Lade Daten...
Logo Füchse BerlinLogo Füchse Berlin
Füchse Berlin live und auf Abruf bei Dyn
05.04.2006|Information|on

Sieg in Fredenbeck sorgt für kurzzeitige Erleichterung

Mit einem 33:27 (14:15)-Erfolg kehren die Füchse von dem richtungsweisenden Auswärtsspiel in Fredenbeck heim. Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit konnten zwei enorm wichtige Punkte im Abstiegskampf eingefahren werden. Beste Werfer auf Seiten der Berliner waren Pavel Prokopec mit 11/6 und Christian Rose mit 8 Toren.


"Die erste Halbzeit war enttäuschend", sagte Füchse-Coach Jörn-Uwe Lommel nach dem Spiel. Fehlende Körpersprache, fehlendes Zusammenspiel, dazu einige technische Fehler. "Die Mannschaft ist da nur schwer mit dem Druck klargekommen", analysierte Manager Bob Hanning und sah im ersten Abschnitt zuviele individuelle Fehler. Nur durch Einzelaktionen kamen die Füchse zu Torerfolgen, ein Spielfluss war im Angriff kaum zu erkennen.

Stattdessen hatte Fredenbecks Rückraum mit Heinemann und Cordes leichtes Spiel. Und auch die Bälle zum Kreis, wo Birger Tetzlaff eine gute Partie bot, fanden immer wieder ihren Weg.

Trotzdem gingen die Berliner zu Beginn des Spiels in Führung. Als Christian Rose nach 14 Minuten zum 7:5 traf, hätte eigentlich Ruhe in die Aktionen kommen sollen. Doch Fredenbeck ließ sich nicht abschütteln, ganz im Gegenteil. Nach dem 11:10 durch Pavel Prokopec nutzte der VfL Berliner Unzulänglichkeiten und ging seinerseits in Führung. Selbst in zweifacher Überzahl schafften es die Füchse nicht, sich abzusetzen. Und fast wären die Niedersachsen mit einer Zwei-Tore-Führung in die Kabine gegangen. Als Pavel Prokopec einen Wurf über das Tor setzte, hatten die Füchse Glück, dass Fredenbeck im letzten Angriff vor der Pause nur die Latte traf. So ging es mit einem 14:15-Rückstand in die Pause. "Völlig verdiente Führung für Fredenbeck, da gibt es keinen Zweifel", sagte Bob Hanning zur Pause. Denn Fredenbeck zeigte Einsatz, ging dahin, wo es wehtat.

Die kritischste Phase des Spiels gab es direkt nach Wiederanpfiff. Fredenbeck erarbeitete sich eine 17:15-Führung. "Da wurde es brenzlig", bekannte Lommel hinterher. Zur Pause wurde festgelegt, dass nun Heinemann und Cordes in Manndeckung genommen werden sollten, was dann letztlich auch der Schlüssel zum Erfolg war. Der Spielfluss war gestört, stattdessen kamen die Füchse nun zu Kontermöglichkeiten. Fünf Tore in Folge sorgten für die Wende. Diesen Vorsprung ließen sich die Füchse nicht mehr nehmen und siegten am Ende verdient und letztlich auch ungefährdet mit 33:27.

"Nach der Pause haben wir endlich den nötigen Druck auf den Gegner aufgebaut und sind zu leichten Toren gekommen", sagte Lommel. Er brachte Marc Pieper in der zweiten Hälfte für Stefan Matz und zeigte sich sehr zufrieden mit dem Rechtsaußen, der drei Tore erzielen konnte. "Marc spielte eine gute zweite Halbzeit", freute sich Lommel. Und auch Sascha Detlof erhielt einmal mehr gute Kritiken. "Sascha hatte zwar etwas Wurfpech, aber er zeigte Mut und ging mit Volldampf nach vorne", so der Trainer über den Rückraumspieler, der phasenweise auch als zweiter Kreisläufer agierte.

