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28.04.2006|Information|on

Füchse und Spandau fusionieren im männlichen Nachwuchsbereich

Wer die Berliner Handballszene kennt, weiß um die Sensation, die Bob Hanning gestern auf einer Pressekonferenz in Berlin verkündete: Die Reinickendorfer Füchse, der ASC Spandau und der VfV Spandau bilden im männlichen Nachwuchsbereich eine Spielgemeinschaft mit dem Namen: SG Spandau/ Füchse Berlin, um für die A-Jugend eine SG zu bilden. „Wir brauchen eine regionalliga-taugliche männliche A-Jugend-Mannschaft in Berlin“ beschrieb Hanning das Ziel der neuen SG Spandau/Füchse Berlin.


Die neue SG soll der Unterbau werden, in dem man die talentiertesten Jugendlichen der Stadt zusammenziehen will. Damit die A-Jugendlichen ein Doppelspielrecht bei der Bundesligamannschaft der Füchse erhalten können, wird es nötig sein, dass alle Spieler zu den Füchsen wechseln, um dann unter dem Dach der SG Handball zu spielen.

Im Vorfeld dieser Fusion waren viele Gespräche erforderlich, denn gerade in Berlin herrschte lange Jahre ein Regiment der Provinzfürsten, das ein Zusammengehen von Klubs in Berlin unmöglich erschienen ließ. Bob Hanning ist es nun gelungen, in vielen Gesprächen sämtliche Vorbehalte auszuräumen. "Wir als GmbH investieren 40.000 Euro in die Nachwuchsarbeit", sagte Bob Hanning nicht ohne Stolz.

Die Spandauer Vereine wurden in den letzten Jahren für die beste, die Reinickendorfer Füchse für die drittbeste Nachwuchsarbeit im gesamten Jugendbereich ausgezeichnet. Für die meisten Handballer der Vereine wird sich indes zunächst nicht viel ändern. Lediglich die neuen gelb-violetten Nuon-Trikots, mit denen alle Mannschaften ausgerüstet werden, machen deutlich, dass es eine neue Spielgemeinschaft in Berlin gibt. Eine aktive Spielgemeinschaft selber bilden nur die beiden A-Jugend-Teams der Füchse und der Spandauer. Als Trainer des neuen Teams wird Nico Becker fungieren. Die Vertreter beider Vereine stimmten einstimmig der neuen Spielgemeinschaft zu, frühere Berührungsängste scheinen verflogen.

Bezüglich der jungen Spieler Loge, Pöhl und Plessow sagte Hanning, dass diese im Falle eines Aufstieges von BFC Preußen ein Zweitspielrecht beim BFC erhalten sollen. Steigt BFC nicht auf, sollen die drei Nachwuchskräfte in der 2. Mannschaft der Füchse auflaufen.

„Wir überlegen derzeit, ob und wie wir Joakim Agren halten können“, blickte Hanning auf eine der wichtigsten Personalentscheidungen der letzten Wochen zurück. Der „Alte Schwede“ hatte maßgeblich dazu beigetragen, dass die Füchse vier Spieltage vor Saisonende den Klauen des Abstiegs entsprungen sind. Hanning möchte den 36-jährigen Schweden gerne auch in der neuen Saison im Füchse-Trikot spielen sehen.

Das nächste Heimspiel der Füchse am 5. Mai findet im Rahmen des Bundesfinales von „Jugend trainiert für Olympia“ statt. Dazu musste der Anwurf auf 19.30 Uhr vorverlegt werden. Das Heimspiel wird dadurch eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Berliner Senat, der Ausrichter des Bundesfinales ist., das vom 3. bis 5. Mai in der Max-Schmeling-Halle stattfindet. Bob Hanning rechnet daher auch mit 4000 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle beim Füchse-Spiel.




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