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07.09.2014|Information|ATz

Füchse erkämpfen sich Heimsieg gegen zuvor ungeschlagene Gummersbacher

Die Füchse Berlin konnten sich im dritten Saisonspiel der DKB Handball-Bundesliga mit 30:27 (15:12) gegen den bis dahin ungeschlagenen VfL Gummersbach durchsetzen. In einer umkämpften Partie profitieren die Berliner Handballer im Rückraum erneut von den stark aufspielenden Neulingen im Team Petar Nenadic (8 Tore) und Paul Drux (4 Tore), auf der Außenbahn war Fredrik Petersen mit 7/2 Toren bester Werfer vor 6.445 Zuschauern im Fuchsbau.

Gummersbach präsentierte sich wie auch in den ersten Bundesligapartien zuvor von einer guten Seite. Raul Santos setzte den ersten Treffer der Partie und gehörte auch in der Anfangsphase des Spiels zu den auffälligsten Akteuren. Aufmerksam agierte der Außenspieler auf der linken Seite, fing den Pass der Füchse im Aufbauspiel ab und sorgte selbst mit dem Tempogegenstoß für die erneute Führung. Zuvor hatte sich Paul Drux sehenswert für Berlin in Szene gesetzt und den Ausgleich herbeigeführt. Dennoch blieb Gummersbach vorn und ließ wenig zu, weil sie sicher mit der 6:0-Defensive standen.

Joakim Larsson wirbelte mächtig die Verteidigung der Füchse durcheinander. Der Nielsen-Block hatte gegen ihn, Christoph Schindler und Julius Kühn viel Arbeit zu leisten. Doch mit zunehmender Spieldauer bekamen die Füchse die Situation in den Griff und konnten das Ruder herumreißen. Bis zur 13. Minute dauerte es, als Mattias Zachrisson eine Nachlässigkeit bei Gummersbach ausnutzte und zur ersten Führung der Füchse 6:5 traf. Die Gäste setzten den Füchsen nun mehr in der Abwehr zu, doch Paul Drux und Kapitän Iker Romero behielten die Übersicht.
Dafür konnten die Berliner mehr und mehr das Angriffsspiel der Gummersbacher antizipieren und mehrmals den Ball abnehmen, wodurch Tempogegenstöße resultierten. Diesmal verwertete Fredrik Petersen zum 8:5 und konnte den Vorsprung der Hausherren erstmals auf drei Tore ausbauen. Gummersbach-Trainer Emir Kurtagic wollte den Lauf der Berliner stoppen und zückte nach genau einer Viertelstunde die grüne Karte zur Auszeit.

An der Gesamtlage änderte sich hingegen wenig. Ex-Fuchs Mark Bult sorgte an seinem Geburtstag zwar mit zwei kraftvollen Würfen aus der zweiten Reihe sein Können, doch auf der Gegenseite bewies Konstantin Igropulo ebenfalls seine Stärken aus dem Rückraum und behauptete die Führung der Berliner. Gummersbach konnte zwischenzeitlich durch Schindler und Junioren-Europameister Ernst auf ein Tor herankommen, doch bei den Füchsen mobilisierte Routinier Iker Romero alle Kräfte und erhöhte erneut auf drei Treffer. Nicht zuletzt mit einem mächtigen Wurf aus zehn Metern in den Winkel verzückte der Spanier die 6.445 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle und sorgte für die 15:12-Pausenführung.

Wie bereits in der ersten Halbzeit startete Gummersbach etwas besser und zeigte den unbedingten Willen, in Berlin Punkten zu wollen und zu können. Florian von Gruchalla bezwang den gut auf gelegten Heinevetter per Siebenmeter, zuvor scheiterten jedoch Mark Bult und Raul Santos. So stand es nach 40 Minuten 18:18. Die Hausherren wirkten in dieser Phase nervös und erlaubten sich zu viele Ballverluste. So war es erneut der schnelle Raul Santos, der mit einem weiteren Gegenstoß die Wende herbeiführte.

In der Schlussviertelstunde ging es nun Schlag auf Schlag. Immer mehr dominierten die Emotionen die Partie. Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson holte sich die gelbe Karte ab und es wurde noch einmal hitzig. Gummersbach nutzte die Gunst der Stunde trotz aller Ärgernisse auf dem Parkett und blieb ruhig, Raul Santos mit dem Gegenstoß und Alexander Becker sorgten für die Zwei-Tore-Führung der Gäste.

Die Füchse benötigten mehr als eine Minute, um sich von den Negativerlebnissen zu erholen. Besonders Neuzugang Petar Nenadic hatten es die Hauptstadthandballer zu verdanken, wieder aufholen zu können. Gummersbach versuchte weiterhin in Ruhe die Angriffe so lange wie möglich vorzutragen, allerdings hatte sich die Defensive der Füchse stabilisiert. Petar Nenadic war der überragende Mann in der Schlussphase und drehte gemeinsam mit Paul Drux mächtig auf. 

Zum Ende entwickelte sich eine Abwehrschlacht, in der die Füchse das bessere Ende für sich haben sollten. Gummersbach verlor seine Linie und geriet unter Zugzwang. Darauffolgend war es wieder Petar Nenadic, der mit dem 29:27 eine Minute vor dem Ende alles klar machte. Gummersbach geriet jetzt in Eile, Schröder wurde geblockt, Schindler zog von halblinks ab, doch Silvio Heinevetter entschärfte den Wurf und konnte die Begegnung entscheiden. Den Schlusspunkt setzte erneut Petar Nenadic mit seinem achten Tor zum 30:27-Endstand. Bereits in einer Woche steht das nächste Heimspiel an, wenn Kiel-Bezwinger HBW Balingen-Weilstetten am 14. September um 17:15 Uhr im Fuchsbau zu Gast ist. 

Torschützen: Nenadic 8, Petersen 7/2, Drux 4, Romero 4/1, Igropulo 3, Zachrisson 2, Nielsen 1, Wiede 1




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