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26.09.2012|Information|ATz

Füchse setzen sich mit Auswärtssieg in Lübbecke erneut an die Tabellenspitze

Auch im siebten Spiel der neuen Bundesliga-Saison bleiben die Füchse Berlin ungeschlagen. Mit einem 33:29 (14:15)-Sieg beim TuS N-Lübbecke setzen die Berliner sich somit erneut an die Tabellenspitze der DKB Handball-Bundesliga.Eine souveräne Mannschaftsleistung, vor allem in den zweiten 30 Minuten, sicherte den Füchsen die beiden Punkte. Bester Werfer war Ivan Nincevic mit 9/4 Treffern. 

Zu Beginn der Partie profitierten die Füchse im Angriff vor allen Dingen von der Schnelligkeit von Bartlomiej Jaszka, der sich in den ersten 10 Minuten selbst zwei Mal in die Torschützenliste eintrug und seine Nebenleute gut in Szene setzte. Doch Lübbecke hielt, angetrieben von der Stimmung in der ausverkauften Kreissporthalle Lübbecke, konsequent dagegen. Es zeichnete sich ein Kampf auf Augenhöhe im Duell Tabellenzweiten und des Tabellenvierten ab. In der 8. Minute kam dann auch Børge Lund, der bislang nur auswärts in Neuhausen zum Einsatz kam und danach verletzungsbedingt pausierte, wieder im Füchse-Dress zum Einsatz. Der Norweger sorgte nacheinander auf allen drei Rückraumpositionen für Entlastung. 

Ein Favorit ließ sich jedoch zunächst nach dem Spielverlauf noch nicht ausmachen. Nachdem Spielmacher Bartlomiej Jaszka ein Vorteil abgepfiffen und die Beschwerde darüber mit einer Zeitstrafe sanktioniert wurde, konnte Lübbecke erstmals mit zwei Toren in Führung gehen. Als in der Folge Dario Quenstedt einige Füchse-Chancen entschärfte, nahm Dagur Sigurdsson in der 19. Minute beim Stand von 11:8 seine Auszeit, um taktisch auf den Rückstand zu reagieren. Der Trainer brachte Iker Romero und zwei Kreisläufer im Angriff und sorgte so für neue Dynamik im Spiel seines Teams. Damit gelang es den Füchsen beim Stand von 13:12 nach 24 Minuten den Vorsprung der Lübbecker wieder zu verkürzen. Bei dieser Differenz blieb es auch bis zur Halbzeitpause. Beim Stand von 15:14 gingen die beiden Teams in die Kabinen. 

Im zweiten Durchgang waren es dann die Füchse die schwungvoller in die Partie fanden. Ivan Nincevic und Sven-Sören Christophersen sorgten nach nur zwei Minuten für die 16:15 Füchse-Führung. Mit einem stark aufspielenden Silvio Heinevetter im Tor gaben nun die Berliner den Ton an. Nincevic hatte sich förmlich warm geworfen und erzielte in der 44. Minute bereits seinen sechsten Treffer seit dem Halbzeitpfiff. Tor um Tor hatten sich die Füchse Berlin somit eine souveräne 25:20-Führung erspielt. TuS-Trainer Gennadij Chalepo verordnete in der Folge eine Manndeckung gegen Spielmacher Bartlomiej Jaszka. So gelang es den Lübbeckern das Tempo aus dem Berliner Angriffsspiel zu nehmen. 

Der Berliner Vorsprung schrumpfte somit nochmals von sechs auf drei Tore und es bahnten sich spannende Schlussminuten im Lübbecker Hexenkessel an. Doch die Füchse blieben abgeklärt und spielten konsequent die eigenen Angriffe aus. Immer wieder hatte ein Füchse-Werfer die passende Antwort auf die Bemühungen des TuS. Letztlich fuhren die Füchse mit 33:29 den fünften Saisonsieg ein und setzen sich erneut an die Tabellenspitze der DKB Handball-Bundesliga. Am kommenden Sonntag starten die Berliner Handballer nun in die neue Saison der VELUX EHF Champions League. Im Heimspiel empfangen die Hauptstädter am Sonntag um 16:15 Uhr (Velodrom) den weißrussischen Meister HC Dinamo Minsk. 
 
Stimmen zum Spiel:

Dagur Sigurdsson - Trainer Füchse Berlin: Wir haben gewusst, dass es ein schweres Spiel wird. Wir hatten zehn Tage Probleme im Training wegen der Verletzungen und dem Nationalmannschaftslehrgang. In der zweiten Hälfte haben wir aber unseren Rhythmus gefunden und das war dann richtig gut. Der TuS hat sehr stark gespielt und war vom Trainer sehr gut eingestellt. Hier ist es immer sehr schwer, daher sind wir froh gewonnen zu haben. 

Bob Hanning - Geschäftsführer Füchse Berlin: Wir hatten großen Respekt vor der Aufgabe. In Nettelstedt hat sich in den vergangenen zwei Jahren viel entwickelt. Die aktuellen Resultate sind eine Fortsetzung der guten Arbeit. Bei uns muss man sagen, dass wir zu Anfang der Saison wenig überzeugt haben. Dann haben wir uns an Melsungen ein wenig die Finger verbrannt, haben ein gutes Spiel gegen Kiel gemacht und sind heute noch einen Schritt nach vorne gekommen. Wir sind stabiler obwohl unsere etatmäßige rechte Seite fehlte. Letztlich haben wir gewonnen, weil in der entscheidenden Phase Silvio Heinevetter da war. Jetzt kommen die wichtigen Spiele um weiter oben anzuknüpfen. 

Gennadij Chalepo -Trainer TuS N-Lübbecke: Nach der 1. Halbzeit war mehr für uns drin, die hat gut funktioniert. In der 2. Halbzeit ließ die Körpersprache dann nach und die Füchse sind in Führung gegangen. Wir haben die freien Bälle nicht gemacht und sind zu oft an Heinevetter gescheitert. Aber man kann sagen, dass Kampf und Einstellungen bei meiner Mannschaft gestimmt haben. 

 




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