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28.05.2010|Information|Füchse Berlin

Neun Fragen an Bob Hanning

„Wir sind nicht böse, wenn es am Ende für uns reichen sollte…”
In Sachen Handball ist Bob Hanning (Bildmitte mit Stefan Ketzschmar und Konrad Wilczynski) derzeit ein vielbeschäftigter Mann: Er ist der Manager der Füchse Berlin, trainiert zudem dessen B-Jugend, kommentiert Handballspiele bei Sport1 und arbeitet zudem als Vize-Präsident der TOYOTA HBL in der Nachwuchsförderung der Liga mit. Zur Zeit hat der 41-Jährige allen Grund zur Freude: Die Füchse zerlegten nicht nur die Rhein-Neckar Löwen, sie verloren nur eines der vergangenen acht Spiele und dürfen sich Hoffnungen machen, im Liga-Finale noch die Qualifikation zu einem europäischen Wettbewerb zu schaffen.  

Ihr Team legt derzeit ja einen grandiosen Schlussspurt hin. Wie kommt´s?

Hanning: Das gibt es eine Vielzahl von Gründen. Grundsätzlich ist es so, dass bei uns mittlerweile viele Rädchen ineinander greifen. Die Spieler haben Spaß, und Trainer Dagur Sigurdsson spricht absolut ihre Sprache. Wir haben innerhalb der Mannschaft einen Mentalitätswandel vollzogen und ein wenig mehr Drecksack-Denken etabliert. Auch Torhüter Silvio Heinevetter hat seinen Platz hier gefunden und ist endlich in Berlin angekommen. Und – das möchte ich besonders hervorheben – Spieler wie Mark Bult, Kjetil Strand und Rico Göde, die zum Saisonende den Verein verlassen, geben hier bis zum letzten alles. Die gehen sehr professionell mit der Situation um. 

Lediglich eines der vergangenen acht Spiele ging verloren. Und das war auch noch in Kiel. Verzeihlich, oder?

Hanning: Das habe ich der Mannschaft nicht wirklich übel genommen. 

Drücken Sie nun dem TBV Lemgo und dem VfL Gummersbach in deren Europacup-Finals die Daumen? 

Hanning: Ich freue mich, wenn Lemgo und Gummersbach jeweils den Cup gewinnen, aber das ist ganz normaler Patriotismus. Für uns gilt ja, dass wir es nicht selbst in der Hand haben. Wir müssen am Samstag gegen Dormagen gewinnen und haben dann noch ein schweres Auswärtsspiel in Gummersbach. Und wenn der TV Grosswallstadt am Ende vor uns liegt, dann wäre das auch verdient. Schließlich waren sie die gesamte Saison vor uns. Aber wir sind auch nicht böse, wenn es am Ende für uns reichen sollte… 

Würde die EC-Teilnahme Ihre Arbeit vor Ort in Berlin erleichtern?

Hanning: Berlin muss mittelfristig international spielen. Aber wir haben weder Hast noch Eile, sondern wollen diese Dinge organisch wachsen lassen. Wenn wir uns erst in zwei Jahren für den Europacup qualifizieren, dann ist es eben so. Passiert es früher, werden wir sicher nicht neun sagen. Aber sicher würde die Europacup-Teilnahme meine Arbeit rund um die Mannschaft wieder ein wenig leichter machen. 

Die Teilnahme am Europacup war eines der Zwischenziele der Füchse Berlin. Müssen Sie sich nun neue Ziele stecken?

Hanning: Wir müssten, wenn es denn überhaupt dazu käme, eine solche Saison erst einmal bestätigen. Wir sind aber noch lange nicht da, deshalb beschäftige ich mich mit solchen Dingen noch gar nicht. 

Wie werden Sie Ihr Team für die kommende Saison verändern?

Hanning:
Wir werden unser Team um einen deutschen Nationalspieler bereichern, indem wir Sven-Sören Christophersen verpflichtet haben, wir werden mit Alexander Pettersson einen internationalen Star verpflichten, der uns vor allem in der Abwehr weiterbringen soll. Und wir werden mit Colja Löffler, der aus der eigenen Jugend stammt und nun seinen ersten Vertrag bekommt, die Berlinisierung der Mannschaft weiter vorantreiben. Alle drei sind auch unter dem Aspekt des Charakters verpflichtet worden.

Und der Unterbau?

Hanning: Das läuft prima. Wir sind in der Spitze insofern breiter geworden, als unserer 2. Mannschaft der Aufstieg in die 2. Liga gelungen ist. Zudem haben sowohl unsere A- als auch unsere B-Jugend das Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft erreicht. Deshalb werde ich auch am Samstag mein erstes Heimspiel der Füchse verpassen, weil ich die B-Jugend trainiere und wir am Sonntag in Gummersbach zum Hinspiel antreten müssen. 

Von dort ist es nicht weit zum EHF Final4. 

Hanning: Da werde ich sicher nicht auftauchen. Ich werde mich um meine B-Jugend kümmern. Entweder mache ich so etwas richtig oder gar nicht. 

Auch das All Star Game findet am 6. Juni in Berlin statt. Inwieweit sind Sie als Vize-Präsident der TOYOTA HBL in die Organisation eingebunden?

Hanning: Das All Star Game in Berlin ist eine tolle Sache. Ich bin sehr stolz, gleich in doppelter Hinsicht dabei sein zu können. Zum einen unterstütze ich die Live-Übertragung von Sport1 als Handball-Experte des Senders, zum anderen macht meine B-Jugend mit dem Viertelfinal-Rückspiel gegen Gummersbach das Vorspiel.
 




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