogar. Innerhalb von fünf Minuten sorgten die Füchse für die Vorentscheidung. Michal Kubisztal erhöhte auf 19:15 (37.) und Silvio Heinevetter parierte, bevor Bartlomiej Jaszka (20:15, 38.) und Ivan Nincevic (21:15, 39.) weiter erhöhten. Das Spiel fand nun quasi ohne die Löwen statt, bei denen kein Spieler Verantwortung übernahm und die auch in der Deckung immer wieder zu passiv agierten.

Ola Lindgren reagierte mit der Grünen Karte und beorderte eine offensivere Abwehrformation auf das Spielfeld. Uwe Gensheimer, den aktivsten und auffälligsten Löwe des Abends, schickte er zur Manndeckung zu Bartlomiej Jaska. Allerdings hatte Lindgrens Kollege Sigurdsson bei den Füchsen noch eine Alternative parat, fortan wechselte sich Jaszka mit Kjetil Strand auf der Spielmacherposition ab. Selbst in Unterzahl waren die Füchse nicht zu stoppen, teilweise wurde der Vorsprung auf sechs Tore ausgebaut und geriet auch in der Schlußphase gegen die favorisierten Löwen nicht mehr in Gefahr - ein Aufbäumen der Hausherren blieb aus.

Bei den Füchsen stachen vor allem Silvio Heinevetter und Johannes Sellin aus der Mannschaftsleistung heraus. Sellin erzielte seine acht Treffer ohne einen Fehlwurf, daneben erwiesen sich wieder einmal Michal Kubisztal und Ivan Nincevic als sichere Torschützen. Auf der anderen Seite konnte nahezu kein Spieler der Rhein-Neckar Löwen seine Normalform abrufen. In den letzten Minuten konnten die Füchse Berlin dadurch sogar ihr Torverhältnis verbessern und mit 33:26 gewinnen.

Dagur Sigurdsson, Trainer Füchse Berlin:
Unser Lauf spricht grundsätzlich für sich, wir haben acht der letzten neun Spiele gewonnen. Die Mannschaft hat sich konstiutionell und spielerisch entwickelt. Das war heute eine Teamleistung pur, man bekommt kein besseres Beispiel für eine Mannschaftsleistung.




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