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19.08.2005|Information|on

Premiere gelungen - 3.577 Zuschauer bejubeln 23:38-Niederlage

Standing Ovations, la Ola, eine Riesen-Stimmung in der Berliner Max-Schmeling-Halle - die Saisonpremiere in der neuen Heimstatt war für die Füchse Berlin ein voller Erfolg. Zwar gewann Gegner Flensburg/Handewitt die Partie locker mit 38:23 (23:11), aber am Ende sah man nur zufriedene Gesichter. "Danke, Berlin", sagte ein erschöpfter aber glücklicher Bob Hanning schon Mitte der zweiten Halbzeit über die Beschallungsanlage.


Denn was innerhalb der letzten vier Wochen aus den provinziellen Reinickendorfer Füchsen geworden ist, lässt viele Beobachter nur staunen. "Das war höchst professionell, was die Füchse hier heute abend geboten haben", sagte ein Zuschauer und alle um ihn herum nickten eifrig mit dem Kopf. Es habe sehr großen Spaß gemacht, man freue sich auf viel mehr derartiger Spiele.

Dass die Füchse gegen die europäische Top-Mannschaft aus Flensburg spielerisch chancenlos war, spielte dabei keine Rolle. Bis zur 8. Minute konnten die Berliner das Spiel noch ausgeglichen gestalten, dann aber zog der Vizemeister das Tempo an und kombinierte nach Belieben, weil die Füchse-Abwehr zu viel Respekt vor den großen Namen zeigte. "Die Jungs waren übermotiviert", befand Bob Hanning, zeigten aber "insgesamt eine Super-Einstellung."

Nachdem Carsten Ohle nach gut 20 Minuten seinen Rückenproblemen Tribut zollen musste, kam der junge Jens Vortmann in den Kasten. Nach anfänglichen Problemen steigerte er sich in der zweiten Hälfte enorm und kaufte den Flensburger Vorderleuten so manche Großchance ab.

Sehenswert auch der Kempatrick von Stefan Matz auf Christian Schücke, der zum 20. Füchse-Tor führte. "Die Jungs haben in der zweiten Halbzeit schöne Angriffe ohne Angst gezeigt", sagte Mike Männel und freute sich über die "erstligareife Stimmung in der Halle." Dies sah auch Bob Hanning so. Der Manager der Füchse dachte aber direkt nach der Partie schon an den 14. September. "Jetzt müssen wir auf das erste Heimspiel der Saison hinarbeiten", sagte Hanning, den es während des heutigen Spiels nicht auf seinem Sitzplatz hielt. "Ich habe gemerkt, dass ich bei einem Spiel nicht auf meinem Hintern sitzen bleiben kann." Und so flüchtete er sich in die dunklen Fluchten zwischen den Tribünen und ging dort auf und ab.

Füchse Berlin - SG Flensburg/Handewitt 23:38 (11:23)

Füchse: Schücke 4, Rose 3, Roemling 3, Detlof 3, Deffke 3, Hartensuer 2/2, Hok 2, Loge 1, Matz 1, Pieper 1

Flensburg: Christiansen 7/2, Stryger 6/1, Lijewski 4, Kos 4, Solberg 3, Knudsen 3, Holm 3, Sprem 3/1, Boldsen 2, Nielsen 2, Friks 1

Zeitstrafen: - Siebenmeter: 2/2 - 4/5 (Ohle hält gegen Christiansen)




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