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29.11.2011|Information|SvN/ATz

Füchse überzeugen gegen Rhein-Neckar Löwen mit einem 35:28-Heimsieg

Die Füchse Berlin haben einen Konkurrenten aus den Top5 der Liga deutlich besiegen können. Am 13. Spieltag sicherte sich das Team von Trainer Dagur Sigurdsson mit einem überraschend deutlichen Heimsieg gegen die Rhein-Neckar Löwen vorübergehend den zweiten Tabellenplatz. Bester Werfer war Sven-Sören Christophersen mit sieben Treffern, überragender Mann in der Defensive war Silvio Heinevetter mit 22 Paraden. 

Es war alles angerichtet zum Spitzenspiel zwischen dem Tabellendritten und den Verfolgern aus Mannheim, die mit einem Auswärtssieg zu den „Jägern“ hätten aufschließen konnten. Demzufolge wussten die Gäste um ihre Chance, die sie in der mit 8.874 Zuschauer fast ausverkauften Max-Schmeling Halle nutzen wollten. Mit dem Anpfiff dominierte allerdings zunächst nur eine Mannschaft. Mit einer druckvollen Anfangsphase begannen die Gastgeber, und erspielten sich innerhalb von fünf Minuten einen 5:1 Vorsprung. Silvio Heinevetter erwies sich erneut in guter Form und parierte innerhalb der ersten zehn Spielminuten fünf Wurfversuche der Löwen. Auch wenn es den Mannheimern gelang, den Vorsprung der Füchse zwischenzeitlich zu verkürzen, behaupteten diese ihre Führung und blieben spieldominierend.

Allerdings gewann das Spiel der Rhein-Neckar Löwen an Aggressivität in den Zweikämpfen, sodass diese vermehrt in Ballbesitz kamen und die Partie nun offen gestalteten. Mit einem verwandelten Siebenmeter erzielte Uwe Gensheimer den Anschlusstreffer, doch für den Ausgleich reichte es nicht. Denn die Berliner bewiesen in der folgenden Phase, warum sie zu den besten Mannschaften der TOYOTA Handball-Bundesliga zählen. Sie erzielten vier Treffer in Folge und bauten ihren Vorsprung auf 13:8 aus. 

Im Abschlussdrittel der ersten Halbzeit stand die Abwehr der Hauptstädter weiterhin stabil, Heinevetter vereitelte viele hochkarätige Chancen der Löwen, denen es sichtbar schwer viel die Verteidigung zu knacken. Vor allem Krzysztof Lijewski gelang es, die Baden-Württemberger mit fünf eigenen Treffern in Reichweite zu halten. Doch trotz aller Bemühungen führte kein Weg an der starken Berliner Defensive und Silvio Heinevetter vorbei. Im Angriff fanden die Füchse mehrmals die Lücken in der Abwehr der Gäste und nutzten diese geschickt aus. Mit der Schlusssirene erhöhte Iker Romero zum 17:12 und verzückte mit seinem Team die begeisterten Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle.

Kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs gingen die Löwen couragiert zu Werke und verkürzten durch Gensheimer und Lijewski mit zwei schnellen Treffern. Dennoch gelang es den Hausherren durch ihre erfolgreiche Defensivleistung und weiterer Paraden Heinevetters, die angriffslustigen Löwen zu zähmen. Ergebnisverwaltung betrieben die Füchse hingegen nicht, ganz im Gegenteil. Innerhalb weniger Minuten nutzten sie mehrere Tempogegenstöße, führten nach 40 Minuten mit 24:17 und ließen die Vorfreude der Fans auf einen Sieg stetig steigen. Die deutschen Nationalspieler Sven-Sören Christophersen und Markus Richwien waren die Torgaranten der Füchse und steuerten wichtige Treffer für ihre Mannschaft bei.

Die Schlussviertelstunde brach an, die Gäste kämpften, doch der Vorsprung der Berliner wollte nicht schmelzen. Als fünf Minuten vor Spielende Sven-Sören Christophersen und Ivan Nincevic zum 30:22 erhöhten, war die Entscheidung endgültig gefallen. Gegen die Abwehr der Füchse war heute kein ankommen. Die Rhein-Neckar Löwen hatten die gesamte Partie über kein klares Rezept, um den Hausherren ernsthaft zu zusetzen, sodass sich die Hauptstadthandballer von ihren Fans vorzeitig feiern lassen konnten. Nach nur wenigen Stunden der Vorbereitung konnten die Füchse Berlin damit noch einmal eine Spitzenleistung, wie bereits in Veszprém, abrufen. 35:28 hieß es nach der Schlusssirene. Mit diesem Spielstand sichern sich die Füchse Berlin vorübergehend sogar den direkten Verfolgerplatz hinter dem THW Kiel, da Hamburg erst am Samstag spielt. 



Die Stimmen zum Spiel:

Gudmundur Gudmundsson (Trainer Rhein-Neckar Löwen)

„Berlin hat ein starkes Spiel gemacht in allen Bereichen. Wir hatten viele Fehlwürfe und Silvio Heinevetter war in überragender Form. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir zwar auf drei Tore verkürzen können, hatten aber auch durch mehrere technische Fehler unsere Chancen verspielt.“

Thorsten Storm (Geschäftsführer Rhein-Neckar Löwen)

„Wir waren heute chancenlos und hätten wohl auch gegen schwächere Mannschaften verloren. Zu viele individuelle Fehler sind uns unterlaufen und momentan können wir Berlin nicht das Wasser reichen. Zahlreiche Topchancen wurden ausgelassen. Das reicht nicht, um uns als eine Spitzenmannschaft bezeichnen zu können.“

Dagur Sigurdsson (Trainer Füchse Berlin)

„Es war wichtig, dass wir in drei Tagen zwei ganz wichtige Spiele gewinnen konnten. Durch den Sieg in der Champions League gegen Veszprem sind wir mit breiter Brust zurückgekehrt, das haben wir auch gezeigt. Heute haben hat die Mannschaft sehr gut gespielt und hat die Partie kontrolliert. Doch die nächste Aufgabe wartet auf uns in Polen, deswegen können wir uns nicht ausruhen. Da müssen wir auch wieder alles geben.“

Bob Hanning (Geschäftsführer Füchse Berlin)

„Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen. Uns wurde nach der Heimniederlage gegen Veszprem nachgesagt, dass wir noch nicht reif seien für die Champions League. Doch wir haben bewiesen, dass wir es besser können. Auch durch das tolle Spiel heute hat die Mannschaft einen weiteren kleinen Schritt Richtung Europa gemacht.“
 
 




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