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25.03.2006|Information|on

Knappe Niederlage in Varel - 23:24 hält Abstiegskampf spannend

Wie eine schlechte Parallele zum Hinrundenspiel in Berlin verloren die Füchse Berlin durch ein Tor in letzter Sekunde gegen die HSG Varel mit 23:24 (9:12). Christian Rose hatte zuvor nach einem 4-Tore-Rückstand zweimal ausgleichen können. Acht Sekunden vor dem Abpfiff nahm Varels Trainer seine Auszeit und besprach den letzten Angriff. Eine Unaufmerksamkeit in der Füchse-Abwehr führte dann zum Paß auf den freien Ralf Koring, der mit seinem Treffer in der Schlusssekunde für die bittere Niederlage der Füchse sorgte, die nun weiterhin um den Klassenerhalt zittern müssen.


Dabei wäre mindestens ein Punkt für die Füchse drin gewesen. Christian Rose hatte beim Stand von 22:22 neunzig Sekunden vor dem Ende die große Chance, die erste Führung seit der 10. Minute zu erzielen. Doch anders als drei Mal zuvor scheiterte er an Christoph Danningkeit. Als kurz danach Christoph Pöhl auch noch seine zweite Zeitstrafe kassierte, konnte Thomas Lammers auf 23:22 erhöhen. Doch die Füchse gaben sich nicht auf, wurden im folgenden Angriff nur durch ein Foul gestoppt, was Evgeny Vorontsov ebenfalls eine Zeitstrafe einhandelte. Erneut trat Christian Rose an den Siebenmeterpunkt und traf diesmal. Ausgleich! Da waren noch 15 Sekunden zu spielen. Peter Kalafut nahm nun seine Auszeit, wollte mit dem letzten Angriff den für Varel überlebenswichtigen Siegtreffer erzielen. Als Marc Hartensuer in der Abwehr zu spät rauskam, zog Lammers zwei Füchse auf sich, paßte zum dadurch freien Koring, der zum glücklichen Sieg für Varel einwarf.

Zuvor waren die Berliner wiederum Opfer ihrer Chancenverwertung geworden. Oder anders ausgedrückt: CHristoph Danningkeit im Tor der Gastgeber lief zur Höchstform auf. Etwa 20 Bälle, darunter mehr als die Hälfte absolut freie Würfe, konnte der Torwart parieren. Ob Tempogegenstoß, freie Würfe von Außen, auch zwei Siebenmeter - die Füchse scheiterten immer wieder bei besten Gelegenheiten.

Und so kam es, dass nach der Berliner 4:3-Führung die HSG Varel das Heft in die Hand nehmen konnte und nach 15 Minuten seinerseits mit 6:4 in Front lag. Mit einer überraschenden 5:1 Deckung wurden Pavel Prokopec und Christian Rose weitgehend ausgeschaltet, die sich an dieser Abwehrvariante aufrieben. Zwar profitierte Sebastian Roemling davon, aber die Durchschlagskraft des Rückraums war empfindlich gestört. So konnte Varel die Führung bis zur Halbzeit auf 12:9 ausbauen.

Als nach Wiederanpfiff Varel sogar bis auf 14:10 davoneilen konnte, drohte das Spiel den Füchsen endgültig zu entgleiten. Zwar brachten zwei Tore von Detlof und eines von Prokopec die Füchse wieder zurück, doch Varel konterte erneut, zog vom 14:13 fort auf 16:13. Überhastete Wurversuche waren eine sichere Beute von Dannigkeit, Varel nutzte dies und hatte 15 Minuten vor dem Ende beim Stand von 19:15 den Sieg vor Augen.

Doch die Berliner bewiesen Moral und kämpften sich wieder heran. Beim 21:21 durch Sascha Detlof war der Ausgleich erreicht, beim Stand von 22:22 dann die Möglichkeit für Christian Rose per Siebenmeter erstmals in der zweiten Hälfte die Führung zu erzielen. Doch wieder war es Dannigkeit, der Varel rettete. "Der kämpferische Einsatz hat gestimmt", sagte Jörn-Uwe Lommel nach dem Spiel, "am Ende waren es Kleinigkeiten, die den Ausschlag gegeben haben." Und Christoph Dannigkeit.

HSG Varel - Füchse Berlin 24:23 (12:9)

HSG Varel:
Danningkeit, Winkler;
Koring 6/1, Lammers 5, Jano 5, Weihrauch 2, Mihai 2, Brecht 2, E. Vorontsov 1, Kalafut 1/1, Schützmann, Janssen, Rudolphi, Kralik,

Füchse Berlin:
Vortmann (n.e.), Ohle, Krieter (20. - 30.);
Rose 7/4, Roemling 5, Detlof 4, Prokopec 3, Matz 3, Hartensuer 1, Pöhl, Deffke, Pieper (n.e.), Plessow (n.e.), Loge (n.e.)

Schiedsrichter: Christian Köhler, Martin Wiggershaus
Strafzeiten: 12 - 12 Minuten (Jano (27,.46.), Koring (48.), Kralik (53.), Mihai (57.), Vorontsov (60.) - Hartensuer (17., 42.), Pöhl (36., 59.), Prokopec (39.), Deffke 46.)
Siebenmeter: 2/5 - 4/6 (Ohle hält 3 Mal, Rose und Prokopec scheitern an Dannigkeit)
Zuschauer: 879 in Altjührden

Spielfilm:
0:1 (1.), 1:2 (6.), 3:4 (10.), 6:4 (15.), 9:5 (21.), 10:8 (24.), 12:8 (26.), 12:9 (27.), 12:9 (HZ), 14:10 (33.), 14:13 (37.), 16:13 (39.), 18:14 (44.), 19:16 (46.), 20:18 (48.), 21:19 (50.), 21:20 (53.), 21:21 (55.), 23:22 (59.), 24:23 (EN)




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