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20.03.2014|Information|SvN

Füchse gewinnen drittes Heimspiel in sieben Tagen

Drei Wochen nach dem DHB-Pokal-Viertelfinale gastierte der TBV Lemgo erneut in der Max-Schmeling-Halle, um sich diesmal im Liga-Alltag zu behaupten. Die Lipperländer verkauften sich beim Tabellenfünften in der ersten Halbzeit gut und hielten die auch bis zur 50. Minute die Partie offen. Doch dank eines überragenden Petr Stochl hatten die Füchse einen starken Rückhalt und konnten ihre kollektive Stärke in der Schlussphase nutzen. Bester Werfer vor 6.500 Zuschauern war Kapitän Iker Romero mit 8/4 Toren. 

Gleich zu Beginn war der große Rückraumakteur Finn Lemke der Dreh- und Angelpunkt der Gäste, erzielte schnell zwei Treffer und brachte somit seine Mannschaft in Führung.  Aufgrund seiner Dominanz reagierten die Füchse und stellten von der 5:1-Deckung in die klassische 6:0-Variante um, wodurch sich in der Folge die Räume für die Lemgoer verkleinerten. Zwar kam Finn Lemke weiterhin zum Wurf, doch der gut aufgelegte Torhüter Petr Stochl präsentierte sich an diesem Abend erneut in starker Verfassung. Der Tscheche war aufgrund eines grippalen Infektes von Silvio Heinevetter von Beginn an im Tor. Somit kamen die Berliner zu mehr Ballbesitz und münzten diesen zunächst durch Iker Romero und Konstantin Igropulo in eine Führung um.
 
Berlin hatte bis dato einen leichten Vorteil durch individuelle Klasse, Jesper Nielsen hatte ein gutes Auge für den frei am Kreis stehenden Colja Löffler, der zur ersten Zwei-Tore Führung für die Füchse einnetzte. Auf der anderen Seite überzeugte Lemgo durch sein schnelles Umschaltspiel von der Defensive auf die Angriffsbewegung. Besonders deren Routinier Florian Kehrmann erwies sich auf der rechten Außenbahn immer noch als pfeilschneller Konterspieler, der die Gäste mit zwei Treffern aussichtsreich im Spiel halten konnte. Allerdings konnte der TBV Lemgo seine erste Überzahlsituation nicht nutzen, weil die Mannschaft in der Phase zu ungestüm agierte und sich zu Offensivfouls hinreißen ließ. Die Füchse profitierten ihrerseits durch einen Tempogegenstoß von Markus Richwien, der direkt im Anschluss sogar den gegnerischen Angriffszug unterbinden konnte.
 
Mit der erfolgreich überstandenen Zeitstrafe hatten die Hausherren nun erstmals die Möglichkeit, sich ein Polster zu verschaffen und auf drei Treffer davonziehen zu können. Doch die Sicherheit im Angriff kam den Füchsen plötzlich abhanden, Lemgo stemmte sich vehement gegen die ballführenden Spieler und erzwangen zweimal in Folge einen Ballverlust. Die daraus resultierenden Gegenstöße verwerteten die Gäste und egalisierten den Spielstand durch Pekeler zum 10:10. Die Füchse konnten derweil ihrem Torhüter Petr Stochl danken (über 50 Prozent gehaltene Bälle), dass sie am Ende der ersten Hälfte wieder in Führung gehen konnten. Beim Stand von 14:12 ging es in die Pause.
 
Spätestens mit dem Beginn des zweiten Durchgangs hatte sich Stochl mit weiteren Paraden für die Ehrung zum Spieler des Spiels beworben, allerdings machte ihm sein Kapitän Iker Romero mächtig Konkurrenz. Der Spanier erzielte vier Tore in Folge (darunter drei Siebenmeter) und bescherte seiner Mannschaft erstmals eine komfortable 19:16-Führung. Lemgo griff in der Zwischenzeit in die Trickkiste und brachte mit Herth den siebten Feldspieler für Schlussmann Niels Dresrüsse. Allerdings brachte die risikohafte Überzahl nur einmal den gewünschten Torerfolg, Berlin behauptete den Vorsprung und erlaubte sich keine weiteren Fehler.
 
Lemgo hatte Probleme im Abschluss, einzig Finn Lemke konnte gelegentlich durch seine Sprungkraft und Zielgenauigkeit den Defensivblock der Füchse überflügeln. Auf der anderen Seite machte in der Zwischenzeit ein weiter Nachwuchsspieler auf sich aufmerksam. Zehn Minuten vor dem Ende setzte sich Jungstar Fabian Wiede mit zwei Toren  in Szene und konnte die Führung der Hausherren sogar auf vier Tore hochschrauben. Der Linkshänder bewies auch immer wieder ein gutes Auge für den freien Nebenmann. Für Lemgo holten derweil Zieker und Hermann die Kohlen aus dem Feuer, doch der Vorsprung der Berliner konnte auch die beiden nicht zum Schmelzen bringen. 
 
Weiterhin war Petr Stochl der sichere Rückhalt für die Berliner, die in der Schlussphase keinerlei Probleme hatten, die Führung behaupten zu können. Dazu zogen die Hauptstadthandballer ihr Kapital aus den immer größer werdenden Lücken in der Hintermannschaft des TBV Lemgo. Die Gäste investierten ihre Kräfte in die Aufholjagd, sodass am Ende in der Defensive die letzten Körner fehlten. Somit setzten sich die Füchse Berlin am Ende mit einem verdienten 26:22-Erfolg gegen Lemgo durch und behaupten ihren fünften Tabellenplatz.

Torschützen: Romero (8/4), Igropulo (5/3), Richwien (3), Nielsen (3), Wiede (3), Jaszka (2), Löffler (1), Thümmler (1)




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