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11.12.2014|Information|hw/ATz

Füchse konnten in Flensburg nur 20 Minuten mithalten

Die Füchse Berlin mussten sich am Mittwochabend der SG Flensburg-Handewitt geschlagen geben. Der Champions-League-Sieger gewann gegen die ersatzgeschwächten Gäste mit 36:27 (19:14). Die Kraftreserven der Füchse reichten in der Partie nur für 20 Minuten auf Augenhöhe. Bester Werfer der Berliner war Pavel Horak mit sieben Toren. 

Dagur Sigurdsson schickte seine ersatzgeschwächten Füchse mit einer überraschenden Ausrichtung in die Partie: Vorne begann Bartolomiej Jaszka auf Linksaußen und Mattias Zachrisson deckte Thomas Mogensen mannbezogen. Auch gegen Holger Glandorf agierten die Berliner offensiv und setzte die SG so unter Druck. Mit Erfolg: Nach zwei gespielten Minuten lagen die Gäste mit 2:0 vorne. Dann überwand die SG die erste Überraschung und konnte dank der Treffsicherheit von Anders Eggert – der zweimal vom Siebenmeterpunkt traf - auf 3:3 herankämpfen. 

Flensburg fehlte in der Deckung jedoch noch die Kompaktheit. Die SG-Reihe blieb wie schon gegen den HSV Hamburg am Sonntag sehr defensiv und ließ den Berlinern viel Raum. Diesen nutzte Paul Drux, um zum 4:3 einzunetzen. Doch auch die Füchse standen mit der offensiven Formation noch nicht sicher: Zwar wurden Mogensen und auch Glandorf gut aus dem Spiel genommen, doch Lars Kaufmann zeigte viel Initiative. 

Es war eine für die Zuschauer abwechslungsreiche Partie: Die beiden Teams agierten auf Augenhöhe. Zwar konnte Berlin immer wieder mit einem Tor in Front gehen, doch Flensburg glich auch immer wieder aus. Nachdem die Füchse sich in eine defensivere Formation zurückgezogen hatten, gelang es Glandorf, das 9:8 (15.) und damit die erste Führung für die SG zu erzielen. 

Angeführt von Glandorf und mit einem Mattias Andersson, der Petar Nenadic in der 17. Minute einen Siebenmeter abnahm, konnte sich die SG in den folgenden Minuten jedoch immer wieder auf zwei Tore absetzen und diesen Vorsprung halten. Es war ein sehr dynamisches, temporeiches Spiel; beide Mannschaften konnten vor allem offensiv mit viel Zug zum Tor überzeugen. 

Dagur Sigurdsson und Ljubomir Vranjes begannen beide, personell zu rotieren. Silvio Heinevetter kam bei den Füchsen für den glücklosen Petr Stochl in die Partie, zudem brachte der Isländer Iker Romero in die Partie. Jaszka erhielt eine Pause. Bei der SG wechselte Vranjes ebenfalls im Tor – Kevin Möller ging für Andersson zwischen die Pfosten. 

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Mattias Zachrisson war Sigurdsson im letzten Drittel der ersten Halbzeit zu weiteren Rotationen gezwungen: Petar Nenadic kam im rechten Rückraum, Fabian Wiede rutschte auf die Außenbahn. Doch nun drehten die Flensburger auf – und die Berliner verloren ihre Linie. Vom 14:13 in der 22. Minute setzte sich die SG bis zur Pause auf 19:14 ab. Es war eine Demonstration jener Heimstärke, die das Team von Vranjes in den letzten Jahren so ausgezeichnet hatte. 

Nach der Halbzeitunterbrechung setzte die SG ihren Lauf fort: Innerhalb von vier Minuten erzielte die SG vier weitere Treffer, zudem nahm Andersson den Füchsen in Person von Wiede einen weiteren Siebenmeter ab. So war bereits in der 36. Minute der erste Zehn-Tore-Vorsprung da: Glandorf traf zum 24:14. Erst im darauffolgenden Gegenzug gelang Jesper Nielsen der erste Treffer für die Füchse im zweiten Durchgang. Da sich die SG nun im Angriff mit dem großen Polster im Rücken einige Unkonzentriertheiten erlaubte, konnten die Füchse wieder auf 17:24 verkürzen. 

Zwanzig Minuten vor dem Ende pariere Andersson das nächste Mal – gegen Drux, der sich von Linksaußen versuchte. Nachdem Kaufmann in der 44. Minute zum 27:17 getroffen und damit erneut den Zehn-Tore-Vorsprung hergestellt hatte, war die Partie endgültig entschieden. Vranjes begann nun, durchzuwechseln: Neben Drasko Nenadic, der für den verletzten Zachariassen in die Partie kam, brachte er Bogdan Radivojevic und Hampus Wanne auf die Außenbahnen.

Es gelang den Füchsen Berlin jedoch nicht, den Abstand noch einmal zu verkürzen. Vom Angriffsdruck der ersten zwanzig Minuten der Partie war nichts mehr zu spüren. So mussten sich die Berlin mit 36:27 geschlagen geben und rutschen damit zunächst auf den achten Tabellenplatz der DKB Handball-Bundesliga ab. Bereits am Sonntag wartet der nächste schwere Gegner auf die Füchse Berlin. Die Rhein-Neckar Löwen sind um 17:15 Uhr im Fuchsbau zu Gast, Restkarten für die Partie gibt es noch bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. 




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