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20.02.2014|Information|ATz

Füchse Berlin verlieren in Minden

Die Füchse Berlin mussten sich am 23. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga bei GWD Minden mit 30:28 (15:13) geschlagen geben. Die 2.270 Zuschauer in der Mindener Kampa-Halle sahen ein spannendes Spiel, in dem die Gastgeber vor allen Dingen von den starken Leistungen der Rückraumschützen Doder und Bilbija profitierten. Bei den Füchsen Berlin wusste Konstantin Igropulo zu überzeugen. Der russische Nationalspieler erzielte zehn Tore. 

Ohne die Stammspieler Sven-Sören Christophersen und Pavel Horak reisten die Füchse Berlin nach Minden. Dafür rückte wie schon in den vergangenen drei Partien Juniorfuchs Jaron Siewert in den Kader. Doch Trainer Dagur Sigurdsson setzte auf die Startaufstellung vom Wochenende in Hlohovec. Bartlomiej Jaszka agierte auf der linken Rückraumposition und Iker Romero lenkte das Spiel von der Mitte. Aber auch Minden hatte sich viel vorgenommen und wollte von der hohen Belastung der Füchse Berlin profitieren. Bei den Gastgebern machte Dalibor Doder als Spielmacher Druck und war selbst als Werfer erfolgreich.

In der Abwehr fehlte den Gästen die letzte Konsequenz und auch Silvio Heinevetter kam noch nicht in die Partie, sodass die Hausherren zu leichten Toren kamen. Auf der Gegenseite mussten die Berliner hingegen schon ordentlich einstecken, die von Trainer Perkovac geforderte harte Abwehr packte ordentlich zu. So konnte sich Minden nach 15 gespielten Minuten mit 7:5 einen Vorsprung erspielen. Erneut setzte Dagur Sigurdsson auch auf Fabian Wiede als Option auf der Rückraum Mitte und der Youngster nahm die Rolle gut an. Auch als Torschütze zeigte der 20-jährige sein Können und trug mit drei eigenen Treffern zur 11:9-Führung der Füchse bei. 

Aber Minden kämpfte sich engagiert zurück und profitierte insbesondere immer wieder von den starken Rückraumwerfern Doder und Bilbija (jeweils 4 Tore in Halbzeit eins). Um noch einmal einen Akzent zu setzen, brachte Trainer Sigurdsson nach 26 Minuten Petr Stochl für Silvio Heinevetter. Doch die Würfe aus der zweiten Reihe bekam die Berliner Defensive nicht in den Griff. So war es mit dem Schlusspfiff des ersten Durchgangs auch Nenad Biljbija der für seine Mannschaft wiederum zum 15:13 erhöhte. 

Auch nach dem Wiederanpfiff schenkten sich die beiden Teams keinen Meter. Defensiv starteten die Füchse besser, vergaben aber im Angriff zunächst zu viele Chancen. Nach 40 Minuten konnte Fredrik Petersen dann den 18:18-Ausgleich erzielen. An eine Vorentscheidung in die eine oder andere Richtung war noch nicht zu denken. Dagur Sigurdsson nahm nach 47 Minuten beim Stand von 22:21 seine Auszeit und ordnete seine Mannschaft für die Schlussphase. In der Abwehr bedeutete dies ab diesem Zeitpunkt Einzelbewachung für Doder und Bilbija, im Angriff leistete vor allen Dingen der beste Füchse-Werfer Konstantin Igropulo die Gegenwehr.

Petr Stochl konnte seinem Team im zweiten Durchgang nur mit zwei Paraden helfen, sodass der Füchse-Coach für die letzten zehn Spielminuten noch einmal Silvio Heinevetter brachte. Die Veränderungen in der Defensive brachte nach zwischenzeitlicher 2-Tore-Führung der Gastgeber wieder den Ausgleich zum 24:24. Doch das Torhütergespann Persson/Vortmann auf der Gegenseite sorgte dafür, dass Minden erneut eine Führung erspielen konnte. Beim Stand von 27:25 dreieinhalb Minuten vor dem Ende wurde es dann eng für die Berliner. Vortmann hielt Romeros Versuch und Südmeier erhöhte im Gegenzug auf 28:25. Doch Jaszka und Romero schafften den 28:27-Anschluss. Noch eine Minute war zu spielen und Minden war im Angriff, ein Doppelpack vom besten Mindener Spieler Dalibor Doder machte für die Hausherren jedoch einen Deckel auf den Heimsieg. Die Füchse Berlin mussten sich heimstarken Mindenern am Ende mit 28:30 geschlagen geben. 

Torschützen: Igropulo (10/4), Jaszka (4), Zachrisson (4), Petersen (4/1), Wiede (3), Romero (2), Nielsen (1)




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