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15.11.2012|Information|SvN

Füchse Berlin erkämpfen sich Heimsieg gegen Zagreb

Dank eines überragenden Iker Romero stehen die Füchse Berlin ganz dicht vor dem Erreichen des Achtelfinals in der VELUX EHF Champions-League. Der spanische Rückraumschütze traf am Donnerstag beim 29:27 (12:13)-Sieg vor 5.835 Zuschauern gegen HC Croatia Zagreb achtmal. Damit steht der Bundesliga-Dritte weiter auf Platz zwei der Gruppe D der Königsklasse.

Nach solch einer engen Partie sah es zu Beginn ganz und gar nicht aus, besonders weil den Berlinern in der Anfangsphase ein Start nach Maß gelang. Während Petr Stochl dank seiner guten Leistungen in den vergangenen Spielen den Vorzug vor Silvio Heinevetter erhielt, blockierten seine Vordermänner die Angriffsversuche der Gäste. Zagreb kam zunächst nicht ins Spiel, die Füchse störten trotz ihrer gewohnt defensiven 6:0 Deckung das Passspiel der Gäste und provozierten Fehler im Spielaufbau. Als Torsten Laen nach Abspiel von Konstantin Igropulo auf 5:1 erhöhte, sah es nach klaren Verhältnissen aus. Als David Spiler die Kroaten sogar noch mit einer Zwei-Minuten Strafe schwächte, sah es nicht nach einer Aufholjagd aus. Einzig Stepancic bäumte sich derweil gegen die dominierenden Füchse mit einem Kracher ins linke Toreck.

Allerdings lies der zweite Treffer dem Trainer Slavko Goluza weiterhin genug Anlass, seinen Schützlingen weitere Instruktionen zu geben. Doch  die Berliner spielten gut und kontrollierten die Begegnung in der Anfangsphase gegen einen kroatischen Meister, der sich durch Unsicherheiten selbst schwächte. Jaszka tankte sich derweil auf halblinks durch und erhöhte auf 11:6 nach 20 Spielminuten. Berlin rotierte mit schnellem und sicherem Passspiel, die Gäste aus Kroatien taten sich weiterhin schwer und haderten mit ihrem Spielkonzept. Selbst wenn die Anspiele erfolgreich waren und sich die Lücke auftat, kam ein weiterer unnötiger Pass, anstatt selbst abzuschließen. 

Nichts desto trotz gelang es den Füchsen Berlin nicht, sich entscheidend abzusetzen. Zagreb stellte die Abwehr ebenfalls auf 6:0 um und begann somit den Gastgebern plötzlich in die Bredouille zu bringen. Tor um Tor kamen sie heran, David Spiler und Stipe Mandalinic warfen ihre Mannschaft zurück in die Partie. Im Berliner Angriffsspiel war plötzlich Sand im Getriebe, bis zum nächsten Tor sollten mehr als neun Minuten vergehen. Nach 27 Spielminuten stand es dann nach Treffer von Mandalinic unentschieden. Bis zur Pause konnten die Gäste gar eine hauchdünne Führung herausspielen. 

Silvio Heinevetter kam zu Beginn des zweiten Durchgangs für Stochl in das Tor, um neuen Wind in die Defensive zu bringen. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in der sich Konstantin Igropulo gegen die kroatische Defensive stemmte und zum 14:15 verkürzte. Sein Teamkollege Iker Romero, der nun auf der Platte stand, glich kurz darauf zum 15:15 aus und sollte im weiteren Verlauf der Partie noch viel mehr vorhaben. David Spiler überzeugte derweil mit der erneuten Führung für die Gäste, dessen Offensivspiel kaum aufzuhalten schien. Heinevetter bewahrte  die Hauptstadthandballer mit bereits drei Paraden vor einem höheren Rückstand. Mit zunehmender Spieldauer folgte das Duell zwischen Iker Romero und David Spiler, die ihr Torekonto immer weiter aufstockten. Immer wieder gingen die Gäste in Führung, um postwendend den Ausgleich von Berliner Seite hinnehmen zu müssen. 

Doch spätestens durch den Tempogegenstoß von Johannes Sellin waren die Füchse zurück im Spiel. Der agile Rechtsaußen verwandelte zunächst nach 43 Minuten zum Ausgleich und brachte sein Team anschließend seit der ersten Halbzeit wieder in Führung. Die letzten zehn Minuten waren dann Spannung pur für die 5.385 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle. Berlin schaffte es immer wieder die Führung zu behaupten, doch das Team um Kapitän Torsten Laen konnte sich nicht absetzen. Selbst bei gehobenem Arm des Schiedsrichters ließ sich der kroatische Serienmeister nicht aus der Ruhe bringen, besonders Mandalinic sorgte für Furore aus dem Rückraum. Auf der anderen Seite verzweifelten die Kroaten an Iker Romero. Er war der Drahtzieher der Füchse im zweiten Durchgang, die dank seiner wichtigen Treffer die Oberhand behielten. Allerdings schaltete Zagreb noch einmal einen Gang hoch und belohnte sich mit zwei Toren zur 27:26 Führung im Fuchsbau, fünf Minuten verblieben. 

Die Hausherren standen unter Druck, welche nun durch Laen und Pevnov bzw. Löffler mit zwei Kreisläufern agierten. Die Rechnung ging auf, zwei Siebenmeter sprangen hintereinander heraus, die beide von Iker Romero verwandelt wurden. Nun standen die Kroaten wieder unter Zugzwang, es ging plötzlich Schlag auf Schlag. Denn die Gäste bekamen ihre Chance, als Sven-Sören Christophersen zum zweiten Mal für zwei Minuten des Feldes verwiesen wurde. Doch an Iker Romero führte heute kein Weg vorbei. Der Spanier holte die Kohlen aus dem Feuer und erzielte in der letzten Minute per Unterarmwurf den vorentscheidenden Treffer zum 29:27 Endstand. Damit stehen die Füchse mit 8:2 Punkten weiter auf dem zweiten Tabellenplatz der Champions-League-Gruppe D. 

Torschützen Füchse Berlin: Romero Fernández (8), Igropulo (5), Jaszka (5), Nincevic (4), Christophersen (3), Sellin (3), Laen (1)
Torschützen HC Croatia Zagreb: Spiler (5), Stepancic (5), Mandalinic (4), Batinovic (3), Maric (2), Valcic (2), Matulic (1)
Zeitstrafen: 2 / 3
Zuschauer: 5.385
Schiedsrichter: Leif Poulsen (DEN) / Henrik Mortensen (DEN) 





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