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11.11.2012|Information|ATz

Füchse verteidigen dritten Tabellenplatz mit Heimsieg gegen Lemgo

In einer umkämpften Partie konnten die Füchse Berlin den nächsten Heimsieg in der DKB Handball-Bundesliga einfahren und den dritten Tabellenplatz verteidigen. Konstantin Igropulo, Bartlomiej Jaszka und Johannes Sellin sorgten in der Schlussphase für die entscheidenden Treffer zum 21:19-Erfolg. Beim Pflichtsieg hatte das Team von Dagur Sigurdsson gegen vor allem in der Deckung aufopferunsvoll kämpfende Lemgoer allerdings mehr Mühe als erwartet. Die erfolgreichsten Werfer für die Berliner waren Sven-Sören Christophersen, Ivan Nincevic und Johannes Sellin mit je vier Treffern. 

Zunächst begannen die Gastgeber zielgenau und aufmerksam vor 9000 Zuschauern, erstickten die Angriffsbemühungen der Lemgoer im Keim und schalteten schnell von Defensive auf Offensive um. Eine frühe 3:1-Führung der Füchse ließ allerdings nur wenig über den kommenden Spielverlauf erahnen. Denn nach der Anfangsphase wachte der TBV Lemgo auf. Rolf Hermann und Patrick Zieker stemmten sich mit jeweils zwei Treffern gegen die Dominanz der Berliner und glichen in der zehnten Spielminute zum 4:4 aus. Eine Schrecksekunde folgte kurz darauf, als Markus Richwien bei seinem Führungstreffer unglücklich mit dem linken Bein auf den Boden fiel und nach Behandlung auf dem Feld umgehend ins Krankenhaus gebracht wurde. Noch am Abend wurde eine schwere Sprunggelenksverletzung diagnostiziert, weitere Informationen werden morgen erwartet.

Währenddessen hatte der TBV Lemgo den Respekt vor den Füchsen endgültig abgelegt, fand zunehmend Lücken im Berliner Abwehrbollwerk und konnte das Spiel offen gestalten. Nachdem der TBV kurz darauf gar in Führung ging, nahm Füchse-Coach Dagur Sigurdsson die erste Auszeit in Anspruch. Doch Sebastian Preiß erhöhte die Führung der Gäste auf zwei Treffer. Weiterhin vergaben die Füchse beste Möglichkeiten, vor allem vom Strafwurfpunkt war die Quote mehr als verbesserungswürdig. So konnten die Gäste den Vorsprung weiter vergrößern und Martin Strobel traf zum 13:9 für sein Team. Bis zur Halbzeit verkürzten die Füchse dann noch einmal auf 13:11. 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb das Bild zunächst unverändert. Die Gastgeber vergaben zwei Chancen, während Lemgo erneut auf drei Tore davonzog. Der für Silvio Heinevetter eingewechselte Petr Stochl bewahrte die Hauptstadthandballer vor einem größeren Rückstand. Doch eine frühe Zeitstrafe an Sebastian Preiß gab den Füchsen weitere Möglichkeiten zur Aufholjagd, welche erfolgreich genutzt wurden. Johannes Sellin erlöste die Füchse von ihrem Siebenmeter-Fluch, legte anschließend sogar mit einem weiteren Tor von Rechtsaußen nach und verkürzte somit den Rückstand auf 13:14. Es blieb eine umkämpfte Partie, die nicht durch spielerische Klasse, sondern vielmehr durch die Spannung lebte. Beide Mannschaften lieferten sich eine minutenlange Abwehrschlacht, bis erneut ein Lemgoer vom Platz gestellt wurde. Nachdem Arjan Haenen auf der Strafbank Platz nehmen musste, verwandelte Johannes Sellin unter ohrenbetäubenden Beifall auch seinen zweiten Strafwurf zum Ausgleich. 

Einige Minuten später war es dann der aktuelle "Fuchs des Monats" Sven-Sören Christophersen, der mit seinem Rückraumkracher für die erste Füchse-Führung seit der Anfangsviertelstunde sorgte. Die Gäste aus Lemgo ergaben sich dennoch nicht ihrem Schicksal. Nachwuchstalent Finn Lemke tankte sich kurz darauf durch die Defensive der Hausherren und glich postwendend in der 53. Minute zum 17:17 aus. Besonders die Rückraumschützen zeichneten sich in den Schlussminuten durch ihre Treffer aus. Konstantin Igropulo brachte die Füchse erneut in Führung, während Petr Stochl mit zwei Paraden in der entscheidenden Phase zur Stelle war. Die Entscheidung fiel letztendlich in den Schlussminuten. Bartlomiej Jaszka setzte sich kurz vor Spielende durch und brachte sein Team wieder in Führung. Den anschließenden Wurfversuch der Gäste blockten die Berliner ab, den resultierenden Tempogegenstoß brachte Sellin im Netz unter. Konstantin Igropulo sorgte per Siebenmeter für den 21:19 Entstand.


Stimmen zum Spiel:

Dirk Beuchler (Trainer TBV Lemgo)

Vor meiner Mannschaft kann ich nur den Hut ziehen. Wir haben gekämpft, haben uns gut präsentiert und ein tolles Spiel gemacht. Wenn man gesehen hat, wie viel die Füchse gewechselt haben und wir mit diesem kleinen Haufen Mannschaft zu Stande gebracht haben, dann ist das aller Ehren wert. Wenn wir weiter so machen, dann werden wir noch unsere Punkte holen. 

Dagur Sigurdsson (Trainer Füchse Berlin)

Wir haben uns sehr schwer getan. Ohne Jaszka haben wir keinen Rhythmus im Spiel gehabt. Aber in der zweiten Halbzeit war die Abwehr richtig gut mit Petr Stochl im Tor. Spielerisch war das nicht gut, aber ich bin froh wie wir uns zurückgekämpft haben.“

Bob Hanning (Geschäftsführer Füchse Berlin)

(zu Markus Richwien): Markus Richwien war beim Röntgen und hat eine große Schwellung am Bein. Noch ist nicht wirklich etwas zu erkennen, er bleibt erst einmal im Krankenhaus. Nachdem die Schwellung zurückgegangen ist, können wir per MRT mehr zu seinem Zustand sagen.

(zum Spiel): Lemgo hat sehr aufopferungsvoll gekämpft. Im zweiten Durchgang hat ein überragender Stochl den Sieg für uns festgehalten. Generell war die Verteidigung und Torhüterleistung sehr gut. Vorne hingegen haben wir deutliches Steigerungspotential.

Statistik:

Ergebnis: Füchse Berlin - TBV Lemgo 21:19 (11:13)
Zuschauer: 9.000 Zuschauer, Max-Schmeling-Halle (ausverkauft)
Schiedsrichter: Philipp Dinges & Daniel Kirsch

Torschützen Füchse Berlin:  Sellin 4/2, Christophersen 4, Nincevic 4/1, Igropulo 2/1, Richwien 1,  Romero 1, Pevnov 1, Jaszka 1, Laen 1, Lund 1, Bult 1/1

Torschützen TBV Lemgo: Hermann 5, Zieker 4/3, Strobel 3, Pekeler 2, Preiß 2, Dietrich 1, Haenen 1, Lemke 1




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