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27.03.2014|Information|JuN

Tapfere Füchse verkaufen sich teuer, doch die Punkte bleiben in Hamburg

Die Füchse Berlin haben sich in Hamburg teuer verkauft: Die stark ersatzgeschwächten Hauptstadthandballer verlangten dem HSV viel ab und zogen sich mit dem 39:32 (21:11) vor 9.086 Zuschauern achtbar aus der Affäre. Der Zehn-Tore-Rückstand zur Pause schien zunächst auf ein Debakel hinauszulaufen, doch das Team um den starken Youngster Fabian Wiede kämpfte sich zwischenzeitlich sogar wieder auf vier Tore heran, musste den Sieg am Ende den personell besser aufgestellten Hamburger überlassen. Bester Werfer der Füchse war Konstantin Igropulo (7/5). 

Dass sich die stark ersatzgeschwächten Berliner in Hamburg etwas einfallen lassen mussten, war klar und Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson tat das auch: Vom ersten Angriff an brachte er in Fabian Wiede den siebten Feldspieler. Doch gegen die kompakte 6:0-Abwehr des Gastgebers mit einem stark aufspielenden Johannes Bitter dahinter hatte der Füchse-Angriff trotzdem große Probleme. Das Fehlen von Bartlomeij Jaszka, Paul Drux, Pavel Horak und Sven-Sören Christophersen machte sich bemerkbar. Im Gegensatz zu den Füchsen trat der HSV in voller Besetzung an, auch die zuletzt verletzten Hans Lindberg und Adrian Pfahl waren zumindest beim Aufwärmen dabei gewesen. Angeführt von Domagoj Duvnjak nutzten die Hanseaten ihre personelle Überlegenheit und die volle Bank aus und versuchten aufs Tempo zu drücken. 

Während den Berlinern trotz einer engagierten Leistung von Iker Romero und des siebten Feldspielers Wiede im Angriff die Durchschlagskraft fehlte, präsentierte sich der Rückraum der Hamburger stark: Von den zehn Toren gingen nach einer Viertelstunde sechs auf das Konto von Zarko Markovic, Petar Djordjic und Duvnjak, die alle zweimal eingenetzt hatten. Doch trotzdem gelang es dem HSV nicht, sich weiter abzusetzen. Die Füchse kämpften um jedes Tor und so stand nach 16 Minuten weiterhin „nur“ ein Vier-Tore-Rückstand (6:10) zu Buche. 

Nach 16 Minuten nahm Dagur Sigurdsson eine Auszeit und stellte sowohl in der Defensive als auch in der Offensive um. Der Isländer brachte Silvio Heinevetter für Petr Stochl, ließ seine Mannschaft nun mit einer 4:2-Deckung agieren und verzichtete im Angriff auf den siebten Feldspieler. Wiede übernahm die rechte Seite von Konstantin Igropulo und Youngster Jaron Siewert kam für Iker Romero ins Spiel. Wenig später brachte Sigurdsson in Oliver Milde den nächsten Youngster, sodass nun bis auf Frederik Petersen nur noch Berliner Feldspieler auf dem Parkett standen, die bei den Füchsen großgeworden sind (Wiede, Milde, Siewert, Markus Richwien und Jonas Thümmler). 

Doch trotz allen Einsatzes und einer erneuten Abwehrumstellung auf ein 3:3-System konnte die junge Berliner Mannschaft gegen das routinierte und mit Nationalspielern gespickte Starensemble der Hamburger nicht wirklich gegen halten. Innerhalb von nicht einmal zehn Minuten setzten sich die Gastgeber auf 16:8 ab. Den Vorsprung baute das Team von Martin Schwalb auch dank der starken Leistung von Bitter im Tor bis zur Pause weiter aus. Beim Stand von 21:11 gingen die Teams in die Pause.

Das erste Tor nach der Pause gehörte den Gästen aus Berlin, Jesper Nielsen netzte zum 12:21 ein und erzielte einen Angriff später gleich noch das 13:21. Die Hamburger schienen sich gedanklich noch in der Kabine zu befinden; so verloren sie durch zwei Stürmerfouls von Canellas in zwei aufeinanderfolgenden Angriffen den Ball. Per Siebenmeter verkürzte Igropulo weiter auf 14:21, bevor Markovic nach knapp vier Minuten den ersten HSV-Treffer in der zweiten Halbzeit erzielen konnte. 

Die Füchse waren mit einer defensiveren Abwehrformation aus der Kabine zurückgekehrt und fuhren damit gut. Die individuell überlegenen Hamburger taten sich dagegen deutlich schwerer und so kämpften sich die Berliner wieder auf sechs Tore heran. Martin Schwalb war mit dem neuen Zwischenstand von 17:23 sichtlich unzufrieden und nahm die Auszeit. 

Doch diese zeigte zunächst keinen Erfolg – im Gegenteil: Iker Romero netzte zum 18:23 ein und wenig später traf Mattias Zachrisson nach einem Fehlwurf von Duvnjak per Konter zum 19:23 und ließ die Füchse-Bank jubeln. Markovic und Duvnjak erhöhten jedoch innerhalb einer Minute wieder auf 25:20. In der 42. Minute wurde es dann kurz still in der Arena: Nach einem umstrittenen Schrittfehler von Wiede startete Stefan Schröder zum Gegenstoß und traf Heinevetter aus kurzer Distanz am Hals. Dieser blieb liegen und wurde von den medizinischen Betreuern  beider Teams behandelt. Das Hamburger Publikum zeigte sich fair, blieb ruhig und applaudierte dem deutschen Nationalkeeper beim Aufstehen. 

Der Zwischenspurt der Füchse hatte mit dem 27:20 von Canellas zwar ein Ende gefunden, doch es blieb in den folgenden Minuten trotzdem eine muntere Partie, in der sich beide Mannschaften ein schönes Handballspiel lieferten. Die Berliner steckten zu keinem Zeitpunkt auf, sodass auch der Gastgeber bis zum Ende gefordert wurde. Den Schlusspunkt unter die faire Partie, in der es nicht eine Zeitstrafe gab, setzte Andreas Nilsson mit dem Treffer zum 39:32-Endstand. Nach dem letzten Gruppenspiel im EHF Cup am Sonntag gegen Hlohovec haben die Berliner einer rund 10-tägige Pflichtspielpause um sich von den Verletzungen zu erholen.
 
Torschützen: Igropulo (7/5), Romero Fernández (6), Nielsen (5), Wiede (5), Thümmler (2), Petersen (2/1), Zachrisson (2), Löffler (2), Richwien (1)
 




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