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21.04.2006|Information|RM

Füchse machen einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt

Mit einem zwar zwischenzeitlich etwas wackligen, aber letzten Endes ungefährdeten Sieg haben die Füchse einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Eine souveräne Leistung von Prokopec (9) und Rose (9/2) wurde vor allem durch das unermüdlich arbeitende Geburtstagskind Joakim Agren (2) möglich. Der Gegner aus Altenholz fand nie recht ins Spiel und hatte lediglich in der zweiten Halbzeit noch die Chance aufzuschließen. Allein ein stark haltender Dennis Klockmann (17 Paraden) hielt die Schleswig-Holsteiner im Spiel.

Beide Mannschaften taten sich schwer ins Spiel zu finden, gerade bei Altenholz war der Substanzverlust aus dem Mittwochspiel zu sehen. Die ersten zehn Minuten war es ein eher unattraktives und ausgeglichenes Spiel, wobei Altenholz von der eigenen offensiven Abwehr profitierte. Die kraftraubende Abwehr konnte jedoch nicht länger aufrechterhalten werden und TSV-Trainer Wolfgang Schwenke stellte auf eine defensivere Variante um.

Damit kamen die Füchse nun erheblich besser klar und es war vor allem Joakim Agren, der in der 6:0-Abwehr der Altenholzer die notwendigen Freiräume schuf. Mit einer beeindruckenden Serie von sechs Toren zogen die Füchse zum 12:7 (17.Minute) davon, die frühe Vorentscheidung war greifbar. Doch bei den Gästen steigerte sich Torhüter Dennis Klockmann - über Zweitspielrecht auch im Kader des THW Kiel - immer weiter und hielt seine Mannschaft im Spiel. Bis zur Halbzeit verwalteten die Füchse ihren Vorsprung und gingen mit 17:13 in die Pause.

Nach dem ersten Treffer der Altenholzer zu Beginn des zweiten Durchgangs schienen die Füchse an die starke Phase in der ersten Halbzeit anzuknüpfen. Drei Tore in Folge brachten beim 20:14 (35.) die erste 6-Tore-Führung. Doch anstatt die Vorentscheidung zu erzwingen, konterte Altenholz mit drei Toren und wahrte sich die Chance. In einer ausgeglichenen zweiten Halbzeit blieb Altenholz immer in Sichtweite zu den Gastgebern, verpassten aber den direkten Anschluss.

Agren an seinem Geburtstag überragend

„Wir haben diese Big Points nicht gemacht, klare Chancen haben wir vergeben“ bedauerte der Altenholzer Trainer Schwenke vor allem die mehrfach verpasste Chance auf zwei Tore aufzuschließen. Trotz der Tuchfühlung schienen die Gastgeber jedoch stets das Spiel im Griff zu haben. „Bedanken können wir uns definitiv auch bei Joakim Agren und Carsten Ohle“ benannte Füchse-Coach Jörn-Uwe Lommel seine Matchwinner. Die souveräne Leistung von Carsten Ohle stand jedoch im Schatten des noch stärkeren Klockmann im Altenholzer Tor.

Die beste Leistung auf dem Feld bot jedoch Joakim Agren an seinem 36. Geburtstag. Zur Verstärkung in der Abwehr kurzfristig engagiert trug er in allen Spielsituationen mit seiner Routine maßgeblich zum Sieg bei. In der Abwehr brachte er seine Gegenspieler das eine um das andere Mal zum Verzweifeln, besonders Michael Spieker schien die Lust am Spiel sichtlich verlassen zu haben. Aber auch im Angriff stellte er seinen Mitspielern die Sperren und ermöglichte so vor allem Pavel Prokopec und Christian Rose ihre Tore, traf aber auch selbst zwei Mal.

Entsprechend zufrieden zeigte sich dann auch Jörn-Uwe Lommel, der die aufsteigende Tendenz seines Teams klar erkennen konnte. Dass es dennoch nicht gereicht hat um den Klassenerhalt zu sichern lag nicht an den Füchsen selbst. Das parallele Abstiegsduell zwischen Niestetal und Augustdorf endete mit einem knappen Sieg der Augustdorfer. Den Füchsen ist der Klassenerhalt zwar fast nicht mehr zu nehmen, aber rechnerisch noch nicht „wasserdicht“. Der Ligaverbleib kann und muss weiterhin aus eigener Kraft gesichert werden und „wir fahren vollen Mutes und Selbstbewusstsein nach Dessau“ wagte Lommel einen Blick nach vorn.


Füchse Berlin – TSV Altenholz 34 : 29 ( 17 : 13 )

Füchse Berlin:
Ohle (1.-57., 14/1 Paraden), Vortmann (bei 2 7m + 57.-60., 1/1 P.)
Prokopec 9, Rose 9/2, Roemling 5, Pieper 3, Agren 2, Detlof 2, Hartensuer 2, Deffke 1, Schücke 1

TSV Altenholz:
Klockmann (1.-60., 17/1 Paraden)
Karbowski 7, Bommes 7/4, Schindler 5/1, Gersch 4, Greve 3, Spieker 1, Schmalfeld 1, Müller 1, Wischniewski, Bauer

Zeitstrafen: 12 : 8 Minuten (Agren 2x, Deffke, Prokopec, Detlof 2x – Spieker 2x, Bauer, Schindler)
Siebenmeter: 2/3 – 5/9 (Prokopec scheitert an Klockmann - Bommes am Tor vorbei, Bommes und Gersch scheitern an Ohle, Schindler scheitert an Vortmann)
Schiedsrichter: Torsten Brandt, Karsten Veit
Zuschauer: 1.015

Spielfilm: 1:0 (1.), 1:1 (2.), 2:1 (3.), 2:2 (3.), 3:2 (4.), 3:4 (5.), 4:4 (9.), 4:5 (9.), 5:5 (10.), 5:6 (10.), 6:6 (11.), 6:7 (13.), 12:7 (17.), 12:8 (18.), 13:8 (18.), 13:10 (22.), 14:10 (23.), 14:11 (24.), 15:11 (25.), 15:12 (25.), 17:12 (30.), 17:13 (HZ)
17:14 (31.), 20:14 (35.), 20:17 (41.), 22:17 (42.), 22:18 (42.), 23:18 (43.), 23:19 (43.), 24:19 (44.), 24:20 (46.), 25:20 (46.), 25:22 (48.), 27:22 (49.), 27:23 (49.), 28:23 (50.), 28:25 (52.), 30:25 (53.), 30:26 (54.), (EN)

Auszeiten:
17:22 TSV Altenholz beim Stand von 12:7
28:41 Füchse Berlin beim Stand von 16:12
51:13 Füchse Berlin beim Stand von 28:25
56:37 TSV Altenholz beim Stand von 32:26




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