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17.03.2013|Information|chs/ATz

Füchse setzen Ausrufezeichen in Madrid: 29:29 im Achtelfinalhinspiel

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebten die Füchse Berlin im Achtelfinalhinspiel in Spanien. Bei Vorjahresfinalist Atletico Madrid konnte das Team von Dagur Sigurdsson am Ende ein verdientes 29:29-Unentschieden erkämpfen. Nach einer nervösen ersten Halbzeit noch mit drei Toren in Rückstand, drehten die Füchse vor allem dank Torwart Silvio Heinevetter sowie der starken Achse mit Iker Romero und Evgeni Pevnov auf und führten selbst mit drei Treffern. Madrid schlug zurück, doch die Füchse gaben nicht auf und erkämpften sich die insgesamt verdiente Punkteteilung, die die Entscheidung auf das Rückspiel am kommenden Sonntag um 18 Uhr in der Max-Schmeling-Halle verschob.

Ausgerechnet Iker Romero, der Spanier beim Bundesligisten Füchse Berlin, konnte nach der Verletzung von Bartlomiej Jaszka mit dem 0:1 für den guten Auftakt sorgen. Es entwickelte sich eine vor allem von den Rückraumreihen geprägte Partie. Die 5:1-Deckung der Gastgeber provozierten früh die ersten technischen Fehler, Madrid sagte Danke und konnte mit drei Gegenstoßtreffern in Serie mit 4:2 (7.) in Führung gehen. Aber es waren auch die sogenannten hundertprozentigen, die die Berliner in der Anfangsphase noch nicht nutzten. Doch der unbedingte Wille war dem Team von Dagur Sigurdsson von Anfang an anzumerken. 

Wäre Silvio Heinevetter nicht auf Augenhöhe mit dem künftigen Wetzlarer Magnus Dahl gewesen, die Füchse hätten durchaus schon höher zurück gelegen als beim 6:3 (13.). Dagur Sigurdsson nahm die ersten taktischen Wechsel vor, Pevnov und Lund sollten Laen und Christophersen entlasten. Iker Romero konnte sich zudem für die Offensive schonen und wurde in der Deckung von Spoljaric ersetzt. 

Madrid konnte sein Polster kurzzeitig bis auf vier Tore ausbauen, doch in der Abwehr konnten die Füchse nun zulegen. Näher als zwei Tore (10:8) kam man in dieser Phase nicht heran. Dagur Sigurdsson nahm eine Auszeit, beorderte für die Schlussphase auch Christophersen auf das Parkett und die Füchse kämpften sich zum Anschlusstreffer heran. In der Schlussminute agierte man dann jedoch zu hektisch, Heinevetters langer Pass missglückte und Madrid nahm ein 13:10 in die Pause. 

Es blieb auch in den zweiten dreißig Minuten zunächst eng umkämpft. Doch die Berliner Handballer kamen schwungvoll aus der Kabine. Dass Nincevic mit seinem ersten Treffer zum 17:16 und wenig später Sellin zum Ausgleich (38.) treffen konnte, hatten die Füchse vor allem Romero und Silvio Heinevetter zu verdanken. Javier Jose Hombrados musste nach dem 19:19 (41.) des Spaniers mit einem spektakulären Hüftwurf psychologische Aufbauarbeit bei Jakov Gojun leisten, doch nach Canellas Pfostentreffer konnte Sellin den Gegenstoß zur ersten Führung seit dem 1:2 nutzen. 

Stark agierten nun auch auf beiden Seiten die Kreisläufer, Pevnov ließ sich von der madrilenischen Deckung ebensowenig kontrollieren wie Aguinagalde auf der anderen Seite. Bei den Füchsen zahlten sich die nun durch die zweite Zeitstrafe von Igropulo notwendig gewordenen drei Spezialistenwechsel aus, immer wieder stach die Achse Romero-Pevnov und mit zwei Toren Vorsprung (23:25) gingen die Berliner in die letzten zehn Minuten der Partie. 

Doch Madrid gab sich nicht geschlagen und kam durch eine Füchse-Unterzahl wieder ins Spiel. So entwickelte sich in den letzten Minuten ein wahrer Handballfight. Nun waren auch die knapp 8.000 Zuschauer im Palacio Vistalgere voll da und heizten die Stimmung weiter auf. So stand es wieder 26:26. Die Partie war gekippt und Madrid hatte das Momentum jetzt auf seiner Seite. Die offensive Verteidigung gegen Romero tat ihr übriges. Als Roberto Garcia Parrondo im Gegenstoß zum 29:27 (58.) getroffen hatte, nahm Dagur Sigurdsson seine letzte Auszeit. Mit einer Energieleistung konnten die Füchse dann neun Sekunden vor dem Ende noch den Ausgleich erzielen. Die letzte Auszeit von Talant Dujshebaev brachte nichts mehr ein, die Füchse nehmen beim 29:29-Endstand eine gute Ausgangslage mit in das Rückspiel. Letzte Tickets für das Spiel am Sonntag, den 24.03.2013 um 18:00 Uhr in der Max-Schmeling-Halle gibt es unter www.fuechse-berlin.de 

Torschützen Füchse Berlin: Romero 8, Pevnov 6, Sellin 4, Christophersen 3, Löffler 2, Nincevic 2, Igropulo 2, Laen 1, Spoljaric 1




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