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08.10.2005|Information|on

Harmlose Füchse gehen in Ahlen unter

38:25 zeigte am Ende die Anzeigetafel in der Ahlener Friedrich-Ebert-Halle und beschönigte damit den Abend aus Füchse-Sicht, denn die Zeitnehmer hatten beim 35. Tor der Ahlener das Gerät nicht richtig bedient. Aber ob nun 39:25 oder 38:25, für die Füchse war es eine der höchten Niederlagen aller Zeiten.


Man habe am Freitagabend zwei Teams mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen gesehen, sagte ein sichtlich unzufriedener Jörn-Uwe Lommel nach dem Spiel, bei dem bei den Füchsen nichts zusammenlief. Kein Engagement in der Abwehr, kaum Bewegung im Angriff, letztlich eine totale Aufgabe angesichts des Rausches, in den sich die ASG spielte.

"Wir haben die letzten sieben Tage nicht zusammen gearbeitet. Jens Deffke hat gegen Bernburg einen Nasenbeinbruch erlitten, Roemling konnte wegen seiner Verletzung am Wurfarm nicht richtig werfen." Die Gründe für diese deftige Niederlage sah Lommel bereits im Vorfeld der Partie.

Immerhin führten die Füchse nach drei Minuten mit 2:1. Christian Rose verwandelte einen Siebenmeter und Jörg Hok wurde kurze Zeit am Kreis bestens bedient. Dann aber nahm das Schicksal seinen Lauf.

Nach der Ahlener 6:3-Führung (9.) brachte sich der Gastgeber durch zwei Zeitstrafen in doppelte Unterzahl, aber die Füchse konnten daraus kein Kapital schlagen. Im Gegenteil, Ahlen baute seine Führung sogar aus. Beim 15:8 nahm Jörn-Uwe Lommel eine Auszeit, doch genützt hat das nichts. Ahlen spazierte durch die Berliner Abwehr wie durch ein Getreidefeld.

Nach 25 Minuten schickte Lommel Jens Vortmann für Carsten Ohle ins Tor, Christian Rose verkürzte auf 11:16. Und wäre der folgende Tempogegenstoß mit einem Torerfolg gekrönt worden, vielleicht wären die Füchse noch einmal heran gekommen. Aber in dieser kurzen Drangphase ließ Ahlen nichts anbrennen. Mit 19:12 ging es in die Kabinen.

Mach der Pause das gleiche Bild: Einfache Ahlener Tore, mühsame Spielzüge der Füchse. Selbst drei Tore in Folge von Stefan Matz zum 17:23 , der von Christian Rose bestens bedient wurde, konnten keine Wende mehr einleiten, denn Jörg Hok schubste allzu offensichtlich den flinken Benny Lindt und kassierte völlig zurecht eine Zwei-Minuten-Strafe. Die Folge: Ahlen machte nun seinerseits drei Tore in Folge. Die Partie war spätestens zu dieser Zeit entschieden.

"Heute paßte in keinem Mannschaftsteil irgendetwas zusammen", sagte Carsten Ohle nach der Partie ziemlich ratlos. "Heute fehlte die Aggressivität."

Jörn-Uwe Lommel formulierte es ein wenig diplomatischer: "Die Ahlener Fans haben heute eine sehr engagierte Ahlener Mannschaft gesehen." Für die Füchse gelte es, sich auf die Heimspiele zu konzentrieren. Da bekommen es die Füchse am kommenden Freitag mit dem Stralsunder HV mit einem weiteren Aufstiegskandidaten zu tun. "Wir sind besser als das Spiel in Ahlen", drückte Lommel seine Hoffnung aus, ein derartiges Debakel nicht noch einmal zu erleben.

Ahlener SG - Füchse Berlin 38:25 (19:12)

ASG:
Habbe 12, Lindt 8, Bertow 8/2, Weber 6/1, Bagel 4, Schröder 1

Füchse:
Rose 8/3, Detlof 4, Hok 3, Hartensuer 3, Matz 3, Schücke 2, Roemling 1/1, Stupar 1

Zeitstrafen: 14 : 8 Minuten
Rote Karte: Jan Greger (3x2 Minuten)
7-Meter: 3/3 - 4/5 (Rose scheitert an Stochl)
Schiedsrichter: Stefan Ludwig (Hattersheim / Reinhard Pitterling (Großkrotzenburg)

Spielfilm: 1:2 (3.), 6:3 (9)., 10:7 (14.), 15:8 (22.), 16:11 (26.), 19:12 (HZ) -
23:14 (36.), 23:17 (40.), 26:17 (43.), 30:20 (49.), 35:22 (54.), 38:25 (EN)*
*ein reguläres Tor der ASG wurde von den Zeitnehmern "Übersehen".




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