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06.05.2014|Information|ATz

Eine Trophäe entsteht – der neue Europapokal

Seitdem der Modus im EHF-Cup geändert wurde, gibt es auch neue Trophäen zu gewinnen. Beim ersten Final Four-Turnier des stärksten Clubwettbewerbs nach der Champions-League kreierte Nantes einen Pokal mit Ähnlichkeit zur der Königsklasse. Als diesjähriger Ausrichter des Turniers hatten nun die Füchse Berlin die Aufgabe, einen Siegerpokal für das zweite Finalturnier zu erschaffen. In einer aufwändigen Ausschreibung sind die Berliner schließlich im Allgäu fündig geworden. Die Firma „Feuergestaltung“ von Martina und Martin Fritz haben die Trophäe hergestellt. 

Spricht man mit den Schöpfern des Europapokal, merkt man sofort die künstlerische Leidenschaft. „Wir haben uns auf Sonderanfertigungen auf Maß aus Metall und Keramik spezialisiert“, erklärt Martina Fritz. Dazu gekommen ist das Ehepaar aus dem südlichen Zipfel Deutschlands, weil der eigene Sohn Sportmanagement studiert hat und selbst Leistungssportler war. „Wir haben so immer wieder gesehen, was junge Leute investieren und zu welchen Höchstleistungen sie fähig sind. Das sollte sich unserer Ansicht nach auch in den Pokalen widerspiegeln“, so Fritz weiter. Die Allgäuer verdienen sonst ihr Geld beispielsweise mit der Herstellung von Geländern, Skulpturen und Tongeschirr. 

Anfangs ging es im wesentlichen noch um Pokale für das Skispringen, die dann immer individueller wurden. Die künstlerisch begabten Handwerker haben sich sehr intensiv mit den jeweiligen Wettbewerben beschäftigt und die Eigenheiten von Ort und Sportart in die Gestaltung mit einbezogen. „Ein Pokal soll den Sportler für seine Energie belohnen und muss daher so individuell sein, wie jeder Sieg auch individuell ist. Wir hängen uns für jeden Pokal rein und geben alles, damit er eine würdige Trophäe ist“, sagt Martina Fritz.

Ende März kam dann die E-Mail aus Berlin mit der Ausschreibung für den Europapokal. Zuvor hatten die Füchse Berlin schon einige andere Anbieter abgelehnt, die keine passenden Vorschläge machen konnten. Nach einem Telefonat machten sich die „Feuergestalter“ an die Arbeit und entwarfen nach einem Briefing erste Skizzen. „Wir haben uns erkundigt, was die Besonderheiten im Handball sind und haben die Wünsche der Füchse erfragt“, so Martina Fritz, die die Zeichnerin und Töpferin in der Familie ist. Nach einigen Tagen waren dann die ersten Skizzen fertig und schnell einigte man sich auf einen Entwurf. 

„Die Idee hinter dem Pokal ist, dass die 7 Spieler des Gewinnerteams bis an den Pokal heranreichen, die 7 gegnerischen Spieler hingegen nicht. Die Schweißnähte der Schale deuten einen Handball an und natürlich durfte auch der Berliner Bär nicht fehlen“, erklärt Frau Fritz. Als Material wurde Schmiedebronze gewählt, da der Pokal auch einiges aushalten sollte. Immerhin soll der Sieger auch Sekt daraus trinken können. 15kg bringt der bei mehr als 700 Grad geschmiedete Pokal nun auf die Waage und ist 80cm hoch. Die Feuergestalter investierten in Summe mehr als 100 Stunden Handarbeit in die EHF-Cup Trophäe und haben damit etwas Einmaliges geschaffen. Am Abend des 18. Mai 2014 wird die Handball-Welt dann wissen wer der Titelträger sein wird und den goldfarbenen Pokal in den Himmel Berlins streckt. 
 
Bildergalerie zum Pokal:  



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