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24.09.2012|Information|ATz

Bobs Kolumne: In Schwerin hätte es nicht soweit kommen dürfen

Liebe Handballfreunde, es ist kein erfreulicher Anlass, weshalb ich in meiner heutigen Kolumne den Blick zunächst vom Spielfeld ein wenig abwende. In der letzten Woche hat die Profimannschaft des SV Post Schwerin angekündigt einen Insolvenzantrag zu stellen. Zwar will man zunächst weiterspielen, aber die Signale aus der Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns sind äußerst düster. Es sind solche Schlagzeilen, die es uns immer wieder schwer machen den Handball voran zu bringen. Schwerin gesellt sich damit in eine Reihe mit der unrühmlichen Trainerentlassung in Gummersbach, als Jan Gorr noch vor der ersten Trainingseinheit schon wieder gefeuert wurde. Oder der TBV Lemgo, der Stand heute zwar eine Insolvenz abwenden konnte, aber den sportlichen Geschäftsführer Volker Zerbe feuerte und nun auch noch gegen ihn ermitteln lässt.

Dabei darf man nicht die Reihenfolge verwechseln, denn den Negativmeldungen geht immer eine Vorgeschichte voraus. Und diese Vorgeschichten sind handgemacht, von den Clubs selbst zu verantworten. Wir müssen uns da stärker hinterfragen, was wir wollen und was wir dafür tun müssen. Mit uns meine ich in meiner Funktion als Vizepräsident der Liga ausdrücklich auch die Handball-Bundesliga. Schwerins Geschäftsführer hat erst vor kurzem seine Aufgabe angetreten und fragt zurecht, wie es sein kann, dass der Club überhaupt eine Lizenz bekommen hat. Deutlicher können die Signale nicht sein, dass wir auf Club- und auf Ligaebene an unseren Strukturen arbeiten müssen. Denn sonst bringen wir den Handball nicht voran sondern steuern sehenden Auges in ein Desaster.
 
Dabei sind doch die Vorzeichen endlich wieder positiver. Die Nationalmannschaft ist und bleibt unser Aushängeschild. Von ihr sind auch die Clubs abhängig, wenn sie sich erfolgreich selbst positionieren und vermarkten wollen. Inzwischen wird bei der Auswahl wieder in Ruhe gearbeitet und am Wochenende hat eine Nationalmannschaft mit vielen jungen Spielern den nächsten Entwicklungsschritt gemacht. Es freut mich natürlich, dass da auch vier Füchse-Spieler dabei waren, besonders stolz bin ich auf Evgeni Pevnov, der seine ersten beiden Länderspiele gemacht hat.
 
Diese positiven Voraussetzungen müssen wir auf Vereins- und Ligaebene nutzen. Dafür müssen wir aber unsere Hausaufgaben machen, an Strukturen arbeiten und von vornherein verhindern, dass solche Negativmeldungen erst auftauchen können. Auch im Interesse der seriös arbeitenden Vereine brauchen wir die entsprechenden Mechanismen. Als Schwerin auch in Berlin nach Jugendspielern fragte, habe ich den Talenten lieber den Weg nach Hüttenberg empfohlen. Zu einem seit vielen Jahren ruhig, sachlich und seriös arbeitenden Club.
 
Unsere aktuellen Jugendspieler waren am Wochenende aktiv. Und ich kann gleich vorneweg sagen, dass es keinen neuen Rekord gab. Mit dem 39:22-Sieg über die Hamburger bin ich natürlich zufrieden, zumal sich Fabian Wiede auch noch bei der Nationalmannschaft verletzt hatte. Weitere Spieler wie Paul Drux hatte ich geschont, sie durften gleich im Anschluss bei der zweiten Mannschaft mit ran. Die hat im Lokalderby gegen Oranienburg immerhin ein Unentschieden geschafft.
 
unsere Profis müssen in der kommenden Woche gleich zwei Mal ran. Erst am Mittwoch beim schweren Auswärtsspiel in Lübbecke und dann am Sonntag gegen Dinamo Minsk. Auf das erste Spiel in der Champions League bin ich natürlich gespannt. Interessant wird es auch in unserem Ausweichquartier im Velodrom und ich hoffe, dass uns viele Füchse-Fans dorthin begleiten werden.
 
Viele Grüße,
 
Bob Hanning
 
Bobs Kolumne unter http://www.bobhanning.de 




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