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16.11.2014|Spielbericht|jun/hw.com

Füchse verlieren Duell um Platz 5 in Hamburg deutlich

Die Füchse Berlin haben beim Auswärtsspiel in Hamburg die Chance auf den Anschluss an das Spitzenquartett der DKB Handball-Bundesliga liegen lassen. Im direkten Duell um Platz 5 unterlagen sie dem HSV Hamburg deutlich mit 25:33 (12:16) und mussten den fünften Platz aufgrund des schlechteren Torverhältnisses an die Hanseaten abgeben. Insbesondere die Ausbeute aus dem gebundenen Spiel heraus war zu schlecht um den Hamburgern ernsthaft Paroli zu bieten, die Füchse agierten insgesamt zu harmlos.

Der HSV Hamburg erwischte den besseren Start in die Partie und lag gegen unsortierte Berliner schnell mit 2:0 vorne. Die Füchse fanden jedoch auch in den folgenden Minuten nicht in die Partie: Der Angriff tat sich gegen die kompakt agierende 6:0-Formation der Gastgeber schwer und die Deckung des Hauptstadtklubs bekam keinen Zugriff auf die HSV-Akteure. Alexandru Simicu, Adrian Pfahl und Kentin Mahe trafen nach Belieben aus dem Rückraum.

So setzte sich der HSV über 4:1 (5.) auf 9:5 (13.) ab. Bei den Berlinern versuchte Iker Romero das Spiel zu ordnen. Der spanische Routinier war der Aktivposten im Berliner Angriff und glänzte mit schönen Anspielen an den Kreis – Jesper Nielsen traf zum 3:6 – oder eigenen Toren. In der 18. Minute verkürzte der Regisseur mit seinem dritten Treffer zum 8:11. Doch eine Manndeckung durch Kevin Schmidt, den HSV-Coach Christian Gaudin bereist in der 10. Minute verordnet hatte, engte die Kreise Romeros stark ein.

Während die HSV-Defensive mit dem soliden Johannes Bitter im Tor über weite Strecken kompakt stand, konnte man das von der Berliner Deckung nicht sagen. Das Team von Dagur Sigurdsson agierte zu passiv gegen den gut aufgelegten Hamburger Rückraum und erlaubte es den Gastgebern so, ihren Vorsprung konsequent zu behaupten. Zudem hatte Nationalkeeper Silvio Heinevetter einen rabenschwarzen Tag erwischt und bekam kaum eine Hand an den Ball. In der 19. Minute reagierte Sigurdsson personell auf die Probleme seiner Mannschat: Er brachte den wurfstarken Petar Nenadic, um Romero eine Pause zu gönnen und stellte Fabian Wiede auf Rechtsaußen.

Sollte sich der Isländer durch Nenadic jedoch mehr Durchschlagskraft aus dem Rückraum erhofft haben, ging die Rechnung nicht auf. Die Deckung der Hamburger hielt stand und zwang die Berliner zu langen Angriffen. Auch eine Zeitstrafe gegen Schmidt brachte das Gaudin-Team nicht aus dem Konzept. Beim HSV lief es in dieser Phase einfach rund. Pascal Hens, der für Alexandru Simicu in die Partie gekommen war, fügte sich nahtlos ein und erhöhte mit einem Doppelschlag auf 15:10 (26.). Zwei Minuten später hatte Sigurdsson ein Einsehen und brachte Peter Stochl für den bis dato extrem glücklosen Heinevetter. Der HSV leistete sich nun ein paar einfache Fehler, die es den Berlinern erlaubten, zum Halbzeitstand von 16:12 heranzukommen.

Sollten sich die mitgereisten Berliner Fans in der zweiten Hälfte jedoch eine Leistungssteigerung ihrer Mannschaft erhofft haben, wurden sie leider enttäuscht. Der HSV wirkte auch nach der Pause bissiger und dynamischer und setzte sich bis zur 30. Minute weiter ab: Kentin Mahe traf zum 20:14. Mit einigen schönen Paraden entnervte Bitter die Füchse zusätzlich, die in der Defensive weiterhin keinen Zugriff auf den Hamburger Rückraum bekamen.

Aufgeben taten die Hauptstädter jedoch trotz des zwischenzeitlich auf sieben Tore angewachsenen Rückstandes nicht. Stochl parierte einige Bälle, Fabian Wiede konnte in der 44. Minute zum 18:23 verkürzen und weckte damit kurzzeitig Hoffnung bei den Berliner Anhängern. Diese wurden vom HSV jedoch schnell wieder gedämpft: Pfahl und Hens trafen beide aus dem Rückraum und trieben den Vorsprung bis zur 48. Minute so wieder auf 27:20 in die Höhe. Simicu erhöhte nach einem Ballverlust der Füchse erstmals auf acht Tore.

Nach einem Experiment mit Stefan Schröder auf der Mitte vertraute Gaudin für die verbleibenden Minuten wieder auf die bewährte Aufstellung. Hans Lindberg machte in der 54. Minute die 30 für die Hamburger voll und erhöhte einen Angriff später erneut per Strafwurf auf 31:23. Selbst Abwehrchef Davor Dominikovic konnte sich in die Torschützenliste eintragen und traf zum 32:23. Die Berliner, bei denen an diesem Tag nicht viel zusammengelaufen war, mussten nun aufpassen, die Niederlage nicht zu sehr ausufern zu lassen. Hermann konnte den Berlinern noch einige Würfe abnehmen, doch dank des von der Siebenmeterlinie eiskalten Petersen blieb die Differenz nach 60 Minuten bei acht Treffern. Für die Füchse gilt es nun nach dem 25:33 die Konzentration ganz auf das Europapokal-Spiel am kommenden Sonntag zuhause gegen HBC Nantes zu richten.




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