Hervorzuheben auch "Jocke" Agren, die schwedische Abwehrwand. Allein durch seine Optik ist er ein wichtiger Faktor im Mittelblock. "Natürlich fehlte noch die letzte Abstimmung", sagte Lommel über den 35-Jährigen, "aber er hat ja auch über ein Jahr nicht mehr auf der Platte gestanden." Doch sein intelligentes Abwehrverhalten sei heute Gold wert gewesen. "Hut ab vor dieser Leistung", zollte Lommel höchsten Respekt.

VfL Fredenbeck - Füchse Berlin 27:33 (15:14)

Fredenbeck:
Petersen, Meyer;
Tetzlaff 8/1, Cordes 5, Franz 5/3, Cpzapliski, 5, Glanz 3, Heinemann 1, Koch, Wand

Füchse:
Ohle, Krieter, Vortmann (n.e.);
Prokopec 11/6, Rose 8, Detlof 5, Hartensuer 5, Pieper 3, Deffke 1, Roemling 1, Matz, Agren, Pöhl (n.e.)

Schiedsrichter: Ronny Dedens, Nico Geckert
Zeitstrafen: 8 - 6 Minuten (Heinemann 16., Cpzapliski 26., Tetzlaff 28., 48., Cordes 45. - Matz 14., Agren 43., Hartensuer 48.)
Siebenmeter: 4/7 - 6/6
Zuschauer: 300 in Fredenbeck


Spielfilm:
2:1 (5.), 3:4 (8.), 4:6 (11.), 6:7 (14.), 8:8 (19.), 10:11 (23.), 12:11 (26.), 12:12 (27.), 14:14 (29.), 15:14 (HZ), 15:14 (31.), 17:15 (33.), 17:17 (36.), 17:20 (38.), 18:20 (39.), 18:22 (41.), 19:23 (43.), 20:25 (45.), 21:28 (48.), 22:28 (51.), 25:29 (55.), 25:31 (57.), 27:33 (EN)




Weitere News

10.06.2026|Vorbericht|pst

Europas größte Bühne ruft – schon wieder!

Die Füchse Berlin sind zum zweiten Mal in Folge – zum dritten Mal insgesamt – beim TruckScout24 EHF FINAL4 dabei. An diesem Wochenende wird in der Lanxess Arena zu Köln die beste Vereinsmannschaft des Kontinents gekrönt, und der deutsche Pokalsieger möchte sich diesen Titel erstmals ...

07.06.2026|Spielbericht|pst

18 Gidsel-Tore und Vize-Meister

Auch rechnerisch ist nun alles festgezurrt: Die Füchse Berlin haben sich Platz zwei in der DAIKIN Handball-Bundesliga gesichert und dadurch für die Machineseeker EHF Champions League qualifiziert. Dies war dank eines 43:38 (22:20) am 34. Spieltag gegen die direkten Konkurrenten der SG ...

05.06.2026|Vorbericht|pg

Topspiel im Fuchsbau zum Abschluss der HBL-Saison

Ein letztes Mal in der Saison 2025/26 laufen die Profis der Füchse Berlin in der heimischen Max-Schmeling-Halle auf. Zum Abschluss der Spielzeit gastiert am 34. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga die SG Flensburg-Handewitt in der Hauptstadt. Nach den beiden vergangenen Auswärtsspielen in ...

05.06.2026|Information|pg

Entscheidendes Aufstiegsspiel für die Spreefüxxe

"Alles oder nichts" lautet das Motto der Spreefüxxe Berlin. Im Rückspiel der Relegation um den Aufstieg in die 1. Alsco Handball-Bundesliga empfangen sie den SV Union Halle-Neustadt. Dabei muss das Team von Trainerin Susann Müller einen Drei-Tore-Rückstand aus dem am Mittwoch ausgetragenen ...

04.06.2026|Spielbericht|pst

Kantersieg in Kassel gibt alle Möglichkeiten

Mit dem 39:28 (18:16) bei der MT Melsungen haben sich die Füchse Berlin die perfekte Ausgangslage für den Showdown gegen Flensburg am Wochenende geschaffen. An diesem 33. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga hat das Team von Trainer Nicolej Krickau so auch den frischgebackenen Sieger der EHF ...