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03.04.2005|Information|on

Chancenlos in Dessau

Mit einer deftigen 22:30 (12:16)-Klatsche endete das Auswärtspiel der Füchse beim Dessauer HV, womit man unfreiwillig Nachbarschaftshilfe im Abstiegskampf leistete. Bereits nach 28 Minuten mussten die Berliner auf Routinier Stefan Matz verzichten, der wegen eines Fouls die Rote Karte sah.


"Wir haben 60 Minuten nicht zu unserem richtigen Spiel gefunden", analysierte Füchse-Coach Georgi Sviridenko kurz und knapp die Partie, bei der nach den zuletzt gezeigten Leistungen der Füchse eigentlich ein doppelter Punktgewinn vorgesehen war. Aber eine Manndeckung gegen den ohnehin grippegeschwächten Viktor Pohlack sorgte von Anfang an dafür, dass der Angriff der Berliner stockte. Überhastete und schlecht vorbereitete Würfe luden die Dessauer immer wieder zu Kontern ein, über die Außen lief nur Anfangs ein wenig, Hok und Roemling am Kreis waren über die gesamte Spielzeit abgemeldet.

Bis zum 10:11 in der 21. Minute lagen die Füchse zwar ständig in Front, aber Fehlwürfe und nicht verwandelte Konter verhinderten, dass Berlin zu diesem Zeitpunkt eine etwas deutlichere Führung herauswerfen konnte. Insbesondere der Spanier Jonathan Rivera erwies sich heute als Unsicherheitsfaktor, der allein in den ersten 30 Minuten sieben Fehlwürfe fabrizierte.

Stattdessen blieb es eng und Dessau konnte die Anfangsnervosität ablegen. Als nach 28 Minuten Stefan Matz die Rote Karte sah, weil die Schiedsrichter bei einem Dessauer Konter einen Ellenbogencheck des Berliners gesehen hatten, kamen die Füchse gänzlich aus dem Tritt, Dessau konnte vorlegen und ging mit einer 16:12-Führung in die Pause.

In der Kabine gab Sviridenko seinen Mannen einige warme Worte mit auf dem weg, aber das Füchsespiel wurde noch schlimmer, als es vorher schon war. Ideenlos im Angriff, harmlos in der Abwehr - Dessau setzte sich immer weiter ab und hatte beim 29:19 in der 55. Minute erstmals einen 10-Tore-Vorsprung erkämpft. Am Ende gelang den Berlinern Ergebniskosmetik, weil Dessau seinen Ersatzspielern eine Chance gab.

Die zupackende Dessauer Abwehr erwies sich als unüberwindbar, Andreas Sprecher im DHV-Tor als überragender Akteur, an dem die Füchse schier verzweifelten. Sämtliche Umstellungen im Angriff blieben bei den Berlinern ohne Wirkung, ein Aufbäumen gegen die Niederlage war nicht erkennbar. "In Angriff und Abwehr hat eigentlich gar nichts funktioniert", sagte ein enttäuschter Füchse-Coach. Selbst Carsten Ohle konnte sich wenig auszeichnen, blieb zwar bei zwei Siebenmetern Sieger, musste sich aber ein ums andere Mal die Bälle von Toni Kern oder Christian Schöne um die Ohren hauen lassen. Auch Patrick Ziebert, der von der 45. bis 50. Minute ins Füchsetor kam, konnte sich nicht auszeichnen.

"Das war ein kollektiver Blackout, den wir heute erlebt haben", sagte Füchse-Manager Mike Männel, "Dessau war einfach aggressiver und wollte den Sieg." Einen Sieg, der Dessau im Abstiegskampf erheblich helfen dürfte, da der direkte Konkurrent aus Wuppertal gegen Spenge nur einen Punkt holen konnte. Die zahlreichen Delitzscher Spieler in der Halle, die sich ihren kommenden Gegner angeschaut haben, dürften einige Erkenntnisse übe die Füchse gewonnen haben. "Gegen den Tabellenführer werden wir ein anderes Füchse-Team sehen", ist sich allerdings Sviridenko sicher.

Dessauer HV - Füchse Berlin 30:22 (16:12)

Dessau: Schöne 8/5, Kern 6, Pistolesi 5, Heddrich 5, Langen 3, Reckzeh 2, Baumgärtel 1

Füchse: Hartensuer 5/2, Schücke 4, Rivera 4, Matz 2, Deffke 2, Mathews 2/1, Roemling 1, Pohlack 1, Pieper 1

Siebenmeter: 6/7 - 3/3
Zeitstrafen: 6 - 6 Minuten (Pistolesi 2x, Matschos 1x - Deffke, Rivera, Hartensuer je 1x)
Disqualifikation: Matz (28., grobes Foulspiel)
Schiedsrichter: Jakob, Fischer
Zuschauer: 1.300

Spielfilm:
1:2 (5.), 5:5 (10.), 10:11 (21.), 13:12 (25.), 16:12 (HZ) - 18:13 (36.), 21:14 (42.), 24:16 (45.), 27:19 (50.), 29:19 (55.), 30:22 (EN)




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