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26.08.2012|Information|SvN

Füchse starten mit 29:25-Auftaktsieg gegen GWD Minden in die Saison

Die Füchse Berlin sind mit einem Arbeitssieg in die neue Saison der DKB Handball-Bundesliga gestartet. Der Dritte der Vorsaison gewann mit 29:25 (15:10) gegen Aufsteiger GWD Minden. Die 8.435 Zuschauern in der Berliner Max-Schmeling-Halle sahen ein ansehnliches Spiel am Sonntagabend. Die meisten Berliner Tore warf am Sonntag Ivan Nincevic (7/2), gefolgt von Sven-Sören Christophersen (6) und Markus Richwien (5).

Die Füchse begannen die Partie mit Petr Stochl, während Heinevetter verfolgte die Begegnung aufgrund von Knieproblemen von der Tribüne aus und sah dabei zahlreiche Glanztaten seines Torhüterkollegen, der insgesamt über 20 Würfe abwehrte. Der erste Torjubel Heinevetters und der weiteren Zuschauer erfolgte wenig später, als sich Sven Sören Christophersen als erster Torschütze für die Gastgeber eintrug. 

Auf der Gegenseite gelang Aljoscha Schmidt zunächst der Ausgleich für den Aufsteiger, doch durch den zweiten Treffer von Christophersen zeigten sich die Mindener beeindruckt, auch weil Petr Stochl vier weitere Würfe der Westfalen parierte. Die Füchse waren spielbestimmend, hatten allerdings Mühe sich abzusetzen. Erst nach zehn Minuten Spielzeit machte sich die Überlegenheit der Hauptstadthandballer auf der Anzeigetafel bemerkbar. Ivan Nincevic, der bei den Olympischen Spielen in London Bronze gewann, erhöhte mit seinem verwandelten Siebenmeter den Vorsprung der Berliner auf 5:2. 

Alles schien von nun an wie nach Plan für den Champions-League-Teilnehmer zu laufen, bis sich Schwächen im Abschluss herausstellten. Nachdem Mindens Trainer Ulf Schefvert bereits zum Time Out gebeten hatte, legten die Gäste langsam ihren Respekt vor dem Gegner ab. Mit zwei schnellen Treffern durch ihren Rückraumspieler Nenad Bilbija und einem erkämpften Tor am Kreis von Vignir Svavarsson schloss der GWD Minden wieder zu den Füchsen auf. Vor allem der ehemalige Berliner Jens Vortmann als Schlussmann von GWD machte es seinen früheren Teamkameraden schwer.

Nachdem Dagur Sigurdsson seinerseits die Timeout-Karte auf den Tisch legte und Iker Romero ins Spiel brachte, sprang dieser auch sofort in die Bresche. Der Routinier verwandelte zwei spektakuläre Würfe aus dem linken Rückraum. Doch nicht nur der Spanier sorgte dafür, dass die Füchse in Führung blieben - großen Anteil daran hatte auch Petr Stochl. Der Tscheche wehrte zu diesem Zeitpunkt bereits neun Bälle der Mindener ab und hielt somit sein Team in Führung. 

Bis zur 22. Minute hielten die Gäste munter mit, verkürzten den Rückstand auf 9:8 und ließen nicht locker. Bei den Füchsen unterstrich besonders Ivan Nincevic einmal mehr seine Qualitäten vor dem Tor. Der Kroate war ständiger Unruheherd auf der linken Angriffseite und war jederzeit bei Tempogegenstößen der Berliner zur Stelle. Ihm war auch der Zwischenspurt zu verdanken, mit dem sich die Füchse wieder absetzen konnten. Er erzielte drei seiner fünf Tore in den letzten drei Minuten zum 15:10 Halbzeitstand. 

Mit viel Schwung kam GWD Minden aus der Kabine und weiterhin bekamen die Füchse deren Rückraum-Ass Bilbija nicht in den Griff. Dessen zwei Treffer ließen den Vorsprung der Berliner gleich zu Beginn schmelzen, die weiterhin mit der 6:0 Abwehr des Aufsteigers zu kämpfen hatten. Allerdings kamen die Mindener nicht bis auf ein zwischenzeitiges 19:16 heran, da Petr Stochl bereits überragende 15 Versuche abwehrte und langsam begann, sein Tor zuzumauern. Darüber hinaus war Markus Richwien ein weiterer Aktivposten bei den Berlinern, nicht nur wegen seines vierten Treffers zum 21:16, sondern aufgrund seiner Defensivarbeit.

Die Ungewissheiten über einen Favoritensieg oder eine Überraschung legten sich nach einer Dreiviertelstunde, als die Gastgeber erneut davonzogen und ihre Fünf-Tore Führung von der Halbzeitpause wieder herstellen konnten. Zwar übte das Trio Nenad Bilbija, Aljoscha Schmidt und Sören Südmeier weiterhin viel Druck aus, doch mit weiteren Paraden von Petr Stochl und den effektiven Gegenstößen von Christophersen und Ivan Nincevic sicherten sich die Gastgeber den Sieg. Mit 29:25 setzten sich die Füchse Berlin am Ende durch und fuhren so die ersten beiden Punkte der Saison 2012/2013 ein. 

Stimmen zum Spiel:

Ulf Schefvert (Trainer GWD Minden)
„Es war nicht das einfachste Spiel, bei den Füchsen zur Premiere anzutreten. Wir haben ganz gut gespielt in den ersten 25 Minuten und waren vielleicht ein bisschen naiv in den letzten drei Minuten der ersten Halbzeit. Wir reden hier über insgesamt sieben Minuten, wo das Spiel entschieden wurde. Meine Glückwünsche zum Sieg an die Füchse Berlin.“

Dagur Sigurdsson (Trainer Füchse Berlin)
„Wir waren nicht zufrieden mit dem Spiel und haben nicht zusammen gefunden. Ich war aber zufrieden mit Ivan Nincevic und mit Markus Richwien, die haben mit Emotionen gespielt und eine gute Leistung abgerufen. Aber insgesamt sind wir noch weit von unserer normalen Leistung entfernt.“

Bob Hanning (Geschäftsführer Füchse Berlin)
„Man kann sicherlich besser spielen, als wir das getan haben. Wir haben jetzt zwei Punkte und sind sogar zwei Punkte vor Hamburg. Wenn mir das jemand vor dem ersten Spieltag gesagt hätte, hätte ich das sofort unterschrieben.“




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