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04.06.2011|Spielbericht|RM - handball-world.com

Champions League, wir kommen! Auswärtssieg in Magdeburg

Am Ende war der Blick nach Lemgo überflüssig, auch der dortige Sieg der Rhein-Neckar Löwen tat den Füchsen Berlin nicht mehr weh. Mit einem 30:24 (11:12)-Auswärtssieg beim SC Magdeburg sicherten sich die Füchse den dritten Tabellenplatz und damit die direkte Qualifikation zur Champions League. Eine grandiose und sensationelle Saison wurde am Ende nochmals gekrönt, der Sieg in Magdeburg bedeutete auch eine Serie von acht Siegen in Folge.

Die Ausgangslagen vor der Partie waren völlig unterschiedlicher Natur. Der SCM war Dank des Europapokalsiegs von Frisch Auf! Göppingen sicher für den Europapokal qualifiziert und wollte einen versöhnlichen Saisonausklang vor ausverkauftem Haus feiern. Für die Berliner Füchse hingegen stand die direkte Qualifikation für die Champions-League auf dem Spiel. Mindestens ein Punkt war nötig, um nicht auf die Schützenhilfe des TBV Lemgo gegen die Rhein-Neckar-Löwen angewiesen zu sein. Die Ausgangslage hierfür war für die Gäste nicht optimal. Markus Richwien verletzte sich im Heimspiel gegen Wetzlar und hinter dem Einsatz von Sven-Sören Christophersen stand zu Beginn auf Grund eines Muskelfaserrisses in der Wade auch ein Fragezeichen.

Beide Teams gingen zu Beginn hoch konzentriert zu Werke und schenkten sich keinen Zentimeter in der Bördelandhalle. Die Anfangsphase dominierten vor allem die Torhüter auf beiden Seiten. Sowohl Dario Quenstedt als auch Silvio Heinevetter hielten, was zu halten war. Bereits wenige Minuten nach Beginn war klar, dass Michal Kubisztal auf der linken Rückraumposition doch auf Unterstützung von Christophersen zählen konnte. Der Nationalspieler wurde bereits zu kurzen Einsätzen eingewechselt. Die Partie blieb jedoch ausgelichen und nach 18 gespielten Minuten war beim 6:6 noch kein Favorit zu erkennen.

So wechselte auch in der Folge stetig die Führung. Erst zur Halbzeit konnte der SCM sich ein Tor Vorsprung erkämpfen. Und das obwohl die Füchse Berlin mit dem Schlusspfiff einen Siebenmeter zugesprochen bekamen. Doch die Strafwürfe waren bis zu diesem Zeitpunkt kein Vorteil für die Berliner. Nachdem zuvor schon Kubisztal und Nincevic vergaben, blieb auch Mark Bult gegen Dario Quenstedt erfolglos und bescherte seinem Team die 12:11-Halbzeitführung.

In der zweiten Hälfte machten sich nicht nur die 30 Grad Außentemperatur bemerkbar, auch die Stimmung in der Halle kochte. Die Teams lieferten sich erneut einen Schlagabtausch um jedes Tor. Auch wenn der SCM mehrfach die Chance hatte sich eine Führung zu erkämpfen, leisteten sich die Magdeburger in den entscheidenden Situationen dann doch immer wieder Fehler. Sie legten zwar immer wieder vor, doch die Füchse egalisierten die Führung. Konrad Wilczynski war es dann auch, der den Siebenmeter-Fluch besiegte. Der scheidende Füchse-Linksaussen traf als erster Füchse-Spieler gegen Quenstedt zum 16:16.

Nachdem bislang die Führung der Teams nie mehr als einen Treffer betrug, legten die Füchse Berlin einen dreiminütigen Zwischenspurt ein und machten aus der 16:15-Führung der Magdeburger eine eigene 17:20-Führung. Eine unnötige Dezimierung fingen sich das Team von Frank Carstens dann in der 50. Minute ein. Nachdem das Berliner Team einen Abpraller ergatterte, sahen die Spieler von SCM den Werfer Torsten Laen im Kreis. Bartosz Jurecki reklamierte so lautstark, dass die beiden Unparteiischen ihn für zwei Minuten hinausstellten. Die Überzahl nutze der Champions-League-Aspirant aus und erhöhte auf 19:25.

Dieser Zwischenspurt reichte letztendlich für den 30:24-Sieg und damit den dritten Tabellenplatz für die Füchse Berlin. Das Team von Dagur Sigurdsson qualifiziert sich damit direkt für die Champions-League in der kommenden Spielzeit.

Stimmen zum Spiel:

Frank Carstens - Trainer SC Magdeburg:
Wir hatten in der ersten Halbzeit eine spektakuläre Torwartleistung, die uns Rückendeckung gab. In der zweiten Hälfte konnten wir die Qualität nicht halten. Wir haben zu viele Bälle vorn verloren, aber auch die Qualität in der Deckung ließ nach. Bei den Berlinern haben wir die Konstanz gesehen, die sie die ganze Saison ausgezeichnet haben. Ich freue mich dennoch über unseren siebten Tabellenplatz und die Entwicklung innerhalb der Saison.

Dagur Sigurdsson - Trainer Füchse Berlin:
Wir sind überglücklich, das weiß natürlich jeder. Ich möchte mich erstmal bei unserer medizinischen Abteilung bedanken, dass sie Sven-Sören Christophersen fit bekommen haben. In der zweiten Halbzeit war das eine riesen Mannschaftsleistung. Es war keine einfache Aufgabe hier in dieser Halle, wo es richtig kocht, zu spielen.




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