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12.07.2005|Information|on

Bob Hanning: "Ich glaube an Berlin"

Bob Hanning hat sich entschieden: er möchte den Berliner Handball etablieren und die Füchse in die große Welt des Profihandballs führen. Vorerst gilt es jedoch, die aktuellen Probleme des Zweitligisten zu lösen, professionelle Strukturen müssen her. Wir sprachen mit Bob Hanning über seine Beweggründe, in der Hauptstadt Managementaufgaben wahrzunehmen.



Herr Hanning, nach der Lizenzerteilung durch das HBL-Schiedsgericht wurde das schon lange nicht mehr ganz geheime Geheimnis gelüftet: Sie werden als Manager künftig die Geschicke der Füchse leiten. Wie lange läuft der Vertrag?

Es gibt noch keinen Vertrag, da es noch keine GmbH gibt, die ich als Geschäftsführer leiten könnte. Deswegen gab es ja auch die Probleme bei der Lizenzerteilung. Ich bin mir aber mit unserem Präsidenten Frank Steffel einig. Wir werden eine GmbH gründen, um das wirtschaftliche Risiko vom Verein abzuwenden. Es ist vorgesehen, dass ich dann zum Geschäftsführer bestellt werde. Meine Entscheidung steht: Ich bleibe in Berlin.

Wieso das Risiko Berlin? Ein Bob Hanning hatte doch sicher sehr lukrative Angebote aus der 1. Bundesliga?

Ich sehe in Berlin einen schlafenden Bären und glaube, dass man hier etwas bewegen kann. Sicher hätte ich als Trainer in der Bundesliga weitermachen können, und wenn nicht, hätte ich eben gewartet. Die Gespräche in Berlin haben mich aber überzeugt. Und der Weg von einer Landeshauptstadt zur Bundeshauptstadt ist ja nur folgerichtig. Nein, im Ernst, die Aufgabe als Geschäftsführer reizt mich, ich glaube an Berlin.

Wie ist denn Ihr Eindruck von Berlin als Handballstandort?

Der Handball hat es hier natürlich mit einer unglaublichen Konkurrenz zu tun. ALBA, Hertha, Eisbären und noch jede Menge andere sportliche Veranstaltungen, da geht ein kleiner Zweitligist zunächst einmal unter. Aber das muss man jetzt entwickeln, wir müssen Vertrauen schaffen und die Grundlagen legen. Das ist das Ziel für die kommende Saison, um dann im übernächsten Jahr vorne anzugreifen.

Also die Vision 2007?

Das Wort "Vision" hat hier bisher keiner mir gegenüber in den Mund genommen. Das wäre ja auch Quatsch. Ich hasse Fünf-Jahres-Pläne, bei denen du nach dem fünften Jahr sagst: Schade, es hätte ja klappen können. Ich empfinde Druck immer sehr positiv. Wir wissen, was wir erreichen wollen, wie wir es erreichen können und werden uns darauf konzentrieren.

Beim HSV Hamburg waren Sie ja nebenberuflicher Sponsorenaquisiteur. Wie gestaltet sich diese Aufgabe in Berlin?

Wir sind in guten Gesprächen mit Sponsoren und haben positive Signale. Ich hoffe, in kürze den ersten Abschluss präsentieren zu können.

Neben der Sponsorensuche müssen Sie nach dem Abschied von Georgi Sviridenko auch noch einen neuen Trainer finden. Oder sehen wir Sie selber auf der Bank?

Nein, nein, ich leite jetzt solange die Trainingseinheiten, bis ein Trainer gefunden ist. Ich werde definitiv nicht Trainer und Geschäftsführer sein. Es haben sich viele interessante Leute angeboten, aber eine Entscheidung haben wir noch nicht getroffen. Eigentlich haben wir gar keine Zeit für eine lange Entscheidungsfindung, aber wenn man keine Zeit hat, kann man sich auch Zeit lassen.

Mit derzeit neun Spielern, ergänzt um zwei Nachwuchskräfte aus den Jugendmannschaften dürfte es eine sehr anstrengende Saison werden. Kommen noch Spieler zum Kader hinzu?

Ja, da müssen wir noch aktiv werden. Eigentlich brauchen wir noch 2 - 3 neue Spieler. Mal sehen, was zu einem so späten Zeitpunkt noch möglich ist. Das tolle am jetzigen Team ist, dass es alles Berliner Jungs sind, die den Verein im Herzen haben. Sonst wären die doch auch längst weg gewesen. Nein, die Jungs haben Charakter und wir werden mit Sicherheit jetzt nicht wie wild Leute verpflichten, die das Team möglicherweise sprengen. Wir müssen zunächst den sportlichen Klassenerhalt schaffen, die Mannschaft ist stark genug dafür. Carsten Ohle ist allein ein Garant für Erfolg, ich glaube, es gibt in der Liga keinen besseren Torwart. Und auch die anderen Jungs sind sehr gute Spieler, die alle etwas erreichen wollen.

Herr Hanning, viel Erfolg für Ihre Arbeit und danke für das Gespräch.




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