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25.02.2012|Information|ATz

Füchse ziehen ins Achtelfinale der VELUX EHF Champions League ein

Mit dem 28:27-Heimsieg gegen Bjerringbro-Silkeborg haben sich die Füchse Berlin für die Runde der besten 16 Handballclubs der Welt qualifiziert. Bester Werfer war Sven-Sören Christophersen mit acht Treffern. Nach den Ergebnissen der anderen Teams ziehen die Berliner Handballer nun als Gruppenvierter ins Achtelfinale ein. Am Dienstagvormittag um 11 Uhr wird in Kopenhagen ausgelost. Mögliche Gegner sind der HSV Hamburg, FC Barcelona und der Sieger aus der morgigen Partie AG Kopenhagen gegen THW Kiel. 

Die Bedeutung des "Endspiels" war auch den Spielern auf dem Parkett anzumerken. Immerhin ging es für die Füchse Berlin um nichts geringeres als den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Auch die Gäste aus Dänemark, mit drei frisch gebackenen Europameistern in den eigenen Reihen, wollten die Reise keinesfalls als Punktelieferant angetreten haben. Insbesondere Niklas Landin im Tor der Silkeborger zeigte, warum er als eines der größten Torwart-Talente gilt. Doch insbesondere Sven-Sören Christophersen, bester Champions-League-Werfer der Füchse Berlin, nahm sich ein Herz und überzeugte als Rückraumshooter. Drei Tore gingen in den ersten 15 Minuten auf sein Konto.

Die Partie blieb trotzdem offen, keines der beiden Teams konnte sich in den ersten zwanzig Minuten absetzen. Dann waren es jedoch zunächst die Gäste, die den Ton angaben. Immer wieder parierte Landin und im Angriff fanden die Dänen die Lücken. So ging das Team von Trainer Carsten Albrektsen nach 24 Minuten mit 10:12 in Führung. Doch die Füchse Berlin kämpften sich wieder heran und konnten bis zur Halbzeit gar wieder in Führung gehen. Beim Stand von 14:13 gingen die Teams in die Pause.

Beim dänischen Vizemeister lenkte Rasmus Lauge Schmidt die Geschicke von der Rückraummitte-Position und glänzte zudem auch als erfolgreicher Torschütze. So blieb die Partie auch nach dem Wiederanpfiff weiter spannend und die Silkeborger glichen immer wieder aus. Die Partie gegen den punktlosen Tabellenletzten hatten sich die Gastgeber leichter vorgestellt. Nach einer Durststrecke im Angriff stand es nach wenigen Minuten in Halbzeit zwei 17:20 für die Gäste. Dagur Sigurdsson nahm seine Auszeit, konnte aber damit auch die Erhöhung auf vier Treffer für Silkeborg nicht verhindern.

Im Tor wechselte der Füchse-Coach, nachdem die Defensive nicht gut in die zweite Hälfte startete, Silvio Heinevetter aus und brachte Petr Stochl. Doch immer wieder scheiterten die Werfer auch im Angriff am überragenden dänischen Nationaltorhüter Niklas Landin. Im Tor konnte Petr Stochl  gegen den dänischen Angriff nichts ausrichten, sodass sein Auftritt nur von kurzer Dauer war. In der 49. Minute kam Silvio Heinevetter für die wichtige Schlussphase zurück. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Füchse Berlin weiterhin mit 22:25 zurück. Im Angriff brachte Bartlomiej Jaszka dann für die Gastgeber den Schwung zurück in die Partie.

Mit seinem Treffer zum 25:25 brachte Ivan Nincevic dann auch die mit 8.816 Zuschauern gefüllte Max-Schmeling-Halle zum kochen. Die Halle war jetzt voll da und feuerte das Team an. Aber es waren wieder die Gastgeber die zum 27:25 vorlegten. In der 54. Minute erhielt dann Kasper Nielsen nach Foul an Sven-Sören Christophersen die rote Karte, sodass die Füchse in Überzahl wieder heran kamen. Es entwickelte sich ein echter Handballkrimi in den letzten Spielminuten.

Mit seinem beherzten Treffer zum 28:27 brachte Mark Bult sein Team dann drei Minuten vor Schluss die Führung. Den folgenden Ball hielt Füchse-Keeper Silvio Heinevetter spektakulär mit der Fußspitze. Dann wurde es jedoch hektisch auf dem Spiefeld. Nach einem Einwurf, der den Füchsen zustand, schnappte sich ein Silkeborger Spieler den Ball und die Gäste erzielten einen Treffer per Gegenstoß. Dieser Treffer wurde jedoch regelgerecht vor Wiederanpfiff annulliert, da der Einwurf hätte für die Füchse ausgeführt werden müssen. Der Treffer verschwand von der Anzeigetafel und die Füchse Berlin führten weiter mit 28:27 und führten den Einwurf aus. Der folgende Angriff der Füchse Berlin landete jedoch in den Händen von Niklas Landin. Am Ende rettete Sven-Sören Christophersen dann mit einem Foul wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff die Führung, erhielt dafür dann jedoch die rote Karte. Der direkte Freiwurf landete neben dem Tor und die Berliner sicherten sich mit dem 28:27-Heimsieg den Einzug ins Champions League Achtelfinale.
 
Tore Füchse Berlin: Christophersen 8, Nincevic 5/2, Sellin 4, Jaszka 4, Romero 3, Bult 2, Löffler 1, Richwien 1 
 




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