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06.03.2012|Information|RoM

Füchse siegen in Lübbecke dank starker Schlussphase

Bis zur vierzigsten Minute konnte der TuS N-Lübbecke den Füchsen Berlin Paroli bieten. Dann setzte sich der Favorit kontinuierlich ab, so dass die Hausherren am Ende deutlich mit 24:31 (13:13) unterlagen. Dabei hatte bei den Gastgebern vor allem Arne Niemeyer nach seiner Einwechslung gut ins Spiel gefunden und für die einfachen Tore gesorgt. Die Gäste konnten aber die Abwehr stabilisieren, Torhüter Heinevetter steigerte sich und so hatte der Tabellen-Zweiten am Ende wenig Mühe. Bei den Füchsen überzeugten vor allem Mark Bult und Sven-Sören Christophersen (je 7) im Rückraum.

Beide Teams hatten nur zwei Tage Zeit gehabt sich auf die erste Partie des 23. Spieltages vorzubereiten. Während der TuS N-Lübbecke am Sonntag beim Tabellenletzten in Hildesheim am Ende souverän gewonnen hatte, retteten sich die Füchse zeitgleich in der Schlusssekunde gegen Göppingen ein Unentschieden. Zwei Tage später kam es dann am heutigen Abend in Lübbecke zum direkten Duell, trotz der zuletzt durchwachsenen Spiele waren die Berliner als Tabellenzweiter favorisiert. 

Den besseren Start erwischten aber die Hausherren: Der Angriff harmonierte und mit schnellem, druckvollen Spiel ging Lübbecke 3:1 in Führung. Am Kreis hatte Mattias Gustafsson den Vorzug vor Frank Loke erhalten, er erzielte auch gleich die ersten beiden Treffer. Dann kam aber Sand ins Getriebe der Gastgeber, gleichzeitig fassten die Berliner Fuß. Über sechs Minuten blieb der TuS ohne Torerfolg, während die Gäste einen 5:0-Lauf aufs Parkett zauberten und erstmals mit drei Toren in Führung gingen. 

Weiter ausbauen konnten die Berliner den Vorsprung allerdings nicht, dafür war ihr Spiel noch nicht flüssig genug. Immerhin konnte nach längerer Verletzungspause erstmals wieder Alexander Petersson mitwirken, der allerdings nur in der Abwehr eingesetzt wurde. Der zuletzt schmerzlich vermisste Isländer wurde am heutigen Abend aber im Angriff auch nicht benötigt, Mark Bult machte seine Sache glänzend und traf in Serie, am Ende sollten es sieben Treffer sein. 

Das allein reichte allerdings nicht gegen selbstbewusste Hausherren, die trotz des für sie ungewohnten Spielpensums ihre Kraft aus der Qualifikation zur Pokalendrunde zogen. In der 14. Minute brachte sie dann auch Daniel Svensson beim 8:7 wieder in Führung. So blieb die Partie ausgeglichen, auch weil sich auf beiden Seiten die Torhüter nicht auszeichnen konnte. Selbst einen zwischenzeitlichen Rückstand mit zwei Toren konnte Lübbecke wieder ausgleichen, mit 13:13 ging es in die Kabine. 

Mit Beginn des zweiten Durchgangs wurden die Gäste regelrecht überrumpelt. Arne Niemeyer zeigte sich sehr spielfreudig und brachte die rot-schwarzen schnell in Führung. Die Berliner eroberten sich die Führung mit Treffern von Torsten Laen und Markus Richwien dann aber wieder zurück, das Spiel blieb ausgeglichen. In der 39. Minute konnte Frank Loke in Überzahl allerdings letztmals den Anschlusstreffer für Lübbecke erzielen, die kurzzeitig nochmals auf 17:18 verkürzten. 

Danach gaben die Berliner klar den Ton an. Silvio Heinevetter kam immer besser ins Spiel, auch weil nun die Abstimmmung mit der Abwehr passte. Nach eigener Unterzahl kamen die Füchse schnell in Überzahl, Artur Siodmiak musste pausieren. Und im Gegensatz zur ersten Halbzeit konnten die Berliner jetzt auch ihr Überzahlspiel nutzen: Sven-Sören Christophersen traf zum 20:17 und sorgte damit für die erneute Drei-Tore-Führung.

Christophersen war ohnehin der stärkste Berliner Feldspieler in der zweiten Halbzeit, daran konnte auch eine zwischenzeitliche Manndeckung von Frank Loke oder Nicky Verjans nichts ändern. Auch der Torhüterwechsel beim TuS sollte keine Wende mehr bewirken - die Füchse setzten sich schrittweise ab. Trainer Dagur Sigurdsson variierte jetzt in der Aufstellung, brachte auch Iker Romero und Jonathan Stenbäcken im Berliner Rückraum. 

Den Berliner Sieg konnten die Hausherren in der Folge nicht mehr gefährden, einzig Arne Niemeyer hatte nach der Pause für ausreichenden Druck gesorgt. Beim 29:21 für die Füchse war das Spiel gut sechs Minuten vor Schluss entschieden, die Gäste ließen es jetzt etwas lockerer angehen. Der TuS N-Lübbecke fand in der Schlussphase nochmals zu seiner Konzentration zurück, verhinderte dadurch allerdings nur eine noch höhere Niederlage. Am Ende musste sich das Team von Markus Baur beim 24:31 (13:13) geschlagen geben.




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