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06.10.2005|Information|on

Füchse am Freitag nach Ahlen

Ob das ein gutes Vorzeichen ist? In unmittelbarer Nähe zur Ahlener Friedrich-Ebert-Halle befindet sich der „Berliner Park“, ein großes Stück grüne Lunge in der Stadt Ahlen. Wenn die Füchse am Freitagabend beim Aufstiegsaspiranten Ahlener SG ihre Visitenkarte abgeben, werden sie viel Luft brauchen, um dort bestehen zu können.


„Wir sind sicherlich Außenseiter“, sagt Füchse-Trainer Jörn-Uwe Lommel vor der Partie, fügt aber hinzu:“ Ein Außenseiter mit Chancen.“ Denn als Betriebsausflug will der Trainer die lange Fahrt in den für seine Pferde bekannten Landkreis Warendorf nicht sehen. „Das Spiel muss erst gespielt werden und Ahlen steht mehr unter Druck als wir“, sagt der Trainer, denn wer sich zum erweiterten Favoritenkreis um den Aufstieg sehe, für den sei ein Spiel gegen die Füchse eine Pflichtaufgabe.

Doch Ahlen hat so seine Probleme. Tobias Skerka verletzte sich bei der knappen Pokalniederlage gegen Erstligist TuS N.-Lübbecke und erlitt eine dreifache Gesichtsfraktur. „Ohne ihn sind wir keine Spitzenmannschaft mehr“ sagte ASG-Trainer Holger Kaiser nach der deutlichen Niederlage seiner Mannschaft in Hildesheim. Da Skerka noch mindestens acht Wochen ausfallen wird, ist man in Ahlen auf der Suche nach einer Alternative. Möglicherweise kehrt der Pole Tomasz Lebiedzinski zurück, der die ASG in der letzten Saison verließ und in seine Heimat zurückkehrte.

Auch die Füchse suchen eine Alternative. Denn der Ausfall von Sascha Detlof, der nur noch bis zum 1. November zur Verfügung stehen und sich dann einer erneuten Operation am Knie unterziehen wird, wiegt schwer. „Jetzt auf dem Markt einen guten linken Rückraumspieler zu bekommen, der uns weiterhilft, ist nicht einfach“, weiß Jörn-Uwe Lommel. Die verbliebenen Spieler müssen sich jetzt durchbeißen, hofft der Trainer auf andere Reaktionen als Resignation.

Immerhin treffen in Ahlen zwei der abwehrstärksten Mannschaften aufeinander. 24 Gegentore haben die Füchse bisher im Schnitt pro Spiel hinnehmen müssen, nur der TuS Spenge weist eine minimal bessere Quote auf. Aber auch Ahlen hat mit bisher 27 Gegentoren pro Spiel eine sattelfeste Abwehr vorzuweisen. Allerdings läuft der Angriffsmotor der Füchse noch lange nicht rund. Aus dem Spiel heraus fallen zu wenig Tore, was den nur eingeschränkten Einsatz von Sascha Detlof noch schwerwiegender macht.

Immerhin konnten die Berliner in der vergangenen Saison erstmals in den gemeinsamen Zweitligajahren gegen Ahlen gewinnen. Mit 23:22 gelang der Überraschungscoup bei der ASG. „Das war eine andere Phase der Saison, andere Mannschaften und sagt überhaupt nichts aus“, will Trainer Lommel jedoch nichts von Bilanzen wissen. Am Freitag ab 19.45 Uhr beginnt ein neues Spiel unter ganz anderen Voraussetzungen.




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