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30.09.2012|Information|SvN

Füchse starten mit Heimsieg in die Champions-League-Saison

Die Berliner Handballfüchse sind erfolgreich in die neue Saison der VELUX EHF Champions League gestartet. Der letztjährige Halbfinalist gewann am Sonntag in der Vorrundengruppe D gegen Dinamo Minsk mit 29:25 (13:13). Im Ausweichquartier Velodrom mussten die Berliner gegen den weißrussischen Meister aber hart um den Sieg kämpfen. Erst als Jaszka das 27:25 anderthalb Minuten vor Schluss unter großem Jubel erzielte, war das Spiel entschieden. Ivan Nincevic war mit acht Toren der auffälligste Berliner. Ihm folgte Bartlomiej Jaszka mit fünf Treffern.

Mit einem Heimspiel in ungewohnter Halle begann die zweite Champions League Saison für die Füchse Berlin. Aus organisatorischen Gründen wichen die Berliner Handballer in das nahe gelegene Velodrom aus, welches wie auch die Max-Schmeling-Halle für die Olympia Bewerbung im Jahre 2000 errichtet wurde. Der Ortswechsel tat der Stimmung vor den 3800 Zuschauern nur bedingt Abbruch, besonders weil sich in der Anfangsphase des Spiels beide Mannschaften keinen Meter schenkten und die Zuschauer mit viel Kampf in ihren Bann zogen. Die Weißrussen stellten ihre Mannschaft mit einer 5:1 Abwehr auf, in der Ivan Brouka den Füchse Spielmacher Jaszka aus dem Spiel nehmen sollte. Dies gelang den Gästen auch, die mit viel Körpereinsatz zu Werke gingen. 

Den ersten Treffer der Partie hingegen erzielten die Hausherren nach wenigen Sekunden. Markus Richwien traf für die Berliner, die mit Petr Stochl im Tor begannen. Der tschechische Nationaltorhüter konnte allerdings den schnellen Ausgleich per Siebenmeter durch Pavel Atman nicht verhindern. Trotz einer aggressiven Defensive auf beiden Seiten fielen die Tore in der Anfangsphase bei fast jedem Wurfversuch, selbst per Schlagwurf fand der Ball dreimal sein Ziel im Netz. Christophersen konnte mit einem dieser Würfe die Führung seiner Mannschaft auf 6:4 ausbauen, doch auch Pavel Atman setzte im direkten Gegenzug zum Anschlusstreffer nach und hielt Dinamo Minsk in Reichweite.

Nachdem Dmytro Doroschuk für zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen musste, nutzten die Füchse ihr Überzahlspiel fortan aus. Besonders Ivan Nincevic überzeugte mit einer fehlerfreien Wurfquote und seinem sechsten Tor zum 9:6 nach der ersten Viertelstunde. Auf der Gegenseite fand  Atman mehrmals Lücken in der Berliner Defensive und brachte Minsk mit seinem bereits fünften Treffer wieder in Schlagdistanz. Plötzlich ließ die Effektivität der Füchse nach, mehrere Fehler schlichen sich im Aufbauspiel ein, was für die Gäste zu leichten Tempogegenstößen führte. Daraufhin nahm Füchse Coach Dagur Sigurdsson seine erste Auszeit in Anspruch, welche allerdings nicht den gewünschten Erfolg einbrachte. 

Die Berliner bewegten sich zu wenig ohne den Ball zu diesem Zeitpunkt, während Dinamo Minsk nach 22 Minuten durch Sevaljic zum 10:10 ausgleichen konnte. Mehrere Unkonzentriertheiten im Passspiel brachten die Füchse aus der Fassung, die Treffer erzielten zunächst nur Weißrussen und gingen durch Maxim Babichev zum ersten Mal in Führung. Doch nach mehr als fünf Minuten ohne eigenen Treffer wirbelte Evgeni Pevnov am Kreis durch die Abwehr der Gäste und egalisierte den Spielstand erneut. Von nun an war die Begegnung geprägt von zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die eine Führung des Gegners postwendend ausgleichen konnten. Folgerichtig gingen beide Mannschaften mit einem 13:13 Unentschieden in die Pause.

Danach brachte der kroatische Nationalspieler Ivan Nincevic die Füchse mit seinem siebten Tor sofort wieder in Front, doch dessen Landsmann Dennis Spoljaric musste im Gegenzug nach Foulspiel für zwei Minuten auf die Strafbank. Diesen Vorteil machten sich die Minsker zu Nutze und drehten die Partie erneut, auch weil die Füchse einen Tempogegenstoß ungenutzt ließen. Für die Gäste dürfte das Spiel ebenfalls einer Achterbahnfahrt geglichen haben, denn nach zwei schnellen Rückraumtreffern von Jaszka und Christophersen gingen die Hausherren ihrerseits wieder in Führung. Dinamo Minsk hatte Chancen, um sich abzusetzen, trotzdem ließ der weißrussische Meister ebenso wie die Berliner zu viele dieser Möglichkeiten ungenutzt. Während die Schlussviertelstunde anbrach, gelang es den Gastgebern nach langer Zeit erneut einen zwei Tore Vorsprung zu erarbeiten. 

Dennoch blieben die Weißrussen hartnäckig und glichen oftmals das Spiel wieder aus. Die Entscheidung in einer von der Spannung lebenden Partie sollte erst in den letzten fünf Minuten fallen. Denn mit Iker Romero erwies sich ein Routinier als nervenstark. Der Spanier sprang in der entscheidenden Phase für sein Team in die Bresche. Romeroe setzte mit zwei schnellen Rückraumtoren die Weichen auf Sieg, während Markus Richwien von der rechten Seite die Führung der Berliner auf 26:24 erhöhte. Minsk war nun unter Zugzwang und kam durch Sevaljic per Siebenmeter noch einmal heran. Dennoch blieb es bei der Führung der Füchse, die nach dem Tempogegenstoß von Jaszka aufatmen konnten. Denn Pavel Atman foulte den Torschützen und brachte bei nur noch einer zu spielenden Minute sein Team um alle Möglichkeiten auf einen Punktgewinn. Mit dem Mute der Verzweiflung warf Minsk in Unterzahl noch einmal alles nach vorn, doch die letzten Treffer fielen erneut für die Berliner durch Markus Richwien und Bartlomiej Jaszka zum 29:25 Endstand. Damit setzen die Berliner sich vorerst auf Platz zwei der Tabelle in der Gruppe D. Nach dem Bundesligaspiel gegen Balingen (Mittwoch, 17:30 Uhr) reisen die Füchse am kommenden Wochenende zum zweiten Gruppenspiel zum FC Barcelona. 
 
Tore Füchse Berlin: Nincevic 8/4, Jaszka 5, Bult 4/1, Richwien 4, Romero 3, Christophersen 2, Laen 2, Pevnov 1 
 




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