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15.10.2014|Information|SvN

Unentschieden gegen Aufsteiger Erlangen im Fuchsbau

Der HC Erlangen trumpfte am heutigen Dienstag beim amtierenden Pokalsieger in der Hauptstadt groß auf: Angeführt vom mit 11/5 Treffern besten Torschützen Ole Rahmel ließ sich der Außenseiter von einem fast durchgehenden Rückstand nicht beeindrucken. Die Füchse lagen zur Halbzeit zwar mit vier Toren in Front, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen. Erlangen nutzte die sich bietende Chance gegen die ersatzgeschwächten Füchse, der Gast glich aus und hatte nach einer Parade von Jan Stochl gegen den zuvor siebenfach erfolgreichen Petar Nenadic sogar die Chance auf den Sieg - Nicolai Link scheiterte mit dem letzten Versuch aber am Pfosten. Die Füchse rutschen mit nun 9:9 Punkten auf den zehnten Tabellenplatz, Erlangen ist mit 6:14 Punkten weiterhin Sechzehnter.

Die Füchse Berlin starteten zielstrebig in die Partie, die Niederlage gegen den THW Kiel drei Tage zuvor schienen die Hausherren gut ausgeblendet zu haben. Schnell legten die Füchse zwei Treffern vor, besonders weil sich Konstantin Igropulo sicher im Abschluss präsentierte. Nichts desto trotz zeigten auch die Gäste aus Erlangen von der ersten Minute eine engagierte sowie kampfbetonte Leistung und konnten die Anfangsphase ausgeglichen gestalten. Besonders überzeugen konnte Ole Rahmel von der Siebenmeterlinie, wodurch der Aufsteiger dem Favoriten bis zur siebzehnten Minute zunächst erfolgreich Paroli bot. 

Mit der ersten Überzahlsituation setzten sich die Hausherren dann aber zunehmend ab. Petar Nenadic demonstrierte abermals seine Wurfkraft aus dem Rückraum und konnte sich teilweise allein gegen die 5:1-Defensive der Gäste behaupten. Darüber hinaus wusste im Tor der Füchse Petr Stochl zu überzeugen: Der Tscheche entschärfte im ersten Durchgang bereits zehn Versuche des HC Erlangen und konnte seine Vordermänner dementsprechend entlasten. 

Und, erneut war es Petar Nenadic, der auf der anderen Seite für Furore sorgte und auf 14:11 erhöhte. Vor allem die flexiblen Angriffe der Füchse brachten die Erlanger immer wieder ins Straucheln. Immer wieder kreuzten die Hauptstädter ihre Laufwege und fanden dadurch die Lücke. Fredrik Petersen scheute ebenfalls keinerlei zusätzliche Meter um von Linksaußen um den halben Kreis zu laufen, erfolgreich abzuschließen und gleichzeitig den 16:12-Halbzeitstand herbeizuführen. 

Während es im ersten Durchgang ruhiger in den Zweikämpfen zuging, wurde es mit dem Beginn der zweiten Hälfte immer hitziger. Zunächst kam Erlangen besser aus der Kabine, Oliver Hess und Sigurberger Sveinsson hämmerten den Ball aus dem Rückraum in den Kasten und setzen damit ein Zeichen. Obendrein schraubte sich das Bruderduell im Tor auf eine höhere Ebene. Denn Erlangens Schlussmann Jan Stochl konnte wie sein Bruder Petr Stochl im Tor der Hauptstädter zahlreiche Paraden vorweisen, wodurch sich den Gästen nach vierzig Minuten die Chance zum Ausgleich bot. Und diese Möglichkeit nahm der unermüdliche Ole Rahmel wahr, der abermals sicher verwandelte. 

Auf der anderen Seite war es dann Paul Drux, der wieder auf zwei Tore erhöhen konnte und die Halle zum Kochen brachte. Auf Höchsttemperatur waren auch die beiden die Trainer in dieser Phase: Sowohl Dagur Sigurdsson als auch Frank Bergmann wurden verwarnt. Nachdem Oliver Hess die nächste Zeitstrafe für Erlangen erhielt, erhöhte Fredrik Petersen 22:20 wieder auf zwei Tore für Berlin. Als Erlangen im Anschluss das Offensivfoul beging, hatte Berlin scheinbar die Kontrolle über die Partie zurückerlangt. 

Doch die Füchse hatten am heutigen Dienstagabend gegen Ole Rahmel kein Mittel, mit Treffer Nummer Zehn von ihm und dem anschließenden Distanzwurf von Martin Stranovsky gelangten die Gäste zum 23:23 (53.). Die Schlussphase entwickelte sich nun zu einer Partie auf Augenhöhe, die Füchse konnten durch die weiterhin starken Igropulo und Nenadic erhöhen, für Erlangen sorgten Preis und Hess für den 26:26-Ausgleich nach 58 Minuten. Den Gastgebern fehlte dabei in einigen Aktionen auch die notwendige Souveränität, der Aufsteiger hingegen hatte sich von den dauernden Rückständen nicht verunsichern lassen. 

Berlin ließ sich jetzt lange Zeit für den Angriff, Dagur Sigurdsson schwor seine Truppe auf den entscheidenden Moment zudem mit der Auszeit ein. Doch der Versuch aus dem Rückraum blieb erneut an Jan Stochl hängen, Erlangen hatte jetzt die Möglichkeit auf den Auswärtssieg: Vier Sekunden verblieben auf der Uhr, als die Schiedsrichter auf Foul entschieden. Nikolai Link sollte ausführen, während drei seiner Teamkollegen auf die Sperre gingen. Und der finale Wurf der Erlangener kam an der Berliner Mauer vorbei, traf aber nur den linken Pfosten. Dennoch konnten die Erlanger den ersten Bundesliga-Auswärtspunkt feiern und die Füchse Berlin suchen weiter nach ihrer Form. "Wir müssen diese Herausforderung jetzt alle gemeinsam angehen und können uns da nur zusammen heraus ziehen", resümierte Trainer Dagur Sigurdsson nach der Partie. 

Torschützen: Nenadic (7), Igropulo (5), Petersen (5/2), Zachrisson (3), Drux (3), Nielsen (2), Romero (1)




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