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12.02.2012|Information|SvN

Füchsen erkämpfen wichtigen Sieg gegen Chekhov in der Königsklasse

Eine Partie mit Endspielcharakter: Bereits drei Spieltage vor dem Ende der Gruppenphase ging es für beide Teams um entscheidende Punkte im direkten Duell für den möglichen Einzug in die K.O. Runde. Gänsehaut-Atmosphäre herrschte schon vor Beginn der Begegnung in der mit 8.590 Zuschauern gefüllten Max-Schmeling-Halle. Denn die Halle sollte im späteren Spielverlauf zum wahren Hexenkessel werden.

Sowohl die Gastgeber, als auch die Bären aus Moskau gestalteten die Anfangsphase ausgeglichen, wirkten sehr konzentriert und zielstrebig vor dem Tor. Beinahe jede sich bietende Chance wurde zum Torerfolg genutzt. Folglich lautete das Zwischenergebnis nach zehn Minuten 7:7. Füchse-Coach Dagur Sigurdsson wechselte nun Petr Stochl für den zunächst glücklosen Silvio Heinevetter in das Berliner Tor, wo er prompt einen Siebenmeter hielt und damit den Gegenstoß einleitete, der die Hausherren durch Ivan Nincevic erneut mit 8:7 in Führung brachte.

Dennoch verschwand mit zunehmender Spieldauer die Sicherheit auf beiden Seiten, während die Zweikämpfe mit mehr Härte geführt wurden. Die Gäste aus Russland erwiesen sich als sehr robust und körperbetont, gelangten durch ihre Zweikampfstärke des Öfteren in Ballbesitz und drehten das Spiel zu ihren Gunsten. Doch als sich die Gäste nach fünfzehn Minuten mit 9:12 abzusetzen drohten, besannen sich die Füchse und trotzten der Härte der Gäste. Petr Stochl erwies sich weitere Male als Retter in der Not und brachte mit seinen Paraden die Füchse in Ballbesitz. Das Berlin-Trio Jaszka, Nincevic und Richwien sorgten binnen weniger Minuten für den 12:12 Ausgleich.

Plötzlich begannen die Berliner das Zepter in die Hand zu nehmen, Ivan Nincevic legte kurz nach der Aufholjagd der Hausherren gar den Führungstreffer nach 20 Spielminuten nach. Dennoch zeigte auch der Serienmeister aus Moskau mehr und mehr seine spielerische Klasse. Durch die Abschlussstärke von Rückraumspieler Shelmenko, der Moskau mit seinem fünften Tor zum 16:16-Ausgleich brachte, begann die Partie erneut zu kippen. Denn nicht nur die Nr. 11 von Moskau drückte dem Spiel seinen Stempel auf, auch der wuchtige Siarhei Harbok steuerte mit seinem fünften Treffer eines der darauffolgenden Tore für die Gäste bei. Nun waren es die Bären, welche die Unkonzentriertheit der Füchse ausnutzten und auf 16:19 davonzogen. Ivan Nincevic beendete die kurze Torflaute der Berliner und setzte mit dem 17:19 den Schlusspunkt in der ersten Halbzeit.

Hitzig ging es bereits direkt nach Anpfiff des zweiten Durchgangs weiter, denn die Gäste setzten weiterhin auf ihr körperbetontes Spiel und ließen zunächst kaum Chancen zu. Allerdings kamen auch die Gäste nicht zum Torerfolg, denn Silvio Heinevetter kehrte in das Gehäuse der Füchse zurück und bewahrte die Hausherren mit mehreren Paraden vor einem höheren Rückstand. Durch einige Zeitstrafen auf Gästeseite, spielten folgte eine Überzahlphase der Berliner. Somit eröffneten sich den Hauptstadthandballern mehr Freiräume, welche sehr zur Freude des lautstarken Berliner Publikums ausgenutzt wurden. Mark Bult entzückte die Fans mit zwei Toren in Folge, welche die Füchse zur erneuten Führung katapultierten. 23:22 stand es nun nach 46 Minuten, der Rückstand war gedreht, alles war wieder möglich, die Max-Schmeling-Halle entwickelte sich immer mehr zum Hexenkessel.

Die Schlussphase brach an, die Spannung war nun zum greifen Nahe. Auch wenn sich die Gäste wieder fingen und durch die stark aufspielenden Shelmenko und Harbok die Führung der Berliner erneut egalisierten, ließen Torsten Laen und der überragend spielende Markus Richwien alle Beteiligten erneut lautstark jubeln. Vier Minuten vor dem Spielende sorgte Richwien mit seinem achten Treffer für den 27:27-Ausgleich. Es folgten zwei Aufschreie im Berliner Publikum: zunächst die Freude über die Parade von Silvio Heinevetter und kurz darauf über die erneute Führung durch Ivan Nincevic. Niemanden hielt es noch auf den Sitzen. Moskau stand nun unter Zugzwang und brauchte den schnellen Ausgleichstreffer. Doch als dieser nicht gelang und sich die Gäste nicht ohne ein Foul im Siebenmeter-Bereich zu helfen wussten, hatte Mark Bult die Möglichkeit, um die Partie zu Gunsten der Füchse zu entscheiden. Eine Täuschung, ein Wurf, ein kollektiver Jubel. Der Niederländer behielt die Nerven und verwandelte den vorentscheidenden Ball zum 30:28. Nachdem der Fuchsbau vor Freude bebte, entschärfte Silvio Heinevetter den letzten Versuch der geschlagenen Gäste. Den Schlusspunkt setzte Sven Sören Christophersen zum 31:28, darauf folgte nichts außer ausgelassene Feierstimmung. Mit dem Sieg stehen die Füchse nach diesem Spieltag auf dem dritten Tabellenplatz der Gruppe B der VELUX EHF Champions League. Ein Sieg aus den verbleibenden Spielen gegen Madrid und zu Hause gegen Silkeborg würden reichen, um den Achtelfinaleinzug endgültig perfekt zu machen. Das nächste Champions-League-Heimspiel findet am 25.02.2012 gegen Bjerringbro-Silkeborg statt. Tickets unter www.fuechse-berlin.de

Stimmen zum Spiel:

Dagur Sigurdsson:

„Wir sind stolz darauf, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Die letzten Minuten haben das entschieden. Denis Spoljaric hat sich gewissermaßen geopfert und hat unsere Abwehr in der zweiten Hälfte stabilisiert. Für den ganzen Verein war das ein Riesenschritt, die Zuschauer haben uns getragen und dafür nochmal vielen Dank.“

Markus Richwien:
„ Zu Beginn sind wir nur schwer in das Spiel gekommen und standen noch nicht optimal in der Abwehr. Doch mit Beginn der zweiten Hälfte konnten wir den Ball besser laufen lassen und somit hatten wir genug Freiräume auf den Außenpositionen.“

Wladimir Maximov: 
„Die letzten fünf Minuten haben das Spiel entschieden. Wir haben in der entscheidenden Phase zu schlechte Würfe abgegeben. Besonders Markus Richwien konnte heute kaum gestoppt werden.“




